Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie November, 2010

Informationsveranstaltung zur Elektromobilität im Straßenverkehr

November 09, 2010 Von: Ulf Geißer Kategorie: Allgemein, Energieversorgung, Landkreis, Nebenan, Umwelt, Veranstaltungen, Vereine berichten, Verkehr 6 Kommentare →

Die Veranstaltung des Energietisch Altenberg e.V. (ETA) stand ganz im Zeichen der zukünftigen elektrisch angetriebenen automobilen Fahrzeugeneration auch wenn zu diesem Termin letzten Freitag nur wenige Gäste den Weg ins Altenberger Rathaus fanden. Sicher hängt das auch mit der Tageszeit am Vormittag zusammen. Auf Nachfrage versprach Herr Papsch dass für folgende Veranstaltungen der Zeitpunkt in den späten Nachmittag oder in die Abendstunden gelegt werden sollte. Anderseits ist davon auszugehen dass das ganze Thema „Elektromobilität“ auf unseren Straßen, gerade auch im Mittelgebirge, sicher auch mit individuellen Vorbehalten entgegnet wird. Dazu diente letztlich auch diese Veranstaltung um zumindest technische und realitätsnahe Lösungen, welche schon am Markt existieren, aufzuzeigen. Wie so oft bei der Etablierung neuer, zukunftsweisender Ideen und Technologien „hängt“ vieles immer von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen ab und die erste Frage steht dabei immer im Raum: „Lohnt/rechnet sich das Ganze überhaupt finanziell?“.

der Vereinsvorsitzende Herr Dietrich Papsch begrüßt die Gäste und den Referenten Herrn Dipl.-Ing. Reiner von der SAENA im Rathaus Altenberg

der Vereinsvorsitzende Herr Dietrich Papsch begrüßt die Gäste und den Referenten Herrn Dipl.-Ing. Reiner von der SAENA im Rathaus Altenberg

Um diese und andere wichtige Fakten, Zusammenhänge und auch um ein überregionales und deutschlandweites Bild zu zeichnen, konnte der  Vertreter der Sächsischen Energieagentur GmbH (SAENA) im Bereich zukunftsfähige Energieversorgung, Herrn Martin Reiner als fachkundigen Referenten gewonnen werden. Kontakt für diesbezügliche weitere Nachfragen: martin.reiner@saena.de

Die SAENA www.saena.de als Gesellschaft des Freistaates Sachsen und der Sächsischen Aufbaubank beschäftigt sich mit der gesamten Problematik „Steigerung der Energieeffizienz und zukünftige Energieversorgung“ im privaten wie auch im gewerblichen und öffentlichen Bereich in Sachsen. Es werden verschiedene Projekte vorangetrieben wie beispielsweise das Solarportal Sachsen, Modellregion Elektromobilität Sachsen oder auch Energieautarke Modellregionen in Sachsen sowie European Energy Award® – kommunale Energiearbeit .

Der Öffentliche Personennahverkehr ÖPNV nimmt in der Arbeit der SAENA genauso eine herausragende Rolle ein wie die Information von Städten und Gemeinden hinsichtlich Optimierung der öffentlichen Infrastruktur beispielsweise der Stromnetze, der kommunalen Gebäude aber auch des Fuhrparkes (Stichwort wäre der schrittweise Umbau des vorhandenen Fuhrparkes hin zu elektromobilen Lösungen). Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Fakt dass Sachsen eine der acht ausgewählten Modellregionen in Deutschland ist und deshalb auch auf besondere Förderungen seitens der Politik setzen kann!

diese Grafik zeigt ganz klar worüber der Weg gehen muß: die Stromversorgung der zukünftigen Elektromobilität nur mit 100% Erneuerbare Energien! Bitte aufs Bild zur Vergrößerung klicken!

diese Grafik zeigt ganz klar worüber der Weg gehen muß: die Stromversorgung der zukünftigen Elektromobilität nur mit 100% Erneuerbare Energien! Bitte aufs Bild zur Vergrößerung klicken!

