Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie Februar, 2014

Freie Wähler suchen noch Kandidaten

Februar 07, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Kernstadt Dippoldiswalde, Parteien in Dipps, Wahlen Kommentare deaktiviert

Wie Falk Kühn-Meisegeier, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Dippser Stadtrat, informierte, wird seine Wählergemeinschaft einen eigene Liste für die Ortschaftsratswahl in der Dippser Kernstadt aufstellen.
Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen und möchten sich bitte bei Herrn Michael Triller obertorgrill(at)gmx.de melden.

CDU Dippoldiswalde nominiert Kandidaten

Februar 07, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgermeisterwahl 2014, Parteien in Dipps, Veranstaltungen, Wahlen Kommentare deaktiviert

Wie uns Emanuel Schmidt, Vorsitzender der CDU Dippoldiswalde informierte, nominiert die Partei am Dienstag, dem 11.02.2014 um 18:30 Uhr ihre Kandidaten für die Stadtratswahl 2014. Gleichzeitig werden auch die Kandidaten für die Wahl der Ortschaftsräte benannt.
Die Veranstaltung findet in der Gaststätte Reichskrone am Dippser Niedertorplatz statt und ist öffentlich.

Über das Ergebnis wird die StattZeitung berichten.

Öffentlicher Personennahverkehr …

Februar 05, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Bildung, Freizeit und Erholung, Landespolitik, Umwelt, Veranstaltungen 2 Kommentare →

… aller 30 Minuten in jedem Dorf!

Am vergangenen Montag fand in Limbach-Oberfrohna ein Kongress zum Thema „Ländlicher Raum – Vielfalt leben” statt. Die StattZeitung folgte der Einladung der Sächsischen Staatsregierung. Mit ca. 700 Teilnehmern war die Stadthalle sehr gut besucht.

Einen Beitrag über den Kongress bzw. die damit verbundenen Aktivitäten findet man hier beim MDR (Screenshot MDR).

In den vergangenen Monaten tourte insbesondere der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer durch die sächsische Provinz und veranstaltete verschiedene Ideenbörsen. Ein Resümee dieser Veranstaltungen sowie die Vorstellungen der Ergebnisse einer Forsa-Umfrage „Was erwarten die Bewohner im ländlichen Raum?“ waren eigentlich zentrale Themen des Kongresses.

Zu den Höhepunkten avancierten jedoch zwei Gastredner: (weiterlesen…)

Augenwischerei!

Februar 04, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Aus dem Rathaus, Energieversorgung, StattVerwaltung/ StattRat 1 Kommentar →

Im Dezember fragte die StattZeitung das Rathaus, warum man sich in Dippoldiswalde bisher hartnäckig verweigert, über Energieeinsparung, Natur- und Umweltschutz nachzudenken. Beispielgebend verwiesen wir auf den Landkreis (*.pdf, 3,7 MB) und die Stadt Pirna, die beide bereits über ein vorzeigbares Klimaschutzkonzept verfügen.

Als Antwort ließ uns Kämmerin Astrid Hamann wissen, dass die Stadt Dippoldiswalde schon über Energieeinsparung, Natur- und Umweltschutz nachdenken würde. Als Argument wurde der kontinuierliche Aufbau eines Energiemanagements angeführt, das gerade im eigenen Hause bzw. in den städtischen Einrichtungen anfängt, letztendlich aber in einem gemeindeübergreifenden Klimaschutzkonzept gipfeln soll.

Man hätte bereits „in einem ersten Schritt eine sogenannte Initialberatung genutzt, um sich eine Datengrundlage für alle kommunalen Abnahmestellen (Gebäude und öffentliche Beleuchtung) zu erarbeiten.“
Zudem hätte man mit der SAENA (Anm.d.Red.: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH) eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um einen Mitarbeiter zum Kommunalen Energiemanager auszubilden. Unter Hinzuziehung „unserer Energieberaterin“ sowie eines Fachbüros wären zahlreiche Maßnahmenpläne erarbeitet worden.

Der kommunale Energieberater wird mit Unterstützung der Leitungsebene zukünftig dafür Sorge tragen, dass dieser Weg fortgesetzt wird. Die Anfertigung regelmäßiger Energieberichte soll den Weg fördern.
Im Weiteren wurde eine Teilnahme am European Energy Award in Erwägung gezogen. Dazu gab es Gespräche mit der SAENA und der Stadt Heidenau bzw. deren GmbH, den Technischen Diensten Heidenau.
Derzeit wird eine Energieleitlinie erarbeitet.

Schöne Worte – ohne viel Inhalt. Während andere sächsische Gemeinden, ja selbst der US-Bundesstaat Kalifornien darüber nachdenken, wie man bis 2020, 2030 oder 2050 komplett energieautark sein kann, plant man in Dipps mithilfe von Fördergeldern, wer am Ende das Licht ausmacht.

Während jeder vernünftige Mensch das Licht löscht bevor er aus dem Hause geht, während stromfressende Glühlampen kaum noch in den Haushalten zu finden sind, redet man in Dipps über das „Energiesparkonzept“. Was dies konkret bedeutet, findet man in einem Schreiben vom Rathaus aus dem letzten Jahr. Lampen austauschen und Licht dimmen, wenn es in den nächtlichen Stunden vielleicht nicht gebraucht wird.

Leider scheint Oberbürgermeister Ralf Kerndt in Sachen Energiepolitik etwas überfordert zu sein. Dies greift dummerweise aber auch auf die Angestellten im Rathaus über, die bei einer Veranstaltung des Energietisches Altenberg in die Runde fragten, ob für dieses Thema nicht eigentlich die großen Versorger zuständig sein sollten. Hier ist noch viel Geld notwendig, um die Mitarbeiter zum Kommunalen Energiemanager auszubilden.

In unserem Landkreis werden pro Jahr 775 Mio Euro für Strom, Heizöl/-gas und Benzin ausgegeben. Zieht man hiervon die regionale Sonnenenergie, die Einnahmen der Windkraft und die Biogas-Energie ab, verlassen immerhin noch 665 Mio Euro unseren Landkreis. Dies sind 2.600 Euro pro Einwohner und Jahr!
Wäre es bei Kenntnis dieser Zahlen nicht wichtig, Energie vor Ort – also auch in Dippoldiswalde/ Schmiedeberg – zu erzeugen und ohne teure Transportgebühren den Einwohnern zur Verfügung zu stellen? Was dies zusätzlich für Umsatz- und Gewerbesteuer bringen würde? Und die Beschäftigten bei diesen Unternehmen zahlen ihre Einkommenssteuer ja auch hier vor Ort!

Das Miteinander von Bioenergie, Photovoltaik, Wasser- und Windkraft, oberflächennahe Geo oder Solarthermie,
* die Wertschöpfung aus diesen Energieen,
* eine neue Mobilität (Fuß- und Radwege),
* die Schaffung neuer Strukturen bei der Energieverteilung,
* die Erhöhung der Lebensqualität in unserer Region (auch aufgrund der zusätzlichen Einnahmen bzw. durch eingesparte Kosten),
* die Motivation bei der Einbeziehung von Akteuren aus Bevölkerung, Unternehmen und Politik,
* der Abbau und die Entschärfung von Konflikten bei Biogas- und Windkraftwerken,
* eine neue Qualität von Wissenstransfer und Qualifizierung (auch für Mitarbeiter der Stadtverwaltung),
all dies hätte unser Bürgermeister als agierender Kreisrat wissen können und beachten müssen. Leider träumen wir aber mal wieder hinterher.