Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie August, 2010

Aus dem Polizeibericht

August 09, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Polizeibericht Kommentare deaktiviert

Verkehrsunfall in Seifersdorf
Ort: Dippoldiswalde, OT Seifersdorf
Zeit: 08.08.2010, 10.44 Uhr
Gestern Vormittag ereignete sich in Seifersdorf an der Malter ein Verkehrsunfall. An der Kreuzung Bergstraße / Borlaser Straße waren zwei VW Golf zusammengestoßen. Dabei hatte eine Fahrerin (60) leichte Verletzungen erlitten. Der ersten Einschätzung zufolge entstand durch die Kollision ein Schaden von insgesamt rund 8.000 Euro.

Die Pilze wachsen…

August 08, 2010 Von: Dippoldine Kategorie: Freizeit und Erholung, Neues aus Dippoldseggersbach, Service, Sonstiges, Umwelt Kommentare deaktiviert

Dippoldine 2010Ja, die Witterung tut alles, dass sich ein gutes Pilzwachstum einstellen könnte. Viele parkende Autos an den Waldrändern, lassen vermuten, dass die Pilzsaison längst begonnen hat.
Nur gut, dass der Staatsbetrieb Sachsenforst im untenstehenden Beitrag allzu sammelwütige Pilzsucher einbremst, damit das Ökosystem Natur nicht geschädigt wird. Sicher ist beim Pilzesammeln einiges zu beachten, Pilzberater geben darüber gerne Auskunft. Auf geführten Pilzwanderungen kann sich jeder informieren.
Nicht auszudenken wäre die Kontrolle der Umsetzung des Sächsischen Waldgesetzes! Überall sind Angestellte der Forstverwaltung an den Waldrändern postiert, der Pilzsucher muss den Pilzkorb kontrollieren lassen, ob geschützte Pilze dabei sind und je Pilzsucher darf die Höchstmenge von 500 g je Woche nicht überschritten werden, also Waage (geeicht!) und Sammelheft mitbringen!!? – Um unberechtigte Sammler auszuschließen muss dann noch der Wald eingezäunt werden und Name und Anschrift des Waldbesitzers gut sichtbar angebracht werden…
Also liebe Leute, was sollen diese Erklärungen, der Wald dient der Erholung!!
Schon vor langen Zeiten der Jäger und Sammler wurden Pilze gesammelt, gegessen und konserviert, um auch im Winter nicht auf Pilze verzichten zu müssen. Auch heute darf das Hobby „Pilzsuche“ für Jedermann möglich sein, ohne das Ökogleichgewicht zu stören. Da dürften wohl andere Faktoren Einfluss nehmen!

Auch so, Guten Appetit!
wünscht Ihre Dippoldine

Pilze sammeln – aber richtig!

August 06, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Freizeit und Erholung, Gesundheit, Service, Umwelt 1 Kommentar →

„…war viel Schwamme ißt, daar spart es teire Brut …“ – so heißt es in Gottfried Lattermann’s „Schwammemarsch“ von 1918. Volkslieder können uns Einblicke geben in die Zeit, in der sie entstanden. Diese Nachkriegsjahre waren zweifellos geprägt von sozialer Notlage und da war das Gratisangebot der Natur ein willkommenes „Zugemüs“, auf das arme Leute nicht verzichten konnten. Heute gestaltet sich die Ernährungslage bei uns so, dass grundsätzlich niemand mehr auf das Pilze Sammeln angewiesen ist; für die meisten Pilzsammler ist es eher eine Art Sport, das Frönen einer Leidenschaft, gleichsam dem Jagen und Fischen. Man könnte meinen, hier offenbaren sich unsere Ur-Instinkte.

Pilzmuseum Reinhardtsgrimma

Pilzmuseum Reinhardtsgrimma - über 700 Pilzarten in 3500 naturgetreuen Pilzmodell-Kunstwerken...

Wer Pilze sammelt – gemeint sind hier nur die Fruchtkörper, der Pilz selbst befindet sich meist im Boden oder im Holz – der sollte aber auch einiges wissen und beachten!

Pilze haben kein Chlorophyll (Blattgrün)und sie können daher auch keinen Stoffwechsel auf Basis der Photosynthese vollziehen, wie die anderen Grünpflanzen. Sie leben daher sowohl saprophytisch (fäulnisbewohnend), parasitisch (schmarotzend), als auch in Symbiose (Lebensgemeinschaft) und beziehen auf diese Weise ihre Nährstoffe. So umgeben z.B. Pilze die Wurzelspitzen unserer Bäume und sie schließen quasi den Boden für das Wurzelwachstum auf, während der Pilz seinerseits von der Gehölzpflanze profitiert. Und so funktioniert das bestens in der Natur! Wird aber dieses natürliche System gestört, z. B. durch Verhinderung der Erhaltung und Ausbreitung von Pilzen, eben durch das übermäßige Absammeln der Sporen („Samen“) tragenden Fruchtkörper, so schaden wir den Bäumen und dem Ökosystem.