Herr Reiner konnte anhand seiner anschaulichen Folien (siehe oberes Bild) den Gästen klarmachen dass zukünftig im Bereich Individualverkehr die Elektromobilität einen immer größer werdenden Stellenwert einnehmen wird auch wenn davon auf unseren Straßen natürlich noch sehr wenig zu erkennen ist. Eine selbsterklärende Zahl hierzu: Den über 41 Mio. in Deutschland zugelassenen fossil betriebenen Fahrzeugen aller Kategorien stehen aktuell gerade mal 1.600 rein elektrisch betriebene E-Mobile gegenüber. Vor diesem Hintergrund sind selbst die von der in solchen Fragen konservativ handelnden Bundesregierung genannten prognostizierten Zulassungszahlen von immerhin einer Million Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 eigentlich gar nicht glaubhaft. Jedoch wurde in der Veranstaltung auch klar, dass in den nächsten überschaubaren 5 bis 10 Jahren kein Weg dran vorbeigehen wird. Auch wenn derzeit die Spritpreise an den Zapfsäulen trügerisch konstant vor sich hin dümpeln, die weltweiten Verteilungskämpfe haben längst begonnen, nicht nur beim Erdöl… Auch andere fossile Rohstoffe werden gerade vor dem Hintergrund einer tatsächlich wieder anziehenden Konjunkturbelebung mehr nachgefragt werden. Es ist wie immer alles nur eine Frage der Zeit. Und wenn der Tag X kommen wird und der Liter Benzin 2,50 € und mehr kostet dann sieht die eingangs erwähnte „Rechnung“ des kleinen Mannes womöglich schon ganz anders aus…  Das in der Zwischenzeit weiter am alternativen Elektroantrieb, hoffentlich auch in Deutschland geforscht wird, auch in Bezug auf das Herzstück des Fahrzeuges, der Batterie, ist allen klar. Der Autor dieses Beitrages ist überzeugt davon dass bei den namhaften deutschen Autoherstellern schon längst entsprechende Problemlösungen wie z.B. verbessertes Batteriemanagment für höhere Reichweiten in den Schubladen liegen. Allein, es fehlt die massenhafte Nachfrage. Und diese wird erst kommen wenn bei entscheidend höheren Spritkosten und günstigeren Fahrzeugpreisen von alltagstauglichen Elektromobilen die Rahmenbedingungen entsprechend vorhanden sind. Eine schon heute realistische und im Alltag voll nutzbare Zwischenlösung sind die sogenannten Hybridautos, also mit Benzin-/Diesel- und Elektroantrieb, beispielsweise vom japanischen Marktführer Toyota.

das ist der zweisitzige Stromer "Tazzari Zero" des Herstellers Smiles-World: http://www.smiles-world.de/tazzari-zero-konzept

das ist der zweisitzige Stromer "Tazzari Zero" des Herstellers Smiles-World: http://www.smiles-world.de/tazzari-zero-konzept

vollelektrischer, viertüriger Kleinwagen mit modernem Sicherheitskonzept: der CitySax aus Dresden, www.citysax.de

vollelektrischer, viertüriger Kleinwagen mit modernem Sicherheitskonzept: der CitySax aus Dresden, www.citysax.de

In der Zwischenzeit versuchen SAENA, Energietisch Altenberg e.V. & Co. die interessierten Mitmenschen dahingehend aufzuklären, lokale Netzwerke zu schaffen, das Marketing zu optimieren und den Blick für die heutigen und auch zukünftig nicht geringer werdenden Probleme im Bereich Umweltschutz und Energieversorgung zu schärfen…

Und deshalb war diese Veranstaltung letzten Freitag trotz des geringen Zulaufes zumindest für die anwesenden Gäste sehr informativ!

Über Stadträte und verschlamperte Gelder

November 09, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Dippolds Info, StattVerwaltung/ StattRat, Tourismus Kommentare deaktiviert

Das Agieren der Stadträte mutet für den Außenstehenden durchaus wie ein Trauerspiel an. Hilflos und bittend versuchen sie den Diskurs mit der Stadtverwaltung aufrecht zu erhalten. Zumindest, wenn man den öffentlichen Teil der Stadtratssitzungen analysiert.
Haushaltpläne und wirklich wichtige Entscheidungen für unsere Stadt werden oftmals durchgewunken, die Vorlagen hinterlassen nicht selten den Eindruck, als wären sie nicht als Arbeitspapier zur Vorbereitung der Beschlussfassung genutzt worden. Es soll schon Stadträte gegeben haben, die sich die Unterlagen für die Sitzung erst angeschaut haben, als sie im Rathaus auf ihrem Stuhl Platz genommen hatten.
Die Themen der Beratungen diktiert nahezu ausnahmslos die Verwaltung.

