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Artikel der Kategorie November, 2010

Borreliose Selbsthilfegruppe

November 14, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Bürgerinitiativen, Gesundheit, Neues aus Dippoldseggersbach, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Das Wichtigste vorweg: Die Borreliose Selbsthilfegruppe Sächsische Schweiz-Osterzgebirge trifft sich

  • jeden letzten Montag im Monat (außer August und Dezember)
    von 17.00 bis 19.00 Uhr
    im DRK-Zentrum Freital, Dresdner Str. 207
  • Ansprechpartnerin ist:
    Astrid Zimmermann
    Tel: 035056 32343 E-Mail: asti-z@web.de

Die Kreisreform machte den Umzug der Beratungsstelle für Borreliose und andere zeckenübertragende Krankheiten von Rabenau nach Freital notwendig. Ab sofort ist die Borreliose Selbsthilfegruppe Sächsische Schweiz – Osterzgebirge jeden letzten Montag im Monat (außer August und Dezember) in der Zeit von 17 bis 19 Uhr im DRK-Zentrum Freital, Dresdner Str. 207 anzutreffen. Verbessert werden soll dadurch die Beratung von Betroffenen aus dem Altkreis Sächsische Schweiz. Die Stadt Freital ist, im Gegensatz zur bisherigen Beratungsstelle, verkehrsgünstiger zu erreichen. Das DRK-Zentrum befindet sich ganz in der Nähe der S-Bahnstation Freital-Deuben und des zentralen Busbahnhofes.

Aber die Suche nach diesen Informationen gestaltete sich nicht ganz einfach. Bei Eingabe der relevanten Suchbegriffe wurde auf folgende Domain:

  • www.borreliose-sachsen.de

(bewußt nicht verlinkt) verwiesen, unter der in der Vergangenheit (bis vor etwa 3, 4 Jahren) eine private Webseite mit Interessantem und Wissenswertem zum Thema auf Sachsen bezogen zu finden war.

Aber wenn man diese Domain heute aufruft, dann landet man ganz woanders. Man wird über eine Webseite (http://www.maxted.de/) weitergeleitet und landet bei Dänischen Ferienhäusern, beim Otto-Versand, einer Flirt-Webseite, einem Kfz-Versicherungsvergleich, einem Seitenspungportal – und auf was weiß ich noch für Webseiten – ich gebe hier die Recherche einfach auf…

Wie so etwas sein kann? Na ganz einfach, der damalige Domaininhaber hat diese Domain (aus welchen Gründen auch immer) abgemeldet und so wurde diese Domain für andere Interessenten frei. Und da fand sich einer. Ein anderer Interessent, einer aus der Schweiz, einer dem es vermutlich nur ums Geldverdienen geht. Der

als Investor für hochwertige Domainnamen und Portfolios im Sekundär Domainmarkt [agiert].
Hierfür entwickelt und nutzt er neue Werbemodelle um den Traffic seiner Domains zu monetarisieren.

Ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten der von Borreliose befallenen. Und auch der Erfolg seiner Werbekunden scheint ihm egal zu sein. Oder glaubt dieser Herr ernsthaft dass jemand, der Hilfe gegen seine Krankheit sucht, diese Werbeangebote freudig annimmt. Er wird wohl einfach verärgert die Seiten schließen und genervt weitersuchen…

Wanderröte als Spätfolge eines Zeckenstichs mit Borrelioseinfektion (Foto: Jost Jahn)

Wanderröte als Spätfolge eines Zeckenstichs mit Borrelioseinfektion (Foto: Jost Jahn)

Volkszählung oder Datensammlung?

November 14, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Bundespolitik, Bürgerinitiativen Kommentare deaktiviert

In diesen Tagen haben/ werden alle Grundstücksbesitzer oder Grundstücksverwalter Post erhalten. Der Zensus 2011 – ein anderes Wort für Volkszählung – wirft seine Schatten voraus.

Im jetzigen Rundschreiben wird vorab eine Umfrage vorgenommen, wo bzw. welche Immobilien in wessen Besitz sind. Im Mai 2011 wird dann eine repräsentative Umfrage vorgenommen. Jeder Zehnte muss sich dann z.T. ganz persönliche Fragen gefallen lassen, z.B. ob es bei ihm einen Migrationshintergrund gibt, welcher Glaubenszugehörigkeit (Religion) er sich nahe fühlt, welche Weltanschauung er hat, etc. Wer dies boykottiert oder bewusst falsche Angaben macht, kann mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld bestraft werden.

Kritiker liefen – bisher allerdings erfolglos – Sturm gegen diese Datensammelei. Eine Verfassungsbeschwerde, die von über 13.000 Bürgern als Online-Petition unterzeichnet wurde, hat das Bundesverfassungsgericht aus formellen Gründen nicht zugelassen. Insbesondere sehen die Gegner der Volkszählung datenschutzrechtliche Probleme. Zudem seien die Kosten von derzeit geschätzten 750 Millionen Euro reine Verschwendung, sind doch noch nicht einmal die Daten der letzten Volkszählung in der Bundesrepublik (1987) brauchbar ausgewertet worden.

Und ganz unrecht scheinen die Kritiker auch nicht zu haben, sind doch die erfassten Daten über verschiedene „Ordnungsnummern“ personalisierbar, lassen sich mit anderen Datenbanken einfach verknüpfen und abgleichen. Gerade in Sachsen, dies können Sie aus der Anschrift des vorbereiteten Antwortbriefes ersehen, wurde ein privatrechtliches Unternehmen (GmbH) mit der Auswertung der ersten Daten beauftragt. Und auch was die Kosten anbetrifft, so hat selbst Dippoldiswalde extra einen befristeten Arbeitsplatz für den Zensus 2011 in der vorletzten Stadtratssitzung schaffen müssen.

Wer sich zu diesem Thema näher informieren möchte, hier die offizielle Homepage für den Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes.

Die Argumente der Kritiker finden Sie u.a. unter http://zensus11.de/ oder beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Hier finden Sie auch „Die kleine Volkszählungsfibel 2011“.

Mächtig gewaltig war’s – in Dipps

November 13, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Kunst/Kultur, Neues aus Dippoldseggersbach, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Nun sind wir also in der närrischen Zeit.  Begonnen hat diese am vergangenen Donnerstag (11.11., 11.11 Uhr)  und sie geht bis in den März, bis zum 8. um genau zu sein.

Jedenfalls haben die Narren, wie jedes Jahr, den Rathausschlüssel erbeuten können.

Und auch dem Oberbürgermeister gelang es mit Bravour die ihm gestellte Aufgabe, das Öffnen eines Panzerschrankes, zu erfüllen.

Und am Abend in der Parksäle, da löste sich das Geheimnis um die Ladendiebstähle vom 18. September.

Einige fotografische Impressionen vom Faschingsauftakt sind beim Faschingsverein zu finden, und auch die Termine für die nächsten Veranstaltungen:

  • Sonnabend, dem 26.02.2011, 20.00 Uhr: Große Fete mit DJ Happy Vibes
  • Mittwoch, dem 02.03.2011, 14.30 Uhr: Seniorenfasching
  • Sonnabend, dem 05.03.2011, 20.00 Uhr: Faschingstanz
  • Montag, dem 07.03.2011, 20.00 Uhr: Rosenmontagstanz
  • Dