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Artikel der Kategorie ‘Landespolitik’

Riesensaal zeigt erstmals Form und Farbe

März 15, 2011 Von: Uwe Glöß Kategorie: Allgemein, Historisches, Kultur, Kunst/Kultur, Landespolitik, Nebenan, Tourismus Kommentare deaktiviert

Eingeladen waren wir vom  Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland gemeinsam mit dem Architekten Peter Kulka. Zum Schwerpunkt der Bautätigkeit 2011 im Dresdner Schloss und dem Riesensaal.

FinanzministerProf. Dr. Georg Unland, Prof. Dieter Janosch Geschäftsführer von der SIB, Architekten Peter Kulka und Phillip Stambowskie

von links: Prof. Dieter Janosch Geschäftsführer von der SIB, Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland, Architekten:Phillip Stambowskie und Peter Kulka  (Foto: Glöß)

Im vergangenen Jahr standen die Stahlbauarbeiten für Wände und Decke und der Einbau neuer Fenster sowie Heizungs- und Lüftungsanlagen im Vordergrund. 2011 erfolgen Trockenbauarbeiten an den Wänden mit anschließender Verputzung, Estrich- und Natursteinarbeiten im Bereich des Fußbodens sowie die Installation der aufwendigen Technik für die Vitrinen und Podeste. Die Rohbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die Deckenkonstruktion ist eingebaut und die Raumgerüste sind fast abgerüstet.

Rohbau des Riesensaal

(Foto: Glöß)

Der ehemalige Festsaal des Schlosses wird in seiner räumlichen Geometrie wieder hergestellt und erhält einen modernen Ausbau als Ausstellungssaal der neuen Rüstkammer für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland: „Der Riesensaal ist einer der Schwerpunkte des Baugeschehens im Schloss in diesem und im nächsten Jahr. Hier entsteht ein Raum, den es seit über 300 Jahren nicht mehr gegeben hat. Mit dem Einzug der Rüstkammer wird neben dem Grünen Gewölbe und der Türkischen Kammer ein weiterer Höhepunkt im Residenzschloss geschaffen.“
Die gewölbte Saaldecke aus Stuck mit rautenartigen Ornamenten nimmt Bezug auf klassische Deckenstrukturen. In ihr befinden sich auch die Lichtgräben für die Beleuchtung der frei im Raum stehenden Exponate. Weitere Exponate werden in Wandvitrinen präsentiert, die beidseitig bündig in die Wandfluchten des Saales integriert werden. In der Saalmitte werden Prunkharnische sowohl in freistehenden Vitrinen als auch offen in Turnierszenen präsentiert. Der Boden wird mit sächsischem Naturstein, dem Theumaer Fruchtschiefer, belegt.

Erstmals zu sehen ist an einer Probeachse die von der Baukommission beschlossene künftige Farbfassung des gesamten Riesensaals.

Cornelius Hugk 28 Jahre ist mit der Farbgebung des Saals beauftragt worden . Er arbeitet im Väterlichen Betrieb, Malerei und Restaurierung Joachim Hugk, als Kirchenmaler.

Cornelius Hugk 28 Jahre ist mit der Farbgebung des Saals beauftragt worden . Er arbeitet im Väterlichen Betrieb, Malerei und Restaurierung Joachim Hugk, als Kirchenmaler. ( Foto: Glöß)

Der Riesensaal entstand zwischen 1548 und 1553 als großer Festsaal. Er ist mit seiner Länge von 60 Metern der größte Raum im Schloss und bildet den Auftakt zum Paradegeschoss. In der heute wiederhergestellten Kubatur bestand er bis zum Schlossbrand 1701, danach wurde er verkleinert. Seinen Namen erhielt er aufgrund der damaligen Ausmalung durch je sechs, an den Wänden der Längsseiten befindlichen riesigen Kriegergestalten, den „Riesen“.

Der Freistaat Sachsen investiert insgesamt rund 13 Millionen Euro in den Riesensaal. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Peter Kulka Architektur Dresden GmbH. Die Projektleitung obliegt dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).

Ab 26. März ist der Hausmannsturm für Besucher wieder über das Starke-Portal und den Großen Schlosshof, trotz Baustelle, zu erreichen. Bisher flossen rund 265 Millionen Euro, finanziert durch den Freistaat Sachsen, in das Dresdner Schloss. 2011 stehen 6 Millionen Euro bereit. Die geschätzten Gesamtbaukosten betragen 337 Millionen Euro. Ich freu mich schon , wenn der monumentale Raum eröffnet wird. Er ist jetzt schon ohne Exponate gewaltig.(Quelle: SMF)

Für uns , als Gäste aus Dippoldiswalde, war dieser Einblick, den man uns vorab gewährte, sehr beeindruckend. Gut zu wissen ist auch, dass die Aufträge für die Arbeiten am Schloss und die Wiedererrichtung des großen Saales, vorwiegend an sächsische Gewerke vergeben wurden, auch wenn zahlreiche Inn – und Ausländische Bewerber zur Verfügung gestanden haben.

