Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie April, 2010

Benefizkonzert des Musikvereins

April 26, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Kunst/Kultur, Veranstaltungen, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Alljährlich legt die Reihe „Meisterinterpreten im Gespräch“ während der Dresdner Musikfestspiele und des Dixieland-Festivals eine Konzertpause ein. Daß die Dresdner Kulturseiten sie hinsichtlich Vorschauen und Rezensionen seit Jahren totschweigt, kann nicht beirren.

Vor der Festspielzeit bittet der Musikverein die Hörer der Konzertreihe zum Benefizkonzert. Wenn sich dafür abermals Studenten und Absolventen des Dekans der Dresdner Klavierabteilung, Prof. Arkadi Zenzipér, kostenlos zur Verfügung stellen, bleibt zu hoffen, daß das hochgelobte und wohl allzeit zufriedene Publikum sich geschlossen zu den „Meisterinterpreten von morgen“, die in Dippoldiswalde ja allzeit gefördert wurden, und zum Musikverein, der vergeblich um neue Mitglieder wirbt (Jahresbeitrag für Rentner 32,- Euro; keine Pflichten) durch Anwesenheit und einen angemessenen Obolus bekennt. (Ein Kinobesuch in Dresden kostet einen Einheimischen heute mehr als 10,- Euro!)

Wie erst letzte Nacht (26.04.2010) bekannt wurde, werden zum Benefizkonzert zehn Absolventen, Preisträger und Studenten Prof. Zenzipérs auftreten und eine Fülle von Werken darbieten. Auf dem Programm stehen neben Ausschnitten aus Schumanns „Kreisleriana“ und „Carnaval“ sowie den „Waldszenen“, „Etude Tableaux Nr. 5“ Rachmaninows, eine Etüde, eine Sonate und zwei Walzer Chopins sowie Liszts „La Campanella“. Von Mozart über Ravel wird das Programm bis hin zu Préludes von Olivier Messiaen mit Vielfalt und Breite des Angebots jeden Liebhaber der Klaviermusik erfreuen.


Der Musikverein Dippoldiswalde e.V. hat in den fast vierzehn Jahren seines Bestehens nicht nur vier Instrumente angekauft. Er bezahlt Reparaturen und Versicherungen. Geschenke für die Bereitschaft, zu Niedriggagen zu gastieren, u. v. a. m.

Die jungen Künstler werden vor allem Werke von Robert Schumann (am 8. Juni: 200. Geburtstag), Rachmaninow und Prokofjew interpretieren, dabei mit solchen der russischen Meister eine Lücke in den Angeboten schließen. Der Professor wird moderieren.

Wolfgang Mende

Dippser Politessen für Schmiedeberg

April 26, 2010 Von: Karl-Heinz Sobierajski Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert

Dippoldiswalde und Schmiedeberg haben sich geeinigt, dass die Dippser-Politessen auch in Schmiedeberg den ruhenden Verkehr überwachen sollen. Vom Grunde her ist diese Vereinbarung ja in Ordnung, wenn da nicht ein ABER wäre.
Wie will die Stadt Dippoldiswalde diese zusätzliche Aufgabe mit ihrem derzeitigen Personalbestand im Ordnungsamt stemmen?
Es gelingt ja nicht einmal, in der Stadt und ihren 6 Ortsteilen diese Aufgabe zu lösen. Alleine im Neubaugebiet an der Rabenauer Straße herrscht diesbezüglich keine Ordnung. Sowohl Bewohner als auch Besucher stellen ihre Fahrzeuge außerhalb der gekennzeichneten Parkplätze ab, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. In diesem Zusammenhang sollte man sich auch an den Brand auf der Maxim-Gorki-Str. erinnern. Die Probleme für die Feuerwehr und Rettungskräfte waren nicht unerheblich.
Kinder spielen auf der Fahrbahn, obwohl die Straßen nicht als Spielstraßen ausgewiesen sind. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom BETREUTEN WOHNEN fahren mit ihren Patienten im Rollstuhl auf der Fahrbahn. Hinzu kommt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Km/h nicht immer eingehalten wird. Ist das nicht diesen Menschen gegenüber verantwortungslos? Muss denn erst etwas passieren, bevor dagegen etwas unternommen wird? In unserer Stadt gibt es genügend zur Einhaltung der Sicherheit und Ordnung zu tun. Festlegungen, Verordnungen und Gesetze zur Reglung des Zusammenlebens sind die eine Seite, die Kontrolle der Einhaltung die andere. Darüber sollte auch seitens der Stadtverwaltung nachgedacht werden.

