WikiLeaks in der StattZeitung
Ohne Zweifel, ich fühle mich den Machern dieser Aufklärungsplattform (Direkt-Link zu WikiLeaks/ WikiLeaks bei Wikipedia) verbunden. Was ist so schlimm daran, dass Heimlichkeiten von Staatsregierungen und diverser großer Konzerne in die Öffentlichkeit gelangen? Die nun so viel diskutierten Botschaftsdepeschen wären nie interessant gewesen, wenn hier keine peinlichen und diffamierenden Aussagen getroffen worden wären. Wenn nicht unschuldige Zivilisten aus einem Hubschrauber wie Pappscheiben erschossen worden wären, hätte es auch keine beschämenden Videos aus dem Irak gegeben. Und wenn die Geheimdienste ihren Beruf nicht mehr können, sollten sie sich auch nicht so nennen.
Wer hat also all die Fehler gemacht? Der Übermittler der schlechten Nachrichten?
Wir, die StattZeitung, wollen eine ähnliche schonungslose Offenheit in der Kommunalpolitik – wir wollen nicht weniger als Transparenz und Bürgernähe. Und auch wir fühlen, dass dies in diversen Kreisen nicht gewünscht ist. Sind wir jetzt also die Bösen?
Auf gar keinen Fall möchten wir uns mit WikiLeaks auf eine Stufe stellen oder gar vergleichen. Wir verfolgen aber ähnliche Ziele, nur viele, viele Ebenen tiefer. Aus diesem Grund möchten wir auf zwei lesenswerte Artikel aufmerksam machen, die wir im Internet gefunden haben:
„Kriegsgerät Serverplatz“
im „law blog“ von Udo Vetter
und
„Im Zweifel für die Meinungsfeigheit“
von Konrad Lischka bei Spiegel online