Man darf also gespannt sein, wie die bauliche Fertigstellung für Ende 2012 aussehen wird. Aus  Dresden berichteten: Regina Kühl und Uwe Glöß

(Foto: SMF)

Freistaat ignoriert Tarifverhandlungen – Lehrer streiken am Dienstag

März 06, 2011 Von: Heiko Frey Kategorie: Bildung, Landespolitik, Schulen, Service Kommentare deaktiviert

Der GEW-Landesverband Sachsen informiert:

Liebe Eltern,

bei den derzeit laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Bundesländer haben die Arbeitgeber am 24. und 25. Februar 2011 wieder kein Angebot vorgelegt. Um die berechtigten Forderungen durchzusetzen, ist es notwendig, den Druck auf die Verhandlungen zu erhöhen und die Warnstreikaktionen am 08. März landesweit auszudehnen. Damit nehmen die Lehrerinnen und Lehrer ihr im Grundgesetz der Bundesrepublik verbrieftes Recht wahr.

Die Arbeitgeber blockieren sowohl die Entgeltforderung von 50 € Sockelbetrag und Erhöhung um 3 % als auch den Abschluss einer tariflichen Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte.

Besonders ablehnend verhält sich der Freistaat Sachsen, vor allem der Finanzminister will die Vergütung der angestellten Lehrerinnen und Lehrer weiterhin nach Gutsherrenart einseitig festlegen. Die sächsischen Lehrkräfte gehören deshalb zu den am schlechtesten bezahlten in der Bundesrepublik. Die Folge davon ist, dass die hier neu ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer in andere Bundesländer mit besseren Arbeits- und Gehaltsbedingungen abwandern und Sachsen in zwei bis drei Jahren ein akuter Lehrermangel droht, der die jetzige Unterrichtsversorgung weiter verschlechtern wird.

Wenn sächsische Lehrkräfte in dieser Tarifauseinandersetzung streiken, dann tun sie das nicht nur für ihre eigenen Arbeitsbedingungen, sondern auch für die Sicherung des Lehrernachwuchses und für bessere Lernbedingungen der sächsischen Schülerinnen und Schüler. Auch deshalb hoffen wir auf Ihr Verständnis, liebe Eltern.

Auch die Lehrkräfte der verschiedenen Dippser Schulen (Anm.: eine Information auf Nachfrage der Dippser StattZeitung) werden sich am 8. März 2011 am landesweiten Warnstreik beteiligen. An diesem Tag findet kein Unterricht statt.

Ein Notdienst für die Betreuung ist gewährleistet.
Wir bedanken uns für Ihr Verständnis!
Ihr GEW-Landesverband Sachsen

Kostenfreies Vorschuljahr wieder abgeschafft

Januar 13, 2011 Von: Harald Weber Kategorie: Jugend, Landespolitik, Schulen 1 Kommentar →

Der Sächsische Landtag hat in seiner Sitzung am 16.12.2010 das Gesetz über den Haushaltsplan für 2011/12 und das Haushaltsbegleitgesetz verabschiedet. Mit der darin enthaltenen Änderung des Gesetzes zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (SächsKitaG) wird die ab März 2009 bestehende Regelung, im letzten Kindergartenjahr keine Elternbeiträge zu erheben (bisher § 15 Abs. 3 SächsKitaG) aufgehoben. Damit fallen ab 1. Januar 2011 auch im letzten Kindergartenjahr wieder Beiträge an, so wie bisher für die Betreuung in allen weiteren Betreuungsarten und –jahren auch. Die Höhe der Beiträge darf im Kindergarten 30 % der erforderlichen Betriebskosten nicht übersteigen. Sie wird nach § 15 Abs. 1 von der Gemeinde in Abstimmung mit dem Träger der Kindertageseinrichtung und dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (dem Landkreis oder der Kreisfreien Stadt) festgesetzt. (weiterlesen…)

Der Maschi und der Wulff

Januar 12, 2011 Von: Heiko Frey Kategorie: Allgemein, Landespolitik 2 Kommentare →

„Maschi“ ist Carsten Maschmeyer, Gründer des Finanzkonzerns AWD und ein Unternehmer mit dubiosen Geschäftspraktiken – Maschmeyer ist der “Drückerkönig”. Seine Freunde heißen Gerhard Schröder, Walter Riester, Ursula von der Leyen oder eben auch Christian Wulff. Und über diese Verquickungen zwischen Finanzwirtschaft und Politik plant die ARD am heutigen Abend (21.45 Uhr) eine aufklärende Reportage. Aber nur, wenn nicht Maschis Anwalt diese Dokumentation noch vor ihrer Ausstrahlung verbieten lässt.

Spiegel online dazu:

Selten war der vergebliche Versuch, mit einem so reichen und einflussreichen Mann ins Gespräch zu kommen, erhellender.

Die ARD selber:

Ein Film über Freund- bzw. Seilschaften – und mögliche Interessenskonflikte.

Mit dem Wissen wächst der Zweifel

Januar 07, 2011 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Dippolds Info, Landespolitik, Veranstaltungen, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Nein, das ist kein neuer Slogan, den sich die Macher der StattZeitung ausgedacht haben, das sagte schon J.W. v. Goethe. Die StattZeitung ist nicht das einzige Projekt, das sich für eine bessere Information der Bevölkerung einsetzt.

Zu den großen und überregional agierenden Aktionen zählen die NachDenkSeiten, die durch den Ex-Bundestagsabgeordneten Albrecht Müller und den Ex-Staatssekretär (NRW) Wolfgang Lieb herausgegeben werden. Die StattZeitung berichtete bereits über dieses Projekt. Albrecht Müller und Wolfgang Lieb sind es auch, die separate, regionale (kritische) Stammtische angeregt haben.

(weiterlesen…)