Artikel der Kategorie ‘Neues aus Dippoldseggersbach’
Nicht öffentlich, nein! Nur individuell, persönlich!
Das wäre ja auch noch schöner, dass jeder lesen kann, welche Antworten ein Bundestagsabgeordneter seinen Wählern gibt. Und auch seinen Nichtwählern. Und es es geht nicht darum den Fragesteller zu schützen, nein, dieser will eigentlich eine öffentliche Antwort. Und nun bekommt er gar keine. Oder eine ganz, ganz, ganz individuelle. Ganz unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Genau!
Ich zitiere:
… bei Anfragen, die mich direkt und in individualisierter Form erreichen, kann ich dem Absender direkt antworten und die Antwort wird nur ihm persönlich ersichtlich. Bei einem Forum wie www.abgeordnetenwatch.de ist dies – in der Natur der Sache begründet – anders. Das Ziel ist es, eine Antwort an eine Individualperson einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Auch wenn ich in der Vergangenheit an diesem Forum teilgenommen habe, so habe ich mich nach intensiver Diskussion dazu entschieden, Anfragen die mich über das Portal www.abgeordnetenwatch.de erreichen, grundsätzlich nicht mehr zu beantworten.
Jeder Bürger kann mit mir gerne in vielfältiger Weise auf direktem Weg in Verbindung treten. Die postalische Anschrift und E-Mail-Adresse, Fax- oder Telefon-Nummer sind leicht recherchierbar. In regelmäßigen Abständen führe ich Bürgersprechstunden in meinen Wahlkreisbüros in Pirna, Dippoldiswalde und Freital durch, zu denen man sich als interessierter Bürger gerne anmelden kann. Außerdem gebietet es schon das Gesetz der Höflichkeit, dass ich genausoviel über Ihre Kontaktdaten wissen sollte, wie Sie von mir wissen. Insofern bitte ich Sie um Angabe von Anschrift und Telefonnumer damit ich Ihnen eine individuelle Antwort zu kommen lassen bzw. aus Gründen der Arbeitseffizienz direkt mit Ihnen telefonisch in Kontakt treten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Klaus Brähmig, MdB
Und ob der Fragesteller, also der Antworterhalter eine Geheimhaltungsverpflichtung ob der individuellen, persönlichen Antwort abgeben muss, das weiß ich wirklich nicht, aber zuzutrauen wär’s wohl dem so öffentlichkeitsscheuen Bundestagsabgeordneten.
Und er meint es ernst. Bitter ernst. Selbst auf folgende Frage eines Journalisten vom 25.3.2010 gab es bis heute keine Antwort:
Sehr geehrter Herr Brähmig,
bei Anfragen, die Sie direkt und in individualisierter Form erreichen, können Sie dem Absender direkt antworten und die Antwort wird nur ihm persönlich ersichtlich. Bei einem Forum wie www.abgeordnetenwatch.de ist dies – in der Natur der Sache begründet – anders. Das Ziel ist es, eine Antwort an eine Individualperson einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Auch wenn Sie in der Vergangenheit an diesem Forum teilgenommen haben, so haben Sie sich nach intensiver Diskussion dazu entschieden, Anfragen die Sie über das Portal www.abgeordnetenwatch.de erreichen, grundsätzlich nicht mehr zu beantworten.
Jeder Bürger kann Ihnen mir gerne in vielfältiger Weise auf direktem Weg in Verbindung treten. Die postalische Anschrift und E-Mail-Adresse, Fax- oder Telefon-Nummer sind nicht so leicht recherchierbar wie ihr Profil auf dieser Seite. In regelmäßigen Abständen führen Sie Bürgersprechstunden in Ihrem Wahlkreisbüros in Pirna, Dippoldiswalde und Freital durch, zu denen man sich als interessierter Bürger gerne anmelden kann. Eine Vorabauswahl der Gesprächspartner ist meiner Einschätzung nach jedoch nicht wirklich bürgernah, weil so kritische Fragstellungen umgangen werden können. Außerdem gebietet es schon das Gesetz der Höflichkeit, dass Sie genauso viele Antworten geben sollten, wie ein Großteil Ihrer Kollegen.
Insofern bitten wir Sie um Angabe von besseren Gründen, wieso Sie sich den direkten Fragen interessierter Bürger nicht mehr stellen.
Anschrift und Telefonnummer sind im online -Zeitalter überflüssig, damit Sie den Fragestellern eine individuelle Antwort zu kommen lassen bzw. aus Gründen der Arbeitseffizienz direkt mit Ihnen in Kontakt treten können. Der Moderatorenkodex auf diesen Seiten schütz Sie ausreichend vor den befürchteten Belästigigungen, was ihre teilnehmenden Kollegen bestätigen werden.Mit freundlichen Grüßen
Freier Journalist
Und hier lasse ich nochmals unseren Bundestagsabgeordneten zu Wort kommen, also ich zitiere seine eigene Webseite:
Mein Ziel ist es, Sie umfassend über den Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten zu informieren und ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Durchblättern dieser Seiten. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas Interessantes mit dabei!
