Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie September, 2010

Mündige Bürger oder duldsame Untertanen erwünscht?

September 07, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, StattVerwaltung/ StattRat, Verkehr Kommentare deaktiviert

Wie korrekt verhält sich unsere Stadtverwaltung gegenüber ihren Klienten/ Bürgern?

Bereits Anfang Mai überreichte ein Gruppe Ulberndorfer Bürger eine Petition, in der sie sich über die Anwendung der Straßenbaubeitragssatzung beschweren. Zwei Monate später sah sich OB Kerndt noch zu keiner Antwort in der Lage, die StattZeitung berichtete auch hierüber.

In der jüngsten Stadtratssitzung nutzte Gotthard Winter – einer der Betroffenen – die Bürgerfragestunde, um nachzufragen und um weitere Unterschriften der durchgeführten Sammlung nachzureichen. Auf seine Frage antwortete Oberbürgermeister Ralf Kerndt, die Stadtverwaltung arbeite derzeit noch an einer Antwort und man möge sich doch noch etwas gedulden – die Sache sei so komplex. Inzwischen sind knapp vier Monate ins Land gegangen.

Im Auftrag der Ulberndorfer Bürger überreichte Kathrin Siegel weitere Unterschriften an den Oberbürgermeister Ralf Kerndt

Dabei braucht sich jeder Bürger nur 6 Wochen gedulden. Bis dahin MUSS laut Sächsischer Gemeindeordnung die Verwaltung antworten.

Oder hält es unsere Stadtverwaltung mit Gustav von Rochow, einem königlich preußischen Innen- bzw. Staatsminister (1792-1847)? „Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt; aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.”

Aufbruch unter Tage

September 07, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Historisches, Kunst/Kultur, Personalien, Sonstiges, Tourismus, Umwelt 2 Kommentare →

Der Bergbau, der vor hunderten von Jahren unsere Stadt „unterkellerte“ bringt neben den Problemen mit Tagebrüchen und Behinderungen durch Arbeiten der Bergsicherung jetzt auch die Internationale Fachtagung

»Aufbruch unter Tage. Stand und Aufgaben der montanarchäologischen Forschung in Sachsen«

vom 9. bis 11. September ins Dippser Kulturzentrum.

Video von FRM-Regionalfernsehen

Diese Fachtagung dient neben der Vorstellung der vorläufigen Untersuchungsergebnisse im Bereich der herausragenden mittelalterlichen Bergbauanlagen und -funde von Dippoldiswalde, auch der Bestimmung des derzeitigen Forschungsstandes in Sachsen im Vergleich zu montanarchäologischen Projekten in Deutschland und Europa.

Neben entsprechenden Vorträgen zu archäologisch-denkmalpflegerischen Aspekten, wird durch Fachreferate zudem der für die moderne Montanarchäologie unerlässliche Beitrag der Nachbardisziplinen (Mediävistik, Archiv- und Rechtswissenschaften, Kartographie) und der Naturwissenschaften (Mineralogie, Geologie, Dendrochronololgie, Archäometallurgie) beleuchtet.

Weitere Informationen: http://www.archaeologie.sachsen.de/Themenportal/2697.htm

Schwabenstreich am Dippser Bahnhof

September 06, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Bürgerinitiativen, Historisches, Nebenan, Sonstiges, Veranstaltungen, Verkehr 4 Kommentare →

Freunde der Weißeritztalbahn werden sich am Freitag, dem 10. September 2010, ab 18.45 Uhr treffen um Punkt 19 Uhr am Bahnhof Dippoldiswalde einem “Schwabenstreich” zu veranstalten. Mit diesem soll der Protest gegen das Milliardenprojekt Stuttgart 21 sowie andere milliardenschwere Verschwendungen in unsinnige Verkehrsprojekte, auch im Freistaat Sachsen, unterstützt und gleichzeitig an den vollständigen Wiederaubau der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf erinnert werden. Angsichts dieser Verschwendungssucht von PolitierInnen und EntscheidungsträgerInnen wäre es doch ein Leichtes die erfogderlichen Gelder für den zweiten Teilabschnitt der Weißeritztalbahn (Dippoldiswalde – Kipsdorf) zur Verfügung zu stellen. Wie lange will man uns noch an der Nase herumführen?

Wie ein Schwabenstreich geht, dass sieht man in folgendem Video:

Genau 19.00 Uhr bis 19.01 Uhr für 60 Sekunden lautstark mit Stimme, Pfeife, Tröte, Trommel, Trompete, Kochtopf oder anderem “Lärminstument” Krach machen und sich damit bei den Politikern Gehör verschaffen…

Das Plakat als PDF mit weiteren Informationen bitte hier herunterladen.

Wird er der neue Pfarrer für Dippoldiswalde?

September 06, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Kirchgemeinde, Personalien, Veranstaltungen 1 Kommentar →

Am gestrigen Sonntag (5. September 2010) predigte Pfarrer Dr. Sebastian Schurig aus Marlishausen in Thüringen in der Dippser Stadtkirche. Er ist einer der beiden Bewerber für die freie Pfarrstelle.

Nach dem Gottesdienst stelle er sich den Fragen der Gemeindeglieder und beantwortete diese ausführlich.

Der zweite Bewerber Pfarrer Ulf Döring  aus Lichtenberg bei Freiberg wird am Sonntag, dem 19. September, 10.30 Uhr in der Dippser Stadtkirche einen Gottesdienst halten  und sich der Kirchgemeinde vorstellen.

Nach den Gottesdiensten und Gesprächen mit Kirchgemeindevertretern und dem Kirchenvorstand des Kirchspiels Dippoldiswalde – Schmiedeberg erfolgt die Wahl durch den Kirchenvorstand.

3.000,- Euro mehr im Stadtsäckel

September 05, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Gewerbe, StattVerwaltung/ StattRat Kommentare deaktiviert

Dieses Ziel verfolgt die Stadtverwaltung, als sie kürzlich den Stadtrat darüber befinden ließ, ob die fest installierte Werbung an den Lichtmasten in Dipps künftig 50 Euro, statt wie bisher 30,- Euro pro Jahr, kosten solle. Hierfür war eine Änderung der Sondernutzungssatzung (Stadtratssitzung am 1.9.10, TOP 7) erforderlich.
Bis auf Stadtrat Triller (UB) stimmten alle Räte für diese Gebührenerhöhung bzw. enthielten sich der Stimme. Michael Triller, Inhaber des Obertorgrills und selber Nutzer der Werbemöglichkeiten an mehreren Stellen, wollte diese Kostenerhöhung nicht hinnehmen und fragte mehrfach nach, ob die Stadt nun wenigsten die Schilder putzen würde. Oberbürgermeister Ralf Kerndt musste ihn jedoch enttäuschen.

Auch Stadtrat Triller wirbt für seinen Obertorgrill mehrfach im Stadtgebiet

Ob die 3.000 Euro bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen? Schließlich bedeutet auch eine einfache Satzungsänderung Arbeit für die Amtsstuben, Kosten für Kopien und Veröffentlichungen. Aber Dank der Hilfe der Werbenden ist zumindest in dieser Satzung überall korrigiert worden, dass sich Dippoldiswalde nun „Große Kreisstadt“ nennen darf.