Richtig bunt werden die Diskussionen hingegen lediglich, wenn über die Farbe eines Werbeschildes oder die Größe eines Aufstellers diskutiert wird. Hier scheint es, als wölle jeder Kompetenz für seine Stadt zeigen.
Eine kritische aber konstruktive Opposition gibt es in diesem Gremium ebenso wenig wie eine starke Führungskraft.

Dass die eigentliche Aufgabe eines Gemeindevertreters aber darin besteht, soviel wie möglich Einzelentscheidungen sich „vom Leibe zu halten“, um eher Leitentscheidungen intensiv zu erörtern, um sachkundig zu entscheiden, wird leider immer wieder vergessen.
In einem kleinen Büchlein las ich unlängst die Sätze:

„Rückbesinnung auf das „Ob“ und „bis Wann“ und das „Wie“ und „mit Wem“ dem Bürgermeister überlassen – das ist die beste Grundlage für eine ratsentsprechende Aufgabenwahrnehmung. Die Räte müssen sich mit dem Leitbild der Kommune einschließlich der finanziellen Strategie befassen, die Ziele vorgeben, aber auch deren Verwirklichung kontrollieren, die Ausformulierung und die Ausführung selber jedoch der Verwaltung überlassen, ohne die Beschlüsse bis auf den Schreibtisch zu reglementieren und zu kontrollieren. Auf diese Weise wird auch der immer wieder beklagten zeitlichen Überbeanspruchung Rechnung getragen.“

Und so wirbt dieses Buch für ein gesamtkonzeptionelles Denken für eine demokratisch legitimierte Selbstverwaltung der Bürgerkommune.


Aus dem Schriftenverzeichnis der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
Bestellnummer: 533

Dass Dippoldiswalde ein Leitbild hat, ist bisher nicht zu erkennen. Die Weißeritztal-Erlebnis GmbH erarbeitete vor einigen Jahren einmal ein Strategiepapier für sich. Dieses dürfte aber nach dem Ausscheiden von Geschäftsführer Gerhard Schulze nicht mehr gewünscht sein.

Ebenfalls von Gerhard Schulze koordiniert, und von der Stadt mit einer 5-stelligen Summe finanziert, wurde unlängst ein Tourismuskonzept in Auftrag gegeben. Nach einer Umfrageaktion im Stadtgebiet, zwei Besuchen eines eher theoretisch orientierten westdeutschen Professors und nach der Ausgabe einiger tausend Euro später liegt das Papier nun unbeachtet in einer Schublade im Rathaus. Allen Stadträten ist dieser Fakt bekannt.
Da der Tourismus durchaus ein schnelllebiges Geschäft ist – Wetter oder Wirtschaftskrise haben hier binnen Monaten einen gewaltigen Einfluss – dürfte diese finanzielle Ausgabe sowie die Arbeit der zahlreichen daran beteiligten Personen bereits jetzt als sinnfrei zu bewerten sein.

Allerhöchste Zeit also, dass sich die gewählten Vertreter unserer Stadt auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen und sich dieser mit Herzblut, Ideen und etwas Mut widmen.

Auch die Polizei muss sparen

November 09, 2010 Von: Karl-Heinz Sobierajski Kategorie: Neues aus Dippoldseggersbach, Polizeibericht, Sonstiges 1 Kommentar →

Polizei-Computer-Notruf (Computergrafik: Karl-Heinz Sobierajski)

Auch die Polizei muss sparsam mit dem Geld umgehen und will doch, trotz Personalabbau, besten Service bieten. Aus diesem Grunde testet man jetzt die Umstellung des NOTRUF 110 auf die AUTOMATISCHE NOTRUFANNAHME.
Statt wie bisher nur das Rufzeichen ertönen zu lassen, damit sich danach der nächste freie Polizeibeamte meldet, soll jetzt das Rationalisierungspotenzial genutzt werden. Der Notruf wird in Zukunft vom Computer, ohne menschliches Eingreifen entgegen genommen, dieser leitet alle erforderlichen Maßnahmen ein. Wie das vonstatten geht, wird in dem folgendem Protokoll verdeutlicht.