Aufgrund ihrer Bedeutung für Wachstum und Zersetzung sind Pilze eine unverzichtbare Voraussetzung für das Funktionieren der natürlichen Kreisläufe und sie werden daher bereits in verschiedenen europäischen Ländern durch Rechtvorschriften geschützt. So gibt es temporäre und lokale Sammelverbote, Mengenbegrenzungen, Erlaubnispflichtigkeit etc. Derartige direkte Restriktionen haben wir zwar in Deutschland (noch) nicht, aber in unserem Wald- und Naturschutzrecht sind sehr wohl zu beachtende Vorschriften enthalten.

Nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung sind eine ganze Reihe Pilzarten und deren Lebensräume geschützt. Das Sammeln von Steinpilz, Pfifferling, Schweinsohr, Brätling, Birkenpilz, Rotkappe und Morcheln ist nur freigegeben, „… soweit sie in geringen Mengen für den eigenen Bedarf der Natur entnommen werden.“

Frischpilze im Pilzmuseum Reinhardtsgrimma

Pilzmuseum Reinhardtsgrimma - ständig frisch gesammelte Pilze...

Von der oberen Forstbehörde wir dazu kommentiert: „Wer das Aneignungsrecht nach § 14 SächsWaldG für sich in Anspruch nimmt, d.h. wer … Waldfrüchte … sammelt, nimmt ein sonst der Rechtsordnung fremdes Sonderrecht zur Ernte auf fremden Grund und Boden in Anspruch. Das setzt voraus, dass ihm die Grenzen des Sonderrechtes bekannt sind. Eine Berufung auf irgendeine Form der Unkenntnis scheidet aus.“ Das bedeutet, wer die Pilze sammelt, ist dafür verantwortlich, dass keine geschützten Arten im Korb liegen. Das o.g. Aneignungsrecht ist Teil des Betretungsrechtes zu Erholungszwecken. Die arbeits- oder gewerbsmäßige Pilzsuche ist nicht Teil dieses Rechtes und die Aneignung ohne besondere Erlaubnis des Waldbesitzers als Diebstahl strafbar. Die nicht geschützten Pilze dürfen auch nach dem Waldrecht ohne besondere Erlaubnis des Waldbesitzers („Sammelschein“) nur für den persönlichen Bedarf entnommen werden. Das entspricht einer Menge, die eine Person bei einer Mahlzeit verspeist. Nach Meinung der Ernährungswissenschaft sind das etwa 500g Frischpilze und das höchstens einmal pro Woche, denn Pilze sind schwer verdaulich und in ihnen können sich so allerhand „ungute“ Stoffe (Gifte, Radioaktivität) akkumulieren.

Eine Information des Staatsbetriebes Sachsenforst
Fotos: Harald Weber

Das Länderspiel in voller Länge

August 05, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Sport, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Dank FRM-Regionalfernsehen können wir für alle die das Spiel nicht sehen konnten oder es sich noch einmal ansehen möchten dieses hier in voller Länge bereitstellen:

Der nächste Volleyball-Höhepunkt in Dippoldiswalde ist das 5. Internationale Dippold Volleyball-Turnier der Damen vom 8. bis 10. Oktober 2010 im Sportpark.

Jugendliche und KommunalpolitkerInnen gewinnen gemeinsam

August 04, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Jugend, Sport, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Am 05. September von 14:00- bis 16:00 Uhr findet im Sportpark Dippoldiswalde ein Zusammentreffen der besonderen Art statt: Jugendliche und KommunalpolitikerInnen der Städte Dippoldiswalde und Schmiedeberg und ihren Ortschaften treten gemeinsam in sportlichen Wettkämpfen an. Das besondere daran ist, dass die PolitikerInnen mit den Jugendlichen in gemischten Mannschaften miteinander und nicht gegeneinander spielen. Unter der Schirmherrschaft der Bürgermeister Ralf Kerndt und Volkmar Kaupert, wird der  Wettkampf um das am besten eingespielte Team in den Disziplinen Volleyball, Fußball, Tauziehen und Geschicklichkeit ausgetragen.
Dabei geht es in erster Linie nicht um einen ernsten sportlichen Wettkampf, sondern vielmehr um das gemeinsame Wetteifern. Jugendliche kommen somit locker in Kontakt mit ihren  kommunalen Entscheidungsträgern. Es wird der Grundstein dafür gelegt, dass sich Jugendliche im Alltag ganz selbstverständlich an die KommunalpolitikerInnen wenden und sich somit stärker vor Ort beteiligen können.

Interessierte Jugendliche melden sich bitte bis 30.08. bei Pro Jugend (Tel.: 03504- 61 15 43, Email: kontakt@projugendev.de oder bei der Evangelischen Jugend (Tel.: 03504- 61 13 36, Email: h.gruhlke@evju-freiberg.de an. Für Getränke und einen kleinen Imbiss wird eine Startgebühr von 1€ erhoben.

Veranstaltet wird diese Aktion in Kooperation von Pro Jugend e.V., der Evangelischen Jugend im KB Freiberg sowie dem Jugendclub Malter.

Heike Gruhlke