Sonisphere Festival 2010

April 25, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Kunst/Kultur, Nebenan, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Ein Muss für alle Heavy-Metal-Fans. Am 19. Juni trifft sich die Creme de la Creme der Szene im nordböhmischen Mimoň (Militärflughafen Hrad-čany).

Sonisphere_2010

Mit dabei beim Sonisphere Festival 2010 sind unter anderem Metallica, Slayer, Anthrax, Megadeth und als Special Guest Heaven and Hell und Mastodon. Insgesamt stehen drei Bühnen zur Verfügung, auf denen neben den erwähnten Highlights noch jede Menge andere Hard- und Heavy-Metal-Bands die Fans zum Toben bringen. Über die Links können Sie/ könnt Ihr die Myspace-Seiten der Bands erreichen.

Das größte tschechische Musikereignis hat dieses Jahr aber nicht nur was für Freunde der ganz harten Riffs zu bieten. Auf der Saturn Electronic Night Stage wird auch den Freunden der elektronischen Klänge einiges geboten. Pendulum DJ Set, Adam Freeland und John B. haben zugesagt und werden die Turntables bis in die frühen Morgenstunden bearbeiten.

Mimoň liegt in etwa zwischen Děčín und Liberec und ist in gut zwei Autostunden zu erreichen. Die Eintrittspreise betragen zwischen 1890 Kronen (ca. 75 Euro) und 4990 Kronen für VIP-Tickets (ca. 199 Euro) und können auch über die deutsche Internetseite von Eventim gebucht werden.

Danke für die Information an Bernd Rudolf/ Prager Zeitung

Dipps. bei “WER WIRD MILLIONÄR ?”

April 23, 2010 Von: Bernd Rothe Kategorie: Allgemein, Dippolds Info, Neues aus Dippoldseggersbach, Sonstiges 2 Kommentare →

Wer am Freitag die Sendung “WER WIRD MILLIONÄR ?” gesehen hat, wird gestaunt haben.

Bei der 16.000-Euro-Frage wurde “Dippoldiswalde” als Antwort “D” ins Spiel gebracht. Herr Jauch hatte zwar ein wenig Probleme das Wort richtig und schnell auszusprechen, aber es dann als ganz normal hingenommen.

rtl

Na, welche Antwort ist richtig? – “B”

Dippoldiswalde ist leider falsch. Das wäre ja auch ein Ding!

Stadtverwaltung verträumt kleines Vermögen

April 23, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Jugend, StattVerwaltung/ StattRat Kommentare deaktiviert

Im Technischen Ausschuss vor wenigen Tagen berichtete Oberbürgermeister Kerndt, dass ein städtisches Grundstück am Eichhörnchenweg nicht mehr benutzt werden kann. Bis vor einigen Jahren war hier der Juki aktiv. Dies war einst der aktivste Jugendklub in Dippoldiswalde. Ob der Verein derzeit noch existiert? Die Räume stehen leer, die Telefonnummer ist abgeschaltet.

Juki

Das Grundstück, genau hinter dem Gebäude der Volkssolidarität, war über den Eichhörnchenweg erschlossen. Dieser Weg befindet sich jedoch in Privatbesitz. Und diese Eigentümer behalten sich vor zu entscheiden, wer ihren Weg benutzen kann. Dass in unmittelbarer Nachbarschaft von den eigenen Wohngebieten nach Ruhe getrachtet wird, ist nur allzu verständlich.