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail oder nehmen Sie mit meinen Mitarbeitern in Pirna, Freital oder Berlin Kontakt auf.
Und da scheint er auf seiner eigenen Homepage folgenden Satz vergessen zu haben:
Eine öffentliche Antwort auf Fragen im Portal www.abgeordnetenwatch.de gebe ich nicht mehr.
das meint Ihre Dippoldine
Die Pilze wachsen…
Ja, die Witterung tut alles, dass sich ein gutes Pilzwachstum einstellen könnte. Viele parkende Autos an den Waldrändern, lassen vermuten, dass die Pilzsaison längst begonnen hat.
Nur gut, dass der Staatsbetrieb Sachsenforst im untenstehenden Beitrag allzu sammelwütige Pilzsucher einbremst, damit das Ökosystem Natur nicht geschädigt wird. Sicher ist beim Pilzesammeln einiges zu beachten, Pilzberater geben darüber gerne Auskunft. Auf geführten Pilzwanderungen kann sich jeder informieren.
Nicht auszudenken wäre die Kontrolle der Umsetzung des Sächsischen Waldgesetzes! Überall sind Angestellte der Forstverwaltung an den Waldrändern postiert, der Pilzsucher muss den Pilzkorb kontrollieren lassen, ob geschützte Pilze dabei sind und je Pilzsucher darf die Höchstmenge von 500 g je Woche nicht überschritten werden, also Waage (geeicht!) und Sammelheft mitbringen!!? – Um unberechtigte Sammler auszuschließen muss dann noch der Wald eingezäunt werden und Name und Anschrift des Waldbesitzers gut sichtbar angebracht werden…
Also liebe Leute, was sollen diese Erklärungen, der Wald dient der Erholung!!
Schon vor langen Zeiten der Jäger und Sammler wurden Pilze gesammelt, gegessen und konserviert, um auch im Winter nicht auf Pilze verzichten zu müssen. Auch heute darf das Hobby „Pilzsuche“ für Jedermann möglich sein, ohne das Ökogleichgewicht zu stören. Da dürften wohl andere Faktoren Einfluss nehmen!
Auch so, Guten Appetit!
wünscht Ihre Dippoldine
Zerschlagung der Kleinbahnen
Also am Sonntag im Juli war doch wieder mal eine fast 100-jährige in Dipps, die alte 4K der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn. Und ich verstehe nicht, wie da die Leute überall an der Strecke stehen und dieses Ungetüm fotografieren und sogar damit mitfahren. Da wird doch tatsächlich unter dem Deckmantel eines historischen Sonderzuges eine Umweltverschmutzung gigantischen Ausmaßes verdeckt. Es qualmt und rußt da aus der Esse, Wasserdampf überall, fossile Brennstoffe schleudern Kohlendioxyd in die Atmosphäre und, igitt igitt, da tropft auch noch Öl auf die Gleise. Da wird doch wieder die Natur dem blanken Kommerz geopfert.
Außerdem mußte ich feststellen, das die Wagen, anders als unsere supermodernen ICE Züge, nicht einmal eine Klimaanlage besitzen. Also wo leben wir denn. Wird es nicht Zeit, liebe Politiker, dem ein Ende zu verschaffen? Verkürzt doch einfach die Mittel für den Erhalt solcher historischen Kleinbahnen, versucht zu verhindern, daß vielleicht sogar die Kleinbahnstrecke von Dipps bis Kipsdorf wieder aufgebaut wird. Den ersten Teil dazu hat ja die Flut 2002 geschafft. Lasst Euch was einfallen. Naja, vielleicht habt Ihr dann paar Probleme mit den Touristen auf der Strecke, aber zeigt denen doch einfach die Vorteile der durch die Abwrackprämie unters Volk gebrachten Neuwagen. Das bringt Punkte.
Aber: laßt Euch noch ein klein wenig Zeit mit der Zerschlagung der Kleinbahnen. In knapp 2 Jahren sind ja schon wieder Wahlen. Und da macht es, wie alle Jahre früher, einen guten Eindruck als Wahlversprechen zu sagen „Ich werde mich für den Erhalt und den Wiederaufbau….“ und so weiter. Und so weiter.
Das empfiehlt Euch
Eure Dippoldine
Ach Kanzlerin, was hast Du mir bloß eingebrockt
Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, so sagtes Du, und jetzt müssen wir sparen, sparen damit es wieder aufwärts geht. Ist ja auch logisch, wenn ich beim Einkaufen weniger ausgebe, da bleibt mehr in meiner Tasche (oder auf dem Konto). Und wenn die Geschäfte deshalb weniger einnehmen, dann fangen auch diese an zu sparen und geben weniger aus. Und die Lieferanten der Geschäfte ebenso. Und irgendwann sparen dann alle. Selbst der Staat muß dann richtig sparen, weil ja auch weniger Umsatz- und andere Steuer reinkommt. Aber eigentlich ist das nicht mein Thema.