Protokoll eines Notruf’s

Anrufer:
Hier ist Mustermann, aus der Musterstraße 3, bei mir ist ein bewaffneter Einbrecher in der Wohnung!

Polizei:
Dies ist das automatische Notrufbearbeitungssystem der Polizei. Bitte drücken Sie die 1, wenn Sie Opfer oder Zeuge einer kriminellen Handlung ….

Anrufer:
drückt die 1.

Polizei:
Wenn Sie einen Diebstahl melden wollen, drücken Sie jetzt die 1, bei einer Körperverletzung drücken Sie die 2. Wollen Sie einen Raubüberfall melden, drücken Sie die 3. Für einen Verkehrsunfall mit Personenschaden oder anderen Bagatellen drücken Sie die 4.

Anrufer:
drückt die 3.

Polizei:
Wenn der Täter flüchtig ist, sagen Sie „WEG“. Werden Sie unmittelbar bedroht, sagen Sie „HILFE“.

Anrufer:
„HIIIIFEEE“!

Polizei:
Bitte wiederholen Sie ihre Ansage, ich konnte Sie nicht verstehen.

Anrufer:
„HIIIIFEEE“!!!

Polizei:
Danke. Wenn der Täter bewaffnet ist und Sie bedroht, sagen Sie „WAFFE“.

Anrufer:
„WAFFE“.

Polizei:
Handelt es sich um eine Schusswaffe, sagen Sie „SCHUSSWAFFE“. Handelt es sich um ein Messer, sagen Sie „MESSER“. Werden Sie mit einem Schlagwerzeug bedroht, so sagen Sie „KEULE“.

Anrufer:
„SCHUSSWAFFE“

Polizei:
Ist die Waffe geladen, sagen Sie „SCHARF“. Ist die…..

Anrufer:
Woher soll ich denn das wissen?

Polizei:
Ich habe Sie nicht verstanden, bitte wieder…..

Anrufer:
(brüllt): „SCHARF“.

Polizei:
Gelingt es Ihnen nicht, den Angreifer zu entwaffnen, drücken Sie die 1. Gelingt es Ihnen den Angreifer zu entwaffnen, drücken Sie den Abzug.

Anrufer:
(überwältigt den Einbrecher, entreißt ihm die Waffe und drückt ab, es knallt).

Polizei:
Vielen Dank, dass Sie die 110 gewählt haben. Für die Entsorgung des Einbrechers wählen Sie bitte die 112 und fragen Sie den Notarzt oder Ihren Nachbarn, ob er Ihnen behilflich sein könnte.

(Freizeichen)

Man kann nicht sicher sein, ob das auch in Zukunft nur ein Witz ist. Fakt ist, dass in Berlin eine Hotline bei der Polizei getestet werden soll.  In diesem Sinne…….

Text nach der Idee eines Insiders

November-Ortschaftsratssitzung in Reichstädt am letzten Donnerstag

November 09, 2010 Von: Ulf Geißer Kategorie: Allgemein, Sonstiges, StattVerwaltung/ StattRat, Veranstaltungen 1 Kommentar →

Zwar etwas verspätet aber nicht minder aktuell und sicher nicht nur für die Reichstädter informativ möchte ich an dieser Stelle die wichtigsten Themen der letzten Ortschaftsratssitzung (OR) darstellen.

Der Ortschaftsrat Reichstädt tagte am 04.November 2010 im Niederen Gasthof

Der Ortschaftsrat Reichstädt tagte am 04.November 2010 im Niederen Gasthof

Herr Roland Kröhnert als OR-Vorsitzender begrüßte weitere sechs Mitglieder des OR sowie zehn anwesende Bürger.

