Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Umwelt’

Straßenausbaugebühren abgeschafft!

Februar 09, 2011 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Dippolds Info, StattVerwaltung/ StattRat, Umwelt 6 Kommentare →

Dies ist wohl eine der wichtigsten Meldungen aus einer sehr turbulenten Stadtratssitzung am heutigen Mittwoch. Ja, die Straßenausbaubeiträge wurden heute durch Beschluss der Stadträte mit knapper Mehrheit abgeschafft.

Wie es dazu kam, bleibt den Beteiligten selber sowie den anwesenden Bürgern wohl durchaus lange in Erinnerung:

  • Als erstes muss wohl erst einmal berichtet werden, dass mit Sten Scannewin ausgerechnet ein Stadtrat aus Ulberndorf gefehlt hat. Der Einzige, der an diesem denkwürdigen Tag fehlte, alle anderen Stadträte waren anwesend.
  • Während in der Literatur der Spannungsbogen in der Regel langsam bis zum Höhepunkt der Handlung ansteigt, kam die Katastrophe für Oberbürgermeister Ralf Kerndt gleich zum Anfang. Die Stadträte fühlten sich angeblich aufgrund der anwesenden und kritischen Bürger mental unter Druck gesetzt und aus diesem Grund würde er jetzt gern eine geheime Abstimmung über die Straßenausbaugebühren festlegen wollen. Nachdem aber lediglich 3 der 22 Stimmberechtigten dies auch so sahen, verlor der Bürgermeister seine Beherrschung und fauchte die CDU-Stadträte giftig an. Sie hätten dies explizit gewünscht. CDU-Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Ukena widersprach dieser Behauptung, eben mit dem Hinweis auf sein Amt als Sprecher der CDU – und lies somit Ralf Kerndt wie ein kleines bockiges Kind aussehen.
    Da es aber doch seitens der CDU Bestrebungen für eine nichtöffentliche Abstimmung gegeben haben soll, machte wiederum den Unabhängigen Bürger Falk Kühn-Meisegeier wütend. Man werde dies bei künftigen Absprachen mit dieser Partei nun beachten.
  • Die CDU rechnete nun vor, dass mit einer 1%igen Einsparung bei den Personalkosten im Rathaus in den nächsten 10 Jahren ein Vielfaches von dem gespart werden könne, über das man nun gerade diskutiere. “Milchmädchenrechnung” – entgegneten die Befürworter der Gebühren.
  • Oberbürgermeister Ralf Kerndt las nun den Brief eines besorgten Bürgers vor, der sich ausgerechnet für den Beibehalt der Straßenausbaugebühren aussprach. Dabei wirkte er schon ziemlich hilflos und nicht gerade souverän.
  • Edith Post von den Linken schloss sich wie immer mal wieder der Meinung eines Vorredners an. Gisela Wohlgemuth (SPD) zitierte das Grundgesetz, wonach Eigentum verpflichte. Stadtrat Jürgen Uhlemann wünschte sich lieber die Solidargesellschaft des Staates und einen Rettungsschirm für Straßen. In Liebstadt würde man auch Haushaltprobleme haben, freute sich der bekennende SZ-Leser Ralf Kerndt einflechten zu können. Außerdem wurde durch ihn der Begriff „gefühltes Unrecht“ in die Nähe der Straßenausbaubeiträge gebracht.
  • Die Unterlagen, die den Stadträten als Entscheidungsgrundlage präsentiert wurden, waren anscheinend äußerst missverständlich – eben beamtendeutsch, undurchsichtig, nicht verständlich. Viele Stadträte, die dies auch offen monierten und einzelne Auszüge und Passagen nicht verstanden, fragten daher nach: Vorlagen stimmten nicht mehr überein, Themen würden vermischt, neue Beschlussvorlagen kämen absolut überraschend, usw. Als dann auch die Verwaltung nicht mehr durchzublicken schien, vereinbarte man erst einmal eine 5-minütige Pause.
    Das Unverständnis der Gäste und Besucher über die Arbeit der Verwaltung konnte in diesem Moment kaum mehr größer sein.

Nach dieser Auszeit stimmte man schnell und recht emotionslos ab. Die Mehrheit der Räte, die gegen die Gebührensatzung votierten, war zwar sehr knapp – die über 100 anwesenden Bürger freute das Ergebnis jedoch sichtlich.

Fördermittel abgreifen noch bis 31.3.11 für die Stadt möglich

Februar 04, 2011 Von: Samuel Hochauf Kategorie: Energieversorgung, StattVerwaltung/ StattRat, Umwelt 6 Kommentare →

An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen, dass es für Kommunen möglich ist beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen Antrag einzureichen zur Bereitstellung von Fördermitteln für Klimaschutzprojekte.

Gefördert werden können:

  • die Erstellung von Klimaschutzkonzepten
  • die beratende Begleitung bei der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten
  • die Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung
  • die Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung
  • sogenannte Masterpläne für den Klimaschutz (80% Förderung!)