Und so hat Dippoldiswalde nun das Problem, ein lukratives Grundstück in guter Lage nicht nutzen zu können. Ralf Kerndt machte daher den Vorschlag, das Grundstück der Volkssolidarität zur Nutzung (Erbpacht) anzubieten. Ob die Volkssolidarität Dresden überhaupt die Kraft hat, sich hier zusätzlich zu engagieren, bezweifeln sogar einzelne Verantwortliche vor Ort.

Vielleicht, so hofft der Oberbürgermeister, gestalten sich die Anwohner in diesem Areal auch einen Treff- oder Feierplatz.

Freifläche

Insgesamt klingt die Geschichte positiv und als hätte es nie eine Alternative gegeben. Wenn aber das Rathaus sich im Jahr 1999/ 2000 ganz einfach das Wegerecht zu diesem Grundstück hätte eintragen lassen, wie es der damalige Justizminister Kolbe in einer Medieninformation allen Bürgern des Freistaates geraten hatte, hätte es heute keine derartigen Probleme gegeben. Das Grundstück wäre uneingeschränkt nutzbar gewesen.

Um die Rechtslage nach der Wiedervereinigung der ehemaligen DDR mit bundesdeutschem Recht anzugleichen, wurde die Gutglaubensvorschrift des § 892 BGB in den neuen Bundesländern für einen befristeten Zeitraum (bis Ende 1999) eingeschränkt. Durch das 2. Eigentumsfristengesetz wurde diese Regelung um ein weiteres Jahr (bis zum 31.12.2000) verlängert. U.A. sah dieses Gesetz vor, dass Mitbenutzungsrechte, wie insbes. Wege- und Überfahrtsrechte, die nach §§ 321, 322 DDR-ZGB vorhanden waren, im Grundbuch gesichert werden konnten.

Die Inhaber bislang nicht im Grundbuch eingetragener Rechte können diese unter bestimmten Umständen verlieren.

Zur Vermeidung von Rechtsnachteilen sollten Sie sich über die Grundbuchlage informieren und Rechte rechtzeitig durch Eintragung im Grundbuch sichern. Bei Zweifeln wird empfohlen, fachkundigen Rat von Rechtsanwälten oder Notaren einzuholen.

Sachsens ehemaliger Justizminister Manfred Kolbe im November 2000

Und genau diese Grundbucheintragung dürften die damaligen Verantwortlichen im Dippser Rathaus verträumt haben. Aus einem interessanten Grundstück mit entsprechendem Wert wird nun eine Belastung, ein fast unverwendbares Stückchen Land ohne Zufahrt.

Darf man die Namen der Verantwortlichen nennen? Über diese Frage haben wir lange beratschlagt. Aber sowohl Ex-Bürgermeister Horst Bellmann als auch der damalige Bauamtsleiter Harald Bär verdienten in diesen Jahren gutes Geld für ihre Arbeit. Ersterer genießt nun seine Rente (die auch aufgrund der Bezüge für das Amt als Bürgermeister berechnet wird), Harald Bär fand nach seinem nebulösen Ausscheiden einen guten Arbeitsplatz bei der Landestalsperrenverwaltung.

Und während Privatpersonen für den Staat sofort mit ihrem Privatvermögen haften – fast jeder hat schon mal eine Mahnung mit der Androhung der Vollstreckung erhalten, wenn er vergessen hat, seine KFZ-Steuer zu bezahlen – gibt es für Politiker keine Amtshaftung. Bei Fehlentscheidungen einer Behörde zahlt im Zweifel der Steuerzahler.

Daher: Man darf und man muss die Namen der Verursacher nennen, sonst denken die Verantwortlichen in diesen Positionen lediglich bis zum Ende ihrer Wahlperiode bzw. bis zu ihrer Rente. Wer Fehler macht, soll wie jeder andere Bürger dieser Republik auch für sein Handeln einstehen müssen.