Das erste Thema betraf die erforderliche Dorfbachsanierung welche bereits in vorangegangenen Versammlungen immer wieder zur Sprache kam. Herr Kröhnert teilte mit dass aus bestimmten Gründen das bisherige Ingenieurbüro seitens der Stadt ausgetauscht wurde und nun ein anderes die weiteren Planungen vorantreiben soll. Der OR hofft dass damit jetzt keine Kostenerhöhungen einhergehen und weiter subjektiv empfunden Zeit ungenutzt verstreicht und für den Bürger sichtbar immer noch keine Aktivitäten in absehbarer Zeit beginnen werden. Denn das nächste Unwetter mit lang anhaltenden Niederschlägen kommt bestimmt! Herr Kröhnert konnte noch mitteilen dass im Februar bzw. März des nächsten Jahres dazu eine Einwohnerversammlung mit den zuständigen Verantwortlichen stattfinden wird.

Als zweiten Tagesordnungpunkt befasste sich der OR mit dem genauso wichtigen Problem der Brückensanierung am unteren Feuerwehrgerätehaus, welche nun offenbar keine mehr sein wird denn diese alte, marode Brücke soll einem Neubau weichen. Dazu wurden bereits seitens der Stadt Kostenschätzungen angestellt welche besagen dass mit mindestens 160.000 Euro zu rechnen ist! Das ganze Projekt wird zwar fördermittelrelevant sein aber welcher Eigenanteil bei der Stadt verbleiben wird konnte zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht verlautbart werden. Es ist erwartungsgemäß eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorgesehen. Jedoch gibt es bis jetzt keine Aussagen zur Tonnagebegrenzung. Im Gespräch wären hier 3,5 Tonnen.

Als Nächstes wurde das so genannte „Regen-Rückhaltebecken“ zwischen den Wohngebieten Ziegelgrund I und Ziegelgrund II angesprochen dass entgegen seiner geplanten Funktion im Niederschlagsfall, gerade bei extremen Wetterlagen, kein bisschen an den anfallenden Wassermengen aufzunehmen vermag. Über die Gründe kann derzeit nur spekuliert werden und es sollte laut Herrn Kröhnerts Aussage am gestrigen Montag mit den Verantwortlichen der Stadt (OB Kerndt dem Vernehmen nach) und des Abwasserzweckverbandes ein Vor-Ort-Termin stattfinden um den Sachverhalt für die betroffenen Anlieger schnellstens zu klären.  

Ein äußerst wichtiger Punkt wurde als Viertes behandelt, die Vorlage eines dezimierten Winterdienst-Einsatzplanes, ausgegeben vom Bauamt mit der Bitte um umgehende Stellungnahme des OR, für das zukünftige Beräumen der öffentlichen Reichstädter Straßen, Wege und Plätze. Allen OR-Mitgliedern war nicht klar wie die vier vorgeschlagenen Kategorien mit unterschiedlichen Prioritäten bezüglich Beräumungszeiten und –intervallen zu deuten wäre da diese Liste nicht selbsterklärend vorbereitet wurde. Es geht zumindest hervor dass wichtige Anliegerstraßen wie die Neue Siedlung, Blochmannring u.a. wohl gar nicht mehr oder nur noch äußerst eingeschränkt beräumt werden sollen. Nach umfänglicher Diskussion der Ortschaftsräte wurde klar Stellung bezogen dass dieses vorgelegte Papier aus dem Bauamt mit seiner jetzigen inhaltlichen Aussagekraft (soweit das aufgrund der Unklarheiten überhaupt beurteilt werden kann) abgelehnt und generell verlangt wird, den bisherigen Beräumungsumfang und die –intensität beizubehalten. Zu diesem ganzem Wirrwarr passt die Anmerkung des Ortschaftsratsvorsitzenden dass wohl der OB zu dem Papier gemeint hätte “das kann man den Bürgern doch nicht antun und er wäre grundsätzlich dagegen solche Einschränkungen gegenüber den Anliegern durchzusetzen”. Ohne weiteren Kommentar…

