10.02.2012: Brände erfordern SEG-Einsätze
Im Rahmen zweier fast zeitgleich gemeldeten Brände wurde die SEG Dippoldiswalde mit Vollalarm alarmiert.
Kurz nach Mitternacht ging in der Feuer- und Rettungsleitstelle Dippoldiswalde ein Notruf aus dem Schmiedeberger Ortsteil Dönschten ein. Es wurde ein brennender Schuppen gemeldet. Das Feuer griff auf das nebenstehende Wohnhaus über. Als der Disponent den Notruf bearbeitete, schlugen gleichzeitig die Brandmelder der Bavariaklinik Kreischa Alarm: in einem Patientenzimmer der ca. 400 Betten umfassenden Klinik I war ein Feuer ausgebrochen.
Während Feuerwehren aus Schmiedeberg und Dippoldiswalde in Dönschten mit den Löscharbeiten begannen, waren Feuerwehren aus Kreischa, Possendorf und Bannewitz, sowie mehrere Rettungs- und Nortarztfahrzeuge in Kreischa im Einsatz. Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials wurde die SEG Freital nach Kreischa alarmiert, um bei der Betreuung, Sichtung und Versorgung der ca 100 Evakuierten zu helfen.
Um 00:16 Uhr erfolgte die Alarmierung der SEG Dippoldiswalde. Die Ortsgruppen (OG) Schmiedeberg und Dippoldiswalde übernahmen in Dönschten die Betreuung der in Sicherheit gebrachten Bewohner, sowie die medizinische Brandwache. Ferner wurde die Versorgungskomponente der SEG Dipps alarmiert, um die Einsatzkräfte und Betroffenen bei Temperaturen von -15°C mit heißen Getränken und Essen zu versorgen. Außerdem wurden die restlichen OG der SEG ebenfalls alarmiert, um als eventuelle Transportkomponente für Verletzte in Kreischa bereitzustehen.
Aufgrund der Abmachungen mit dem örtlichen Rewe-Markt war es den Mitgliedern der Versorgungsgruppe der OG Dipps möglich, nach kurzem Telefonat mit der Filialleiterin, um 01:15 Uhr in dem Supermarkt die benötigten Lebensmittel für 50 Personen schnell und unkompliziert zu besorgen. Zeitgleich wurden in der Rettungswache Dipps, wo auch der Bereitstellungsraum für die Einsatzfahrzeuge eingerichtet wurde, mehrere Thermobehälter mit frisch gekochtem Tee gefüllt.
Mitglieder der ebenfalls zur Betreuungskomponente gehöhrenden Ortsgruppe Glashütte brachten anschließend die Getränke und Speisen nach Dönschten, wo sie dankbar entgegen genommen wurden.
In Kreischa konnte hingegen das Feuer schnell gelöscht werden. Ein Patient wurde mit schwersten Brandverletzungen umgehend in die Uniklinik nach Dresden gebracht, von wo aus er anschließend in eine spezielle Verbrennungsklinik geflogen werden sollte. 3 weitere Personen erlitten zum Teil erhebliche Rauchgasvergiftungen und wurden ebenfalls in Krankenhäuser eingewiesen. Ca. 70 Personen atmeten ebenfalls Rauchgase ein und wurden vor Ort ärztlich untersucht. Während dieser Zeit wurden die Sanitäts- und Transportkomponenten der SEG Dipps, bestehend aus der OG Pretzschendorf, OG Glashütte und OG Dippoldiswalde an der Rettungswache in Bereitschaft gehalten. Denn zu diesem Zeitpukt stand noch nicht fest, ob die Patienten in diverse Krankenhäuser gebracht werden müssen.
Gegen 03:30 Uhr wurde der Bereitstellungsauftrag sowohl für die Sanitäts- als auch die Transportkomponente beendet und die Kameraden nach hause entlassen. Etwa zu dieser Zeit konnten auch die OG Schmiedeberg und der in Dönschten eingesetzte Teil der OG Dipps ihre Arbeit beenden und die Heimreise antreten. Das Feuer war gelöscht, Einsatzkräfte und Betroffene versorgt. Letztere wurden von der Gemeinde Schmiedeberg in eine Notunterkunft gebracht, da ihr Haus derzeit unbewohnbar ist.
Nach anschließendem Aufräumen war der Einsatz gegen 04:00 Uhr beendet.
An dieser Stelle sei nochmals besonderer Dank an den REWE-Markt Dippoldiswalde und die Familie Rottgart gerichtet, die ohne viele Worte schnell und unbürokratisch den Supermarkt öffnete und so den Versorgunseinsatz unterstützte.
(cr)
Mit freundlicher Genehmigung übernommen vom DRK-Ortsverein Dippoldiswalde