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StattZeitung missfällt dem Stadtrat

Dezember 08, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Dippolds Info, StattVerwaltung/ StattRat

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

In den letzten Tagen erreichten uns verstärkt Nachfragen, warum auf der Homepage von Dippoldiswalde der Link zur StattZeitung verschwunden ist. Da weniger als 1 % unserer Leser diesen Weg zu uns nutzen, hatten wir diesem Vorgang wenig Bedeutung beigemessen, wenn nicht doch die direkten Fragen an uns gekommen wären.

Und so setzten wir uns mit den Verantwortlichen im Rathaus in Verbindung und erfuhren von der Hauptamtsleiterin Irena Hoffmann, dass der Stadtrat die Verwaltung beauftragt hätte, diese Weiterleitung zu entfernen – und zwar im nichtöffentlichen Teil der letzten Ratssitzung.

Wir empfinden diese Entscheidung als sehr traurigen Schritt, zumal bisher kein „Volksvertreter“ den Dialog diesbezüglich mit uns suchte. Aus diesem Grund werden wir die Räte auch um ihre Stellungnahme sowie um eine kurze Begründung bitten.

Wir sehen diesen Schritt eher als Ansporn, legen wir vielleicht doch mit unseren Artikeln immer mal wieder den Finger in die Wunde. Und selbstverständlich werden Sie von der Seite der StattZeitung auch immer einen Link zur Homepage unserer Heimatstadt finden.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

Mohandas Karamchand Gandhi

Mahatma Gandhi

6 Kommentare to “ StattZeitung missfällt dem Stadtrat ”

  1. # 1 Ulf Geißer schreibt:
    Dezember 8th, 2010 at 21:10

    Die Macher dieser Seite wissen genau, dass unsere Beiträge nicht nur von ‘gleichgesinnten’ Mitbürgern gelesen werden, sondern natürlich auch von den Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung, sicher auch von den meisten gewählten Stadträten und nicht zu vergessen auch von den Mitarbeitern der SZ….
    Das ist einerseits Ansporn für uns weiterhin gut recherchierte Hintergrundinformationen für die Leser der StattZeitung zu bieten. Anderseits zeigt uns die nichtöffentliche Forderung einiger Stadträte, den Link zu dippolds.info von der Dippser Homepage zu verbannen vor Allem zwei Dinge: Zum Einen, diejenigen gewählten Bürgervertreter, die meinen, mit dieser willkürlichen ‘Anordnung’ des Entfernens von der Stadtseite uns beeindrucken und in unserer unabhängigen Berichterstattung behindern zu wollen werden 100% das Gegenteil erreichen. Wir sehen genau, von welcher Verlinkung unsere ‘neuen’ Leser zu uns stoßen. Die wenigsten externen ‘Klicks’ zu uns kommen von dippoldiswalde.de, so wie das Herr Frey schon richtig anmerkte. Man fühlt sich an längst vergangen geglaubte (DDR-)Zeiten erinnert, wenn manche ‘hohen’ Leute entscheiden wollen unsere Meinungs- und Pressefreiheit mit solch sinnlosem und auch sehr primitivem und kurzsichtigem Aktionismus einschränken zu können!!
    Es sei nochmals daran erinnert: Die Forderung der Link-Entfernung kommt aus unserem eigenen von den Dippser Bürgern gewähltem Stadtrat!! Und es wurde bei vielleicht auch berechtigtem Anlass zur Kritik kein einziger Versuch unternommen mal VORHER mit uns das Gespräch zu suchen. Nein, es wurde lieber ganz feige die BASTA-Methode gewählt…
    Sicher ist aber auch, dass wir im eigenen und im Bürgerinteresse diesen Versuch von einigen öffentlichkeitsscheuen Stadträten, uns unsinnigerweise behindern zu wollen, konsequent nachgehen werden und dazu auch die Öffentlichkeitswirkung im Rücken haben. Es sollte für uns kein Problem sein, diese Leute, die sowas bei der Stadtverwaltung durchdrücken, auch klar beim Namen zu benennen! Sicher, bei weniger als 1% der Leser, die uns nunmehr ‘durch die Lappen gehen’, sollten wir eigentlich über den Dingen stehen und drüber hinwegsehen…. es ist aber eine Prinzipfrage und diese Forderung kam auch nicht von Irgendwem…
    Es bleibt spannend.

  2. # 2 Heiko Frey schreibt:
    Dezember 8th, 2010 at 22:50

    Lese-Tipp:
    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/07/kriegsgerat-serverplatz/

    Danke an den
    http://www.lumperladen.de/

  3. # 3 Uwe Glöß schreibt:
    Dezember 9th, 2010 at 11:34

    Wenn man seine eigene Öffentlichkeitsarbeit machen würde, dann brauchten solche Themen nicht diskutiert werden. So was nennt man Kindergarten. Jeder der sich scheut und versteckt, hat Dreck am Stecken. Also ist es wichtig genau hier weiter zu machen. Letzten´s stand hier erst ein Bericht über Kritik. Vielleicht sollten sie ihn noch mal lesen.

  4. # 4 Bernd Rothe schreibt:
    Dezember 9th, 2010 at 11:45

    Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist,
    für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.
    (Kurt Tucholsky)

  5. # 5 Bürger schreibt:
    Dezember 9th, 2010 at 14:51

    Was ist die Motivation einen Link auf der Stadteigenen Homepage entfernen zu lassen und dies im nichtöffentlichen Teil einer Stadtratssitzung zu beschließen.
    Entweder will man nichts mit den “Verlinkten” zu tun haben oder man will seine Leser nicht auf den “Anderen” hinweisen und ihn nicht mit den Inhalten konfrontieren.
    Selbstschutz? Bürgerschutz? Angst? Feindseligkeit?
    Mir ist es nicht klar. Das die ganze Sache anonym ohne vorherige Erklärung im Schatten der Nichtöffentlichkeit vonstatten ging ist mir ehrlich suspekt und trübt arg das Bild einer bürgernahen Politik.
    Wenn es triftige Gründe gibt so würde ich mich freuen von offizieller Seite ein Statement dazu zu hören.

  6. # 6 Heiko Frey schreibt:
    Dezember 9th, 2010 at 17:38

    Nachtrag zum Artikel:

    Folgende Fragen haben wir an verschiedene Personen/ Parteien aus dem Stadtrat sowie den Oberbürgermeister gerichtet. Über die Antworten informieren wir voraussichtlich Ende nächster Woche:

    * Haben Sie persönlich/ Ihre Partei die Beauftragung der Verwaltung, den Link zur StattZeitung auf der Internetseite von Dippoldiswalde zu entfernen, unterstützt?
    * Weshalb wurde die Entfernung der Verlinkung gefordert?
    * Mit welcher Begründung fand die Diskussion über ein Engagement Dippser Bürger im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung statt? Aus welchem Grund wurde nicht direkt der Dialog mit der StattZeitung gesucht?
    * Mit einem Verweis auf Stuttgart 21 oder die Bürgerinitiative Ulberndorf: Glauben Sie, dass insbesondere in Dippoldiswalde eine bürgernahe und transparente Kommunalpolitik betrieben wird?
    Wenn „Ja“:, wie begründen Sie diese Einschätzung,
    wenn „Nein“: wie ist dieser Missstand zu korrigieren?

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