Dippser StattZeitung

Zentralo(h)rgan für Dippoldiswalde und die Region – Informationen von unten
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Stadtratssitzung wurde verschoben

Oktober 29, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, StattVerwaltung/ StattRat 2 Kommentare →

Wer in diesen Stunden/ Tagen auf die Einladung zur Stadtratssitzung am 3. November und die Tagesordnung und Beschlussvorlagen wartet, muss leider enttäuscht werden. Nach Auskunft von Hauptamtsleiterin Irena Hoffmann hatte der Bürgermeister „gute Gründe“, die Sitzung um eine Woche auf den 10. November zu verschieben.

Diese Terminverschiebung wäre mit den Stadträten auch abgestimmt worden und rechtlich auch nicht zu beanstanden. Hintergrund der Anfrage der StattZeitung: Viele Bürger sind an den festen Termin für die Ratssitzungen – 1. Mittwoch im Monat – gewöhnt. Zweitens: Die Termine wurden im Juni per Beschluss (058/2010) festgelegt. Darf ein vorhandener Beschluss einfach inhaltlich verändert werden?

Welche guten Gründe der Bürgermeister hat, darüber kann nur spekuliert werden. Mit großer Gespanntheit wartet man in Ulberndorf auf die längst überfällige Antwort aus dem Rathaus, was die Straßenausbaugebühren anbelangt. Die StattZeitung berichtete hierüber schon öfter. Eigentlich wäre das Rathaus verpflichtet gewesen, eine Antwort innerhalb von 6 Wochen zu geben. Ohne sichtbare persönliche Emotionen verkündete Oberbürgermeister Ralf Kerndt in der letzten Ratssitzung, dass er sich freue, die Antwort nun doch innerhalb von 6 Monaten geben zu können.

Übrigens sind die Ulberndorfer nicht die Einzigen, die auf eine Antwort aus dem Rathaus warten. Bei verschiedenen Gesprächen im Stadtgebiet trifft man immer wieder auf unzufriedene Bürger, die sich nicht wahrgenommen fühlen. Und selbst Stadträte werden hingehalten. So wollte beispielsweise die CDU-Fraktion gern ein Personalkonzept aus dem Rathaus. Dieses sollte es eigentlich seit Bestehen dieser Institution geben, übernimmt man doch die Interessenvertretung der Bürger einer Stadt und lässt sich eben durch dieser Bürger bezahlen. Im September sollte das Personalkonzept vorgelegt werden. “Bis Ende des Jahres” lautete hier nun die eigene Terminvorgabe des Bürgermeisters. Auch zum Gewerbegebiet Reinholdshain wollte die CDU gern Details bis September wissen. Ob den Fragestellern die Antwort des Bürgermeisters, der Bebauungsplan sei in Vorbereitung, reicht?
Und auch Stadtrat Sten Scannewin aus Ulberndorf (Unabhängige Bürger) erhielt seit längerem keine Antwort auf seine Anfrage, ob denn die Stadtbeleuchtung am Wochenende vielleicht länger angeschaltet bleiben könnte.

Gespräch zwischen St. Laurentius und Mutter Maria

September 18, 2010 Von: Karl-Heinz Sobierajski Kategorie: Historisches, Kunst/Kultur, Personalien, Tourismus Kommentare deaktiviert

Ich stehe in Dippoldiswalde auf dem Markt, unmittelbar vor dem Rathaus und tief versunken in die Betrachtung der wunderbaren Architektur.Ich freue mich darüber, dass alles so schön und gepflegt aussieht. Doch plötzlich, ich kann es kaum glauben, höre ich doch, wie jemand über mir sagt:

„Mutter Maria, schau mal nach unten, ich glaube, der Mann betrachtet uns. Hoffentlich sieht er uns nicht so genau an, denn ich schäme mich meines arg verschlissenen Gewandes und meines etwas verunstalteten Gesichtes wegen.“