Also Sparen. Am Besten natürlich beim Einkaufen. Dort ist es wohl am Einfachsten. Nun trug es sich zu das bei uns das Klopapier zur Neige ging. Was tun? Ganz darauf verzichten ist wohl keine Lösung. Also neues kaufen und sparen dabei. Also ging (kostet kein Geld und verbraucht keinen Kraftstoff, wegen dem Sparen) ich in eine nahegelegene Kaufhalle und hatte natürlich immer das Sparen im Kopf. Das Benötigte war reichlich vorhanden und das Regal leicht zu finden.
Nun noch schnell die Preise verglichen (wegen dem Sparen) und gleich wieder raus. Also erst einmal ein Überblick über das Angebot:
- 3,99 € für 16 Rollen mit je 150 Blatt (3-lagig)
- 2,99 € für 6 Rollen mit je 120 Blatt (4-lagig)
- 2,99 € für 8 Rollen mit je 150 Blatt (3-lagig)
- 1,69 € für 2 Rollen mit je 150 Blatt (4-lagig)
- 0,99 € für 2 Rollen mit je 150 Blatt (4-lagig)
- 1,59 € für 4 Rollen mit je 200 Blatt (3-lagig)
- 2,99 € für 6 Rollen mit je 129 Blatt (5-lagig)
- 3,49 € für 8 Rollen mit je 140 Blatt (1-lagig?)
- 2,99 € für 10 Rollen mit je 150 Blatt (3-lagig)
- 2,49 € für 8 Rollen mit je 150 Blatt (3-lagig)
- 3,75 € für 9 Rollen mit je 170 Blatt (3-lagig)
- 2,49 € für 8 Rollen mit je 150 Blatt (3-lagig)
- 2,79 € für 8 Rollen mit je 150 Blatt (4-lagig) – AKTIONSPREIS
- 1,95 € für 8 Rollen mit je 200 Blatt (3-lagig)
- 2,62 € für 10 Rollen mit je 200 Blatt (3-lagig)
- 3,15 € für 10 Rollen mit je 160 Blatt (4-lagig)
Uff! Phuh! Und nun die Preisfrage: Welches ist das Billigste? Das für
- 0,99 € für 2 Rollen mit je 150 Blatt (4-lagig)
Aber halt! das sind ja nur zwei Rollen mit je 150 Blatt, also 300 Blättlein! Da scheinen mir ja Packungen, in denen mehr drinnen ist günstiger zu sein, auch wenn diese mehr kosten. Also mal überlegen. Ja so müßte es gehen, man ermittle den Preis pro Blatt, und die Anzahl der Lagen lasse ich einfach mal unberücksichtigt…
Oh je, keinen Taschenrechner mit, und der in meinem Handy ist dafür völlig ungeeignet. Was tun? Also ich lasse das erst mal mit dem Kauf und setze mich an meinen PC, nehme eine Tabellenkalkulation und lasse mal richtig durchrechnen. Na gut Preis pro Blatt ist unübersichtlich, nehmen wir halt Preis pro 1.000 Blatt – und sehe da: ein interessantes Ergebnis.
- Das billigste Klopapier ist für 1,22 € pro 1.000 Blatt zu haben (und sogar 3-lagig).
- Das Teuerste kostet mehr als das viereinhalbfache nämlich 5,63 € pro 1.000 Blatt (ist dafür aber auch 4-lagig).
Nun kann ich also Sparen indem ich 0,26 € mehr ausgebe. Dafür bekomme ich aber auch 1.300 Blatt mehr an WC-Papier also mehr als fünf mal soviel. Und ich weiß nun auch, warum das Sparen so schwer ist. Man braucht Zeit, muss wissen wie man Preise vergleicht, muss die Kosten (zum Beipiel für die Fahrt zum Einkauf) mit betrachten und eigentlich auch die Zeit, die die ganze Vergleicherei kostet. Bei mir waren es (mit zusätzlicher Wegezeit an den PC zum Rechnen) etwa 45 Minuten, das heißt ich habe durch die Ersparnis einen fiktiven Stundenlohn (berechnet wurde die Ersparnis im Vergleich zum Kauf der gleichen Menge des teuersten Papieres) in Höhe von bis zu 10,39 € und das steuer- und sozialabgabenfrei…
Und sogar als Steuersparmodell ist das zu gebrauchen. Im aktuellen Beispiel habe ich 1,44 € vor dem Finanzamt gerettet, Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer nämlich.
Aber glauben Sie mir, Sparen ist nicht einfach, sondern anstrengend, sehr anstrengend, und deshalb wird es vermutlich auch so selten gemacht…











