Stadtverwaltung entdeckt Fremdwörter
Eigentlich ist die öffentliche Verwaltung dazu angehalten, einfach und verständlich mit ihren Bürgern zu kommunizieren. Die Probleme mit dem Amtsdeutsch dürfte jeder schon einmal gehabt haben, der sich schriftlich mit Behörden zu Sachthemen auseinandergesetzt hat.
In vielen Rathäusern gibt es deshalb bereits Arbeitsgruppen oder Dienstanweisungen, wie man das Amtsdeutsch noch verständlicher gestalten kann. In Dippoldiswalde hingegen wurde anscheinend gerade ein altgriechisches Fremdwörterbuch auf dem Dachboden gefunden. Jeder zweiten Beschlussvorlage zum Stadtrat legt die Verwaltung neuerdings eine „Synopse“ bei. Aber, bevor jemand nun angeekelt ausruft, dass solche Sauereien bei uns nicht auf den Tisch kommen: Synopsen sind einfach nur Gegenüberstellungen von vergleichbaren Inhalten verschiedenen Dokumente – also Übersichten, Vergleiche oder eben Gegenüberstellungen.
Viele Leute nutzen Fremdwörter, um sich wichtiger zu geben als sie tatsächlich sind (Anwälte, Politiker, Ärzte, …). Intelligente Mitmenschen hingegen sprechen einfach, klar und verständlich.
Te hominem esse memento
Ihre Dippoldine