St. Laurentius Mutter Maria

Ich schaue genau hin und sehe auf der einen Ecke des Rathausgiebels den St. Laurentius und auf der gegenüber befindlichen Ecke die Mutter Maria, welche zu Laurentius hinüber sieht und sagt: „Ach St. Laurentius, mir geht es doch nicht viel besser! Bei allen Heiligen, eine kleine Auffrischung unserer Gewänder und etwas Pflege für Hände und Gesicht, insbesondere auch für mein Kind könnte ich schon vertragen.“ „Ja, wir haben es bestimmt nicht leicht, auf der einen Seite sollen wir als Schutzheilige für die Stadt Dippoldiswalde da sein, aber wie es uns geht, das kümmert die Stadtväter gar nicht.“ „Ach St. Laurentius, tröste Dich, schau doch mal zum ehemaligen Bergamt hinüber, da sieht es doch auch nicht besser aus.“ „Du hast recht, Mutter Maria, den auferstandenen Christus über dem Torbogen kann man auch nur noch ahnen. Na und das Wappenschild auf der rechten Seite ist ganz leer. Ich glaube, da war früher mal Schlegel und Eisen als Zeichen für den Bergbau drin. Das frühere Wappen von Dippoldiswalde auf der anderen Seite ist ja noch erkennbar. Aber schau Dir mal die beiden Herren, Kurfürst Johann Friedrich und Herzog Heinrich an.“ „Das stimmt, die beiden sind auch nicht mehr sicher auf ihrem Platz. Die Torsäulen haben ja kaum noch Bindung mit dem Mauerwerk.“ „Also ich würde sagen, den beiden geht es noch schlechter als uns. Wir haben ja wenigstens immer noch einen einigermaßen sicheren Standort.“ „Trotzdem, wenn die Stadt so großen Wert auf die historische Bedeutung bestimmter Bauwerke legt, und das haben sie ja dokumentiert durch das Anbringen von kleinen Glastafeln, wie ich gesehen habe.“ „Ja, das stimmt, bei uns am Rathaus ist auch so eine Tafel und am Maltitzschen Bergamt auch.“ “ Auf den Tafeln wird auf die Bedeutung der Gebäude hingewiesen. Aber man kann doch nicht mit diesen Glastafeln und den darauf befindlichen Erklärungen allein etwas für den Erhalt der historischen Gebäude tun. Da muss schon mal was passieren, damit diese Häuser auch weiterhin schön und beachtenswert bleiben.“ “ Ob die Ratsherren und -Damen sich ihrer großen Verantwortung bewusst sind?“ „Ich denke schon, denn schließlich stehen ja einige dieser Häuser im Stadtkern unter Denkmalschutz.“ Nachdem ich mir diese Unterhaltung angehört habe, bin ich natürlich erst recht neugierig und betrachte die Bauwerke rund um den Markt besonders aufmerksam. Ich finde eigentlich die Worte der Beiden bestätigt. Sowohl Mutter Maria und St. Laurentius als auch das Rundbogenportal aus der Renaissance am Maltitzschen Bergamt zeigen erhebliche Schäden, die eigentlich schnellstens beseitigt werden sollten, um Schlimmeres zu verhüten. Aber auch der Torbogen zwischen Rathaus und Apotheke, der ursprünglich am Schulzschen Haus gewesen war, dem heutigen Polizeirevier, wurde mit Sicherheit nicht gerade fachmännisch versetzt. Zumindest war er vor seinem Einbau nicht ordentlich restauriert worden.

Diese Unterhaltung zwischen Mutter Maria und St. Laurentius sollte dem Rat der Stadt zu denken geben. Mir persönlich hat sie die Augen geöffnet für das, was in unserer Stadt unbedingt erhaltenswert ist.

Mitgehört und aufgeschrieben von
Karl-Heinz Sobierajski

Es geht bergauf!

August 31, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Allgemein, Dippolds Info, StattVerwaltung/ StattRat 1 Kommentar →

Am heutigen Tag waren es genau 25.000 Besucher, die seit Dezember 2009 auf die Seite der StattZeitung Dippoldiswalde/ Dippolds.Info gesurft sind. Zirka 3.000 – 5.000 Zugriffe pro Monat sind bei einer Stadt mit lediglich 10.000 Einwohnern durchaus ein gutes Ergebnis. Dazu kommen noch einmal über 2.000 automatisierte Abfragen per RSS-feed.

Den Erfolg der StattZeitung erkennen inzwischen auch die Gewerbetreibenden der Region, die Anfragen auf eine Verlinkung nehmen in letzter Zeit deutlich zu.