Selbst für finanzschwache Kommunen gibt es Möglichkeiten, so heißt es:

Nach der Richtlinie ist es möglich, die Förderquote zu erhöhen, wenn der Antragsteller keine ausreichenden Eigenmittel bereitstellen kann und eine Kreditfinanzierung nicht zugelassen ist. Aus diesem Grund kann die Förderquote für Haushaltssicherungskommunen um bis zu 20% und für Nothaushaltskommunen bis auf 95% erhöht werden,…

Ich hoffe, dass unsere Stadt im Sinne ihrer Bürger handelt und entsprechende Anträge einreicht bzw. schon eingereicht hat um bestmöglich in unserer Stadt Investitionen zu tätigen, die Infrastruktur zu stärken und darüber hinaus nachhaltig Klimaschutz zu betreiben.

Mensch und Technik kamen an ihre Grenzen

Januar 30, 2011 Von: Harald Weber Kategorie: Abfallkalender, Historisches, Service, Umwelt, Verkehr 1 Kommentar →

Foto: Johannes Nitzsche (aus unserem Fotowettbewerb)

Der frühe Wintereinbruch im Dezember hatte ganz Deutschland fest im Griff: Nach starken Schneefällen schlitterten die Menschen überall im Land über die Gehwege. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr kilometerlang, es kam zu zahlreichen Unfällen. An Bahnhöfen und Flughäfen kam es zu erheblichen Verzögerungen, viele Flüge mussten gestrichen werden. …

Mensch und Technik kamen an ihre Grenzen.

Das mussten auch der Zweckverband und seine beauftragten Entsorgungsunternehmen bei der Entsorgung der Abfälle spüren! Schlecht oder teilweise gar nicht geräumte und glatte Straßen verhinderten die Zufahrt zu den Häusern. Steilere Straßen waren nicht gestreut oder die geräumte Fahrspur war zu eng für das Entsorgungsfahrzeug. Abfallbehälter, teils komplett zugeschneit, standen hinter Schneebergen versteckt, so dass sie von den Müllwerkern darüber gehoben werden mussten – das führte zu Zeitverlusten und auch teilweise zu Unfällen der Müllwerker.   (weiterlesen…)

Grünes-Blätt’l – …

Januar 11, 2011 Von: Heiko Frey Kategorie: Landkreis, Umwelt, Vereine berichten 3 Kommentare →

… Zwischenrundbrief Januar 2011

Liebe Freunde der Natur des Ost-Erzgebirges,
zunächst natürlich die besten Wünsche für’s neue Jahr! Ich hoffe, dass es uns gemeinsam auch 2011 gelingt, die fortschreitende Zerstörung der Osterzgebirgsnatur ein Stück aufzuhalten, einige besonders wertvolle Lebensräume in gutem Zustand zu bewahren. Je mehr Menschen sich dafür engagieren, desto besser die Zukunftsaussichten für Knabenkraut und Kreuzotter, für Bachauen und Birkhühner!

(…)

Schönen Gruß,
Jens Weber.

Die einzelnen Themen:

  • GRÜNES BLÄTT’L
  • Internet
  • Kolloquium des NSI Freiberg
  • Vorschau auf Februar
  • Busexkursion Ende Juni – Anfang Juli
  • „Liebe Heulagerer, …“
  • Zuguterletzt

Und hier gehts zum kompletten Rundbrief.

Nachtrag der StattZeitung:
Wer die Grüne-Blätt’l-Rundmails gern direkt erhalten möchte, kann sich jederzeit mit Jens Weber in Verbindung setzen.  (osterzgebirge@grueneliga.de)

Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

Januar 10, 2011 Von: Harald Weber Kategorie: Abfallkalender, Berreuth, Malter, Oberhäslich/ Reinberg, Ortsteile, Paulsdorf, Reichstädt, Reinholdshain, Seifersdorf/ Seifen, Service, Umwelt Kommentare deaktiviert

In diesem Jahr findet keine Straßensammlung sondern eine Standortsammlung der Weihnachtsbäume statt.

Weihnachtsbaum

Nachfolgend sind die Sammelstandorte sowie die Sammeltermine angegeben:
Dippoldiswalde
Alte Dresdner Str. 10, Wertstoffhof des ZAOE,
27.12.10 bis 31.01.2011 während der Öffnungszeiten

Parkplatz Kulturzentrum „Parksäle” 12.01. und 25.01.

Nikolai-Ostrowski-Str. (Wertstoffcontainerplatz) 12.01. und 25.01.

Malter
Parkplatz am Bahnhof 13.01.

Paulsdorf
Wertstoffcontainerplatz Paulsdorf, Th.-Müntzer-Straße 13.01.

Reichstädt
Parkplatz gegenüber der Kirche 13.01.

Seifersdorf
Parkplatz Sportlerheim 13.01.

Oberhäslich
Platz am Mehrzweckgebäude 13.01.

Reinholdshain
am Kindergarten Sonnenschein, Glashütter Straße 32 13.01.

Berreuth
Platz vor der Feuerwehr 13.01.

Der gesamte Baumbehang, auch das Lametta sind zu entfernen. Weihnachtszweige sind als Bündel mit wenigstens einer Umbindung abzulegen. Weihnachtsgestecke gehören aufgrund des hohen Anteils an nichtkompostierbaren Bestandteilen in den Restabfall.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an den Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal Tel.: (0351) 40 40 450

Stadtverwaltung Dippoldiswalde
Sandra Heger
Bürgerbüro