Auf Nachfrage der StattZeitung teilte uns Oberbürgermeister Ralf Kerndt mit, dass Mathias Kröhnert nicht mehr der Chef im Bauamt ist:
Es ist richtig, ich habe H. Kröhnert vorübergehend von seinen leitungsmäßigen Pflichten entbunden, damit er der hohen Verantwortung und dem großen Arbeitspensum bei dem ihm auch zugewiesenen fachlichen Aufgaben unter Verminderung der bisher entstandenen Mehrarbeitszeit nachkommen kann.
Unsere zweite Frage, ob nun der Bürgermeister diese Position übernimmt, blieb bisher unbeantwortet.

Hier war er noch Bauamtsleiter. Der regionale Fernsehsender FRM interviewte Mathias Kröhnert zum Abriss der alten "Polypack" in der Dippser Unterstadt
Der Posten eines Bauamtsleiters scheint in Dippoldiswalde eher ein Schleuderstuhl zu sein. Bereits vor ca. 12 Jahren verschwand der damalige Chef des Bauamtes Harald Bär. Damals gab es Differenzen, u.a. wegen der Marktplatz-neu-gestaltung – Stichwort Katzenbuckel. Kommissarisch übernahm Ex-Bürgermeister Horst Bellmann das Amt, und Bär tauchte später bei der Landestalsperrenverwaltung wieder auf.
Mathias Kröhnert hatte während seiner Amtszeit gute Phasen, z.B. als er die entscheidenden Argumente zum Erhalt des Status “politisches Mittelzentrum” für Dippoldiswalde lieferte. Allerdings hatte er auch gravierende Aussetzer – im Rahmen um die Diskussion zur Straßenbaubeitragssatzung präsentierte er beispielsweise vollkommen unvorbereitet eine Foto-Argumentation, und machte damit sein Amt sowie die Stadtverwaltung ziemlich lächerlich.
Aktuell, das sieht man als Außenstehender, knirscht es beim Neubau des Feuerwehrdepots. Bei keinem anderen Bauvorhaben der Stadt musste der Architekt in den verschiedenen Stadtratssitzungen so viele Details und Hintergründe erklären, selbst wenn es sich um formal-rechtliche oder finanzielle Angelegenheiten ging, die eigentlich der Auftraggeber (also die Stadtverwaltung) oder die Baubehörde (das Bauamt) zu verantworten hätten.