Stand: 31. August 2010

Wir möchten aber gern mehr!
Bisher fehlen eigene Beiträge der Stadtverwaltung einschließlich Bürgermeister komplett. Es kann doch einfach nicht wahr sein, dass aus dem Rathaus nichts in eigener Regie berichtet werden möchte? Auf Nachfrage teilte uns dazu Oberbürgermeister Ralf Kerndt mit, dass neben den Amtlichen Bekanntmachungen tatsächlich keine weitere Medienarbeit im Rathaus stattfindet; weder durch den Rathauschef, noch durch die verschiedenen Ämter. Aber vielleicht ändert sich diese Einstellung einmal.

Leider fehlen uns und unseren Lesern auch Informationen der Stadträte. Wir hätten uns schon gern gewünscht, dass hier der eine oder andere die Gelegenheit nutzt, über seine Arbeit zu berichten, mit den Wählern bewusst und aktiv in Kontakt zu treten.

Und letztendlich hoffen wir, dass es auch aus den Ortsteilen und Vereinen und Verbänden noch mehr zu berichten gibt. Klar gibt es in Reichstädt eine eigene Zeitung, gibt es in Oberhäslich ein Gemeinschaftshaus mit Treffmöglichkeit, hat auch Seifersdorf eine eigene Internetpräsenz – aber es gibt auch genügend Themen und Probleme, die man einfacher lösen könnte, wenn man dies gemeinsam versucht, wenn man sich untereinander austauscht. Dies kann und will die StattZeitung gern unterstützen.

Wir wissen aber auch, dass wir manchem Entscheidungsträger ein Dorn im Auge sind, weil wir informieren und manchmal auch nachfragen. Dass dies aber notwendig ist, dass sich Bürger gern über ihre Stadt informieren und mit ihrer Stadt identifizieren, zeigen die Zugriffszahlen doch sehr deutlich.

Und daher müssen wir leider mitteilen, dass wir gern auch mal der Stachel im Hintern der Verantwortlichen sind. Wir freuen uns trotzdem auch weiterhin über kritische Stimmen und Anregungen, noch mehr aber über Leute, die helfen, dass wir noch vielseitiger werden.

Entwurf des Flächennutzungsplanes wird ausgelegt

Juli 29, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: StattVerwaltung/ StattRat, Umwelt Kommentare deaktiviert

Vom 10. August bis einschließlich 10. September dieses Jahres liegen im Bauamt (Rathaus Zimmer 301 und 302 zu den üblichen Öffnungszeiten:

Montag: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Dienstag: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Mittwoch 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Donnerstag: 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag: 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

der Entwurf des Flächennutzungsplanes in der Fassung vom 14.07.2010 und der Umweltbericht öffentlich aus.

Während der öffentlichen Auslegung können dort Anregungen zum Entwurf des Flächennutzungsplanes, sowie zum Umweltbericht vorgetragen werden. Es besteht auch die Möglichkeit der Erörterung.

Unsere Grundschule in Reichstädt: Miserable Zustände in der Turnhalle und auf dem Sportplatz angemahnt!

Juni 28, 2010 Von: Ulf Geißer Kategorie: Allgemein, Jugend, Schulen, Sport, StattVerwaltung/ StattRat 1 Kommentar →

Zwar hat dieser Termin schon vor zwei Wochen stattgefunden aber diese verspätete Information ist (leider) nicht minder brandaktuell aufgrund der derzeitigen und schon seit Jahren allen Beteiligten offenkundigen schlechten baulichen Zustände der Sportanlagen in der Turnhalle und auf dem Sportplatz an unserer Reichstädter Grundschule.

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Auf intensives Betreiben des Schulelternrates hin und durch die erklärte Bereitschaft des Oberbürgermeisters Herrn Kerndt bei seinem letzten Besuch der Reichstädter Ortschaftsratssitzung Anfang Mai kam es am Montag, dem 14.Juni 2010 nach Jahren nun endlich wieder mal zu einem offiziellen Treffen vor Ort mit Vertretern der Stadtverwaltung in Ihrer Eigenschaft als Schulträger unserer Grundschule, mit dem hiesigen Ortschaftsrat, mehreren Mitgliedern des Stadtrates, der Schul- und Hortleitung sowie dem einladenden Schulelternrat. Sogar zwei interessierte Reichstädter Anwohner fanden den Weg zu uns und nahmen sich die Zeit für eine Teilnahme an dieser offenen Runde.