Durch einen der noch drei aktiven Redakteure der „Reichstädter Nachrichten“, R.-J.Herrklotz, wurde das nächste schwierige Thema als zentrale Frage im OR angesprochen: Wie geht es in absehbarer Zeit mit unserer Dorfzeitung weiter? Es finden sich immer weniger Reichstädter welche auch mal einen kleinen oder größeren inhaltlichen Beitrag für die RN liefern. Die Abonnentenzahlen sind zwar konstant aber der persönliche Aufwand, die fehlenden Themen (obwohl es sicher genug vom dörflichen Leben zu berichten gäbe) und manchmal verständlicherweise die Motivation liefern weitere Gründe, das monatliche Blatt in Reichstädt vielleicht schon bald einstellen zu müssen. Auch zu diesem Punkt wurde intensiv diskutiert und es wurden auch manche Vorschläge gemacht. Entscheidend ist aus Sicht vieler Anwesender vor allem die spürbar höhere Beteiligung der Nutzer bei den benötigten Lesebeiträgen!

Es wurden noch weitere Themen angesprochen wie die ursprünglich horrende Erhebung einer Verwaltungsgebühr seitens der Stadt anlässlich des Festumzuges zum 125-jährigen Jubiläum der Reichstädter Feuerwehr welche aber seitens des OR erfolgreich abgemildert werden konnte. Es kam auch (wieder mal) das im Frühsommer vom Elternrat der Grundschule angeschobene Problem der dringend sanierungsbedürftigen Turnhalle und des völlig desolaten Sportplatzes zur Sprache. Herr Kröhnert konnte als Vertreter des betroffenen Ortsteiles nur soviel mitteilen dass die notwendigen Mindest-Baumaßnahmen zumindest in der als Entwurf bestehenden Planung des Doppelhaushaltes 2011/2012 mit aufgenommen worden sind. Ob und wenn ja in welcher Höhe dazu Fördermittel, z.B. aus dem ILE-Programm fließen könnten ist offiziell nicht bekannt. Die morgen Abend im Stadtrat erwartete Debatte zur Aufhebung der von der Stadt eingeführten Straßenausbausatzung wurde auch hier im OR nochmals aufgegriffen und diskutiert. 

Ein letzter wichtiger Punkt war die dem OR vorliegende Anfrage der kürzlich im Dippser Ortsverband gewählten CDU-Kandidatin für die am 29.Mai nächsten Jahres stattfindende OB-Wahl, Frau Kerstin Körner. Wie zu Ihrer Nominierung Mitte Oktober schon angekündigt erklärte sie sich bereit zu einer der nächsten OR-Versammlungen in Reichstädt die hoffentlich zahlreichen Fragen, Wünsche und vielleicht auch Anregungen und Ideen der Einwohner für eine bessere bürgernahe Verwaltungsarbeit beantworten und aufnehmen zu wollen. Sicherlich wird sie auch ihre Ziele als eventuell neue Dippser Oberbürgermeisterin den interessierten Bürgern aufzeigen. Der Termin in Reichstädt könnte also schon Anfang Januar sein, die StattZeitung wird dazu an dieser Stelle informieren und den konkreten Zeitpunkt mitteilen.

Zu allen angeführten Themen bleibt die StattZeitung natürlich am Ball und wird zu gegebener Zeit wieder berichten.

Die letzte öffentliche Ortschaftsratsversammlung des Jahres 2010 findet am 2.Dezember um 19:30 Uhr in Reichstädt, Niederer Gasthof, statt. Alle interessierten Bürger sind dazu herzlich eingeladen.

Für weitergehende Fragen, Wünsche, Anregungen und auch Kritik stehen der OR-Vorsitzende Herr Kröhnert unter der Tel.-Nr. 0171-5022075 und sein Stellvertreter Herr Falk Hennig telefonisch unter 618511 gern zur Verfügung.

Dippser Busfahrer streiken heute

November 09, 2010 Von: Uwe Glöß Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert

In Sachsen wird es heute zu teils erheblichen Einschränkungen im regionalen Busverkehr kommen. Die Gewerkschaft ver.di hat für heute Warnstreiks angekündigt. Ab drei Uhr werde es zeitlich gestaffelte Arbeitsniederlegungen in verschiedenen Regionen geben. Zum Streikgebiet gehört auch der Regionalverkehr rund um Dresden, was auch den Busverkehr im Osterzgebirge beinhaltet. Sehr zum Unverständnis der vielen Abo- Benutzer, denn die letzte Tariferhöhung ist noch nicht trocken. Hier fielen schon mehrere Linien aus.