Dies ist eine Kurzinformation über den Verlauf der gestrigen Stadtratssitzung. Sollten Sie mehr dazu wissen wollen, fragen Sie einfach den Stadtrat Ihres Vertrauens oder fragen Sie bei der Verwaltung im Rathaus nach.
Zu Beginn der Beratung informierte der Oberbürgermeister zu allgemeinen Themen. Dies beinhaltete ein kurzes Resümee zur Arbeit des Winterdienstes, wer für die großen Schlaglöcher an der B 170 verantwortlich ist und dass sich der Oberbürgermeister für eine Wiedereinführung des DW-Autokennzeichens einsetzt.
Danach gab es Informationen zu Beschlüssen aus den nichtöffentlichen Teilen der letzten Stadtratssitzungen. Hier scheint die Verwaltung und der Rat mal wieder den Grundsatz der Öffentlichkeit aller Sitzungen vergessen zu haben. Beschlüsse zu Grundstücksangelegenheiten des städtischen Bauhofs oder Zuschüsse für die Weißeritztal-Erlebnis GmbH dürften kaum „dem öffentlichem Wohl oder den Interessen Einzelner“ entgegen stehen (§37, Sächsische Gemeindeordnung). Die StattZeitung wird selbstverständlich nachfragen.
Nach der Bürgerfragestunde, auf welche wir bei passender Gelegenheit noch einmal separat eingehen, wurde der nunmehr Ex-Stadtrat Axel Ruhsam offiziell verabschiedet und die Nachfolgerin Katrin Fröhlich in alle Ämter eingeführt.
Im Anschluss folgten einige organisatorische Beschlüsse zur Bürgermeisterwahl im Juni dieses Jahres. Danach wollte man über einen Namen für die Linde am Karl-Marx-Platz beraten – fand aber keinen gemeinsamen Nenner. Von den Initiatoren der Namensnennung wurde der Oberlehrer Max Hähnel vorgeschlagen – Dippolds Bote porträtierte ihn in der Novemberausgabe 2010. Von anderer Seite wurden Erhard Unger und Otto von Bismarck – beide sind Dippser Ehrenbürger – genannt. Nun will die Stadtverwaltung die Dippser Bevölkerung um ihre Meinung bitten. Neben der Arbeitsgruppe der Ortschronisten am Dippser Museum soll auch die Schulkonferenz der Mittelschule zu diesem Thema befragt werden. Wir werden weiterhin berichten.
Am interessantesten war wohl die Beratung zum Doppelhaushalt der Stadt Dippoldiswalde 2011/2012. Nach einer einleitenden Ansprache des Bürgermeisters, der einschätzte, dass dieser Finanzplan für Dippoldiswalde recht gut sei, lehnte die CDU-Fraktion das Zahlenwerk grundsätzlich ab. Die Steigerung der Personalkosten um 10%, die Erhöhung von Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen um 37% und die Ausgaben zur Neugestaltung des Obertorplatzes sollten noch einmal diskutiert werden.
CDU-Fraktionschef Karl-Heinz Ukena hatte bereits im Vorfeld die Kämmerin um Erklärungen zu Einzelpositionen, beispielsweise zu Ausgaben zugunsten des Abwasserzweckverbandes gebeten. Die Antworten müssen jedoch nicht plausibel gewesen sein, da er auch während der Sitzung noch einmal deutlich dieses Thema erläutert haben wollte. Allein der Körpersprache nach zu urteilen schien er mit der Antwort aber immer noch nicht glücklich zu sein. Die übrigen Stadträte hatten gleich gar keine konkreten Fragen, was bei einem Finanzplan für unsere Stadt für die nächsten zwei Jahre sehr befremdlich erscheint. Oder haben sie nur das recht unübersichtliche Zahlenwerk nicht lesen können und waren nicht Manns genug, einfach mal zu fragen?