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Bei schönstem frühsommerlichen Wetter besprach man als Erstes direkt auf dem Platz die desolaten baulichen Widrigkeiten, welche sogar schon bei „normalem“ Regenwetter in schöner Regelmäßigkeit auftreten. Wie sicher viele Anwohner wissen werden existiert unter der Oberfläche keine funktionierende aber anderseits absolut notwendige Entwässerung und das ist zum Beispiel ein Grund dafür weswegen in vielen Bereichen dieser schulischen Außenanlage schon seit Jahren keine intakte Grasnarbe mehr existiert und eben schon das üblich anfallende Regenwasser nicht ablaufen kann!

Einigen Eltern von Grundschülern ist bestimmt noch in Erinnerung dass es schon vor paar Jahren mehr oder weniger ernsthafte und realisierbare Bemühungen von den Beteiligten gab diesen unbefriedigenden Zustand mittelfristig zu verbessern. Jedoch scheiterte es schon damals am knappen finanziellen Budget wobei man auch bedenken muß dass im Vordergrund der noch wichtigere Schulhausanbau zur Kapazitätserweiterung stand.
Nachdem dieser Engpass für die erfolgreiche Ganztagsbetreuung unserer Grundschüler letztes Jahr umfänglich behoben werden konnte wollen wir als Nächstes gemeinsam mit allen Beteiligten trotz der noch ungünstigeren finanziellen Voraussetzungen dieses wichtige Thema mit allen gegebenen Möglichkeiten anpacken!
Die Teilnehmer verlegten dann das Gespräch in die ebenfalls für Jedermann offensichtlich mangelhafte Schulturnhalle wo nunmehr durch die Schulleiterin Frau Richter und ihres Vertreters Herrn Lehnert, beide gleichzeitig auch Sportlehrer, sehr anschaulich die baulichen wie auch schul(sport)technischen Probleme bis hin zu mittlerweile eklatanten Unfallgefahren für die Nutzer dieser Einrichtung allen Anwesenden erläutert werden konnten.

Erläuterungen der Schulleitung in der unfallträchtigen, engen und maroden Turnhalle

Hier warten die in jeder Hinsicht größten „Brocken“ auf uns und dabei kommen noch die heutzutage völlig unzureichenden örtlichen und nicht mehr zeitgemäßen Platzverhältnisse in der Turnhalle selbst wie auch in den meisten Funktionsräumen dazu! Auch die fehlende Möglichkeit einer ausreichenden Belüftung gerade während der Sportstunden macht sich ständig negativ für’s Wohlbefinden der Kinder bemerkbar.

Wir vereinbarten mit der anwesenden Verwaltungsspitze der Stadt dass wir als nächsten Schritt eine fachlich fundierte Bestandsaufnahme zum Zustand der beiden Schulbereiche angehen wollen um zu realistischen Aussagen bezüglich notwendiger finanzieller Mittel zu gelangen. Weiterhin soll die anstehende Ferienzeit auch für eine interne Bestandsaufnahme des Schulträgers genutzt werden was derzeit mit eigenen Möglichkeiten an Technik sowie an Sach- und Eigenmitteln, vor allem auch für kurzfristige sinnvolle Maßnahmen, bereit stünde.

Erfreulicherweise schlug Herr Kerndt selbst vor dass schon zu Beginn des neuen Schuljahres, also Mitte/Ende August, wieder ein neuer Termin hier vor Ort mit allen Interessierten und den Beteiligten stattfinden soll um dann die weiteren möglichen Schritte abzusprechen.

Fazit: Ohne nun in Euphorie auszubrechen wünschen wir uns als engagierter Schulelternrat vor Ort dass die Verantwortlichen in Verwaltung und Grundschule im Sinne unserer Grundschüler gemeinsam realisierbare, sinnvolle und zumindest mittelfristig umsetzbare Lösungen erarbeiten damit vielleicht schon im übernächsten Schuljahr diese beiden sehr wichtigen Bereiche als Ort der sportlichen Aktivitäten zumindest teilweise in einem spürbar besseren Zustand versetzt werden können! Das große und auch unbedingt notwendige Ziel bleibt natürlich ein völlig zeitgemäßer, den Anforderungen an den sächsischen Bildungsplan entsprechender Standard für gefahrloses Betätigen bei Sport, Spiel und in der Freizeit für unsere Kinder ohne den seit Jahren bekannten gravierenden Mängeln drinnen wie draußen!

Wir werden dieses Thema weiter verfolgen und an dieser Stelle zum aktuellen Stand wieder informieren.

Ulf Geißer, Stellvertreter des Schulelternrates an der Grundschule Reichstädt