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Artikel der Kategorie ‘Gesundheit’

10 Jahre AWO Wohn- und Wohnpflegeheim Seifersdorf

01. September 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Gesundheit, Veranstaltungen Noch keine Kommentare →

Am 3. September 2010, ab 15 Uhr, feiern Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter, Partner und Freunde ihr Sommerfest und das 10-jährige Jubiläum mit vielfältigen Angeboten. Gäste sind herzlich willkommen.

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 1.9.2000, zogen die ersten Bewohner in das neu errichtete Wohn- und Wohnpflegeheim Seifersdorf der AWO SONNENSTEIN gemeinnützige GmbH ein. Sie kamen im Zuge der sogenannten Enthospitalisierung vorwiegend aus Pflegeheimen und anderen Einrichtungen, die nicht den gewachsenen Standards der Behindertenhilfe entsprachen. Hinzu kamen junge Menschen mit Behinderungen aus dem damaligen Weißeritzkreis, die bis dahin noch in der elterlichen Wohnung gelebt hatten. Für sie stellte der Einzug einen wichtigen Schritt zum eigenständigen Wohnen dar. Die insgesamt 34 Einzel- und drei Doppelzimmer waren in kurzer Zeit besetzt.

Menschen, die mit einem Handicap leben, darin zu unterstützen, ein eigenständiges Leben zu führen, ist der Grundansatz der modernen AWO-Einrichtung der Behindertenhilfe. Jeder Bewohner kann seinen individuellen Tagesablauf verwirklichen, selbstständiges Wohnen und ebenso wie seine Individualität. Dadurch werden persönliche Entwicklungen unterstützt und gefördert.

http://www.awo-sonnenstein.de/bilder/Eingang-whseif.jpg

Bereits im Juni 2002 konnten die ersten sechs Bewohner in eine Außenwohngruppe nach Dippoldiswalde umziehen. Seit Mai 2005 bietet die AWO auch das ambulant betreute Wohnen für geistig behinderte und psychisch kranke Menschen an. Das bedeutet, die Klienten wohnen in eigenen Wohnungen und werden regelmäßig von Mitarbeitern zu Hause besucht. „Besonders freut uns, dass zwei ehemalige Bewohner, die vor zehn Jahren aus Pflegeheimen in unser Wohnheim gezogen sind, nun in eigenen Wohnungen leben und mit relativ wenig Unterstützung ein selbständiges Leben führen.“, berichtet Heimleiterin Anke Loose mit Stolz. Gegenwärtig betreut die AWO neben den 40 Bewohnern am Standort Seifersdorf acht Personen in zwei Außenwohngruppen in Dippoldiswalde sowie 24 Klienten in eigenen Wohnungen. „Spannend sind auch unsere ersten Erfahrungen mit Menschen, die ein Persönliches Budget mitbringen, d. h. Geld, mit welchem sie nach eigenem Ermessen Leistungen einkaufen. Interessenten für diesen Weg beraten und unterstützen wir.“, so Loose.

Für die nächsten zehn Jahre zeichnen sich neue Herausforderungen ab. Die ersten Bewohner, die gegenwärtig noch in der Werksatt für behinderte Menschen in Reinholdshain arbeiten, werden in absehbarer Zeit das Rentenalter erreichen. Für sie gilt es, passende Beschäftigung- und Betreuungsangebote zu entwickeln. Die AWO SONNENSTEIN gemeinnützige GmbH als kompetenter und kreativer Träger der Behindertenhilfe wird dabei sein.

Kontakt:
AWO Sachsen Soziale Dienste gemeinnützige GmbH
Georg-Palitzsch-Straße 10
01239 Dresden
Telefon 0351 2804804
Telefax 0351 2804802
birgit.bach@awo-in-sachsen.de

Pilze sammeln – aber richtig!

06. August 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Freizeit und Erholung, Gesundheit, Service, Umwelt 1 Kommentar →

„…war viel Schwamme ißt, daar spart es teire Brut …“ – so heißt es in Gottfried Lattermann’s „Schwammemarsch“ von 1918. Volkslieder können uns Einblicke geben in die Zeit, in der sie entstanden. Diese Nachkriegsjahre waren zweifellos geprägt von sozialer Notlage und da war das Gratisangebot der Natur ein willkommenes „Zugemüs“, auf das arme Leute nicht verzichten konnten. Heute gestaltet sich die Ernährungslage bei uns so, dass grundsätzlich niemand mehr auf das Pilze Sammeln angewiesen ist; für die meisten Pilzsammler ist es eher eine Art Sport, das Frönen einer Leidenschaft, gleichsam dem Jagen und Fischen. Man könnte meinen, hier offenbaren sich unsere Ur-Instinkte.

Pilzmuseum Reinhardtsgrimma

Pilzmuseum Reinhardtsgrimma - über 700 Pilzarten in 3500 naturgetreuen Pilzmodell-Kunstwerken...

Wer Pilze sammelt – gemeint sind hier nur die Fruchtkörper, der Pilz selbst befindet sich meist im Boden oder im Holz – der sollte aber auch einiges wissen und beachten!

Pilze haben kein Chlorophyll (Blattgrün)und sie können daher auch keinen Stoffwechsel auf Basis der Photosynthese vollziehen, wie die anderen Grünpflanzen. Sie leben daher sowohl saprophytisch (fäulnisbewohnend), parasitisch (schmarotzend), als auch in Symbiose (Lebensgemeinschaft) und beziehen auf diese Weise ihre Nährstoffe. So umgeben z.B. Pilze die Wurzelspitzen unserer Bäume und sie schließen quasi den Boden für das Wurzelwachstum auf, während der Pilz seinerseits von der Gehölzpflanze profitiert. Und so funktioniert das bestens in der Natur! Wird aber dieses natürliche System gestört, z. B. durch Verhinderung der Erhaltung und Ausbreitung von Pilzen, eben durch das übermäßige Absammeln der Sporen („Samen“) tragenden Fruchtkörper, so schaden wir den Bäumen und dem Ökosystem.

Aufgrund ihrer Bedeutung für Wachstum und Zersetzung sind Pilze eine unverzichtbare Voraussetzung für das Funktionieren der natürlichen Kreisläufe und sie werden daher bereits in verschiedenen europäischen Ländern durch Rechtvorschriften geschützt. So gibt es temporäre und lokale Sammelverbote, Mengenbegrenzungen, Erlaubnispflichtigkeit etc. Derartige direkte Restriktionen haben wir zwar in Deutschland (noch) nicht, aber in unserem Wald- und Naturschutzrecht sind sehr wohl zu beachtende Vorschriften enthalten.

Nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung sind eine ganze Reihe Pilzarten und deren Lebensräume geschützt. Das Sammeln von Steinpilz, Pfifferling, Schweinsohr, Brätling, Birkenpilz, Rotkappe und Morcheln ist nur freigegeben, „… soweit sie in geringen Mengen für den eigenen Bedarf der Natur entnommen werden.“

Frischpilze im Pilzmuseum Reinhardtsgrimma

Pilzmuseum Reinhardtsgrimma - ständig frisch gesammelte Pilze...

Von der oberen Forstbehörde wir dazu kommentiert: „Wer das Aneignungsrecht nach § 14 SächsWaldG für sich in Anspruch nimmt, d.h. wer … Waldfrüchte … sammelt, nimmt ein sonst der Rechtsordnung fremdes Sonderrecht zur Ernte auf fremden Grund und Boden in Anspruch. Das setzt voraus, dass ihm die Grenzen des Sonderrechtes bekannt sind. Eine Berufung auf irgendeine Form der Unkenntnis scheidet aus.“ Das bedeutet, wer die Pilze sammelt, ist dafür verantwortlich, dass keine geschützten Arten im Korb liegen. Das o.g. Aneignungsrecht ist Teil des Betretungsrechtes zu Erholungszwecken. Die arbeits- oder gewerbsmäßige Pilzsuche ist nicht Teil dieses Rechtes und die Aneignung ohne besondere Erlaubnis des Waldbesitzers als Diebstahl strafbar. Die nicht geschützten Pilze dürfen auch nach dem Waldrecht ohne besondere Erlaubnis des Waldbesitzers („Sammelschein“) nur für den persönlichen Bedarf entnommen werden. Das entspricht einer Menge, die eine Person bei einer Mahlzeit verspeist. Nach Meinung der Ernährungswissenschaft sind das etwa 500g Frischpilze und das höchstens einmal pro Woche, denn Pilze sind schwer verdaulich und in ihnen können sich so allerhand „ungute“ Stoffe (Gifte, Radioaktivität) akkumulieren.

Eine Information des Staatsbetriebes Sachsenforst
Fotos: Harald Weber

Frau gerettet!

13. July 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Feuerwehr, Gesundheit, Tourismus, Vereine berichten Noch keine Kommentare →

Erfolgreicher Einsatz der DRK Wasserwacht Paulsdorf in Seifersdorf

Wasserwacht

Am 12. Juli rettete die DRK Wasserwacht Paulsdorf im Seifersdorfer Bad in der Malter eine Frau vor dem Ertrinken.
Die 57-Jährige erlitt beim Schwimmen außerhalb des Nichtschwimmer-Bereiches in Begleitung ihres Mannes vermutlich einen Herzinfarkt. Dem Mann und weiteren Badegästen war es nur sehr kurz möglich, die bewusstlose Frau über Wasser zu halten. Die Rettungsschwimmer der DRK Wasserwacht Paulsdorf waren sofort zur Stelle um die Rettungsaktion zu übernehmen. Die bewusstlose Frau wurde ans Ufer gebracht und sofort durch die Rettungsschwimmer reanimiert. Nach dem sie das Bewusstsein wiedererlangt hatte, konnte sie mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Friedrichstadt in Dresden abtransportiert werden.

Diese erfolgreiche Rettungsaktion der Wasserwacht reiht sich ein in viele Erste Hilfeleistungen der aktuellen Badesaison. Denn aufgrund der  lang anhaltenden Hitzewelle sind derzeit mehr Einsätze der Wasserwacht zu verzeichnen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Erste Hilfeleistungen an Land, verursacht durch Dehydrierung, Kreislaufproblemen oder Verbrennungen.

Die sächsische Wasserwacht des DRK gehört zu den stärksten und leistungsfähigsten in Deutschland. Sie ist in diesem Jahr mit mehr als 1200 ehrenamtlich tätigen Rettungsschwimmern an 35 Stationen verteilt auf Badeseen, Freibädern und Talsperren in Sachsen vertreten.

(DRK-Presseinformation vom 13.7.2010)

Schweinegrippe – bezahlte Panik und der Qualitätsjournalismus

07. June 2010 Von: Samuel Hochauf Kategorie: Gesundheit Noch keine Kommentare →

Am 8.3.2010 titelte Spiegel Online zum Thema Schweinegrippe – „Seuchen – Chronik einer Hysterie“[1]. Die Welt hielt den Atem an, wenn es zum Thema Schweinegrippe kam. Ein ganzes Jahr lang mit brachialer Gewalt in die Köpfe der Menschen hineingehämmert: Schweinegrippe – Tote – Neuinfektionen – 2. Welle – Pandemie – Horrorvirus – hochansteckend und viele andere Alarmauslösende Begriffe mehr. <weiterlesen>

Teleportal-Klinik in Dippoldiswalde hat einen neuen Chefarzt

04. June 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Gesundheit, Historisches, Personalien Noch keine Kommentare →

Dr. med. Lars Landsiedel (links) und Dr. med. Dirk Münch (rechts) bei der Übergabe
Am 1.6.2010 hat Herr Dr. med. Lars Landsiedel seine Arbeit als neuer Chefarzt der Teleportal-Klinik in Dippoldiswalde aufgenommen. Herr Dr. Landsiedel (50) ist Facharzt für Innerne Medizin ud Kardiologe  und war bisher als Oberarzt am Städtischen Krankenhaus in Dresden-Neustadt tätig. vEr wird in seine neue  Verantwortung u.a seine  umfangreichen Erfahrungen auf dem Gebiet der internistischen Intensivmedizin einbringen.
Herr Dr. Landsiedel konnte für seine Arbeit in der Vergangenheit mit dem Max-Bürger-Förderpreis der Sächsischen Gesellschaft für Innere Medizin geehrt werden. Herr Dr. Landsiedel ist gebürtiger Dresdner  und wohnt mit seiner Fanmilie in Lichtenberg.
Der Region um Dippoldiswalde ist er auf besondere Art verbunden: Sein Urgroßvater mütterlicherseits wurde 1858 in Börnchen geboren. Die Ururgroßmutter hat in Obercarsdorf einen Gasthof betrieben, der Ururgroßvater in Karsdorf eine Käserei…
Herr Dr. med. Dirk Münch, der bisher für den Standort Dippoldiswalde verantwortliche  Chefarzt, wechselt an den Standort Freital, wo er bereits bisher  als Chefarzt der Medizischen Kliinik II für die Kardiologie/Angiologie Verantwortung getragen hat, um verstärkt auf dem Gebiet der interventionellen Angiologie (Gefäßeingriffe) tätig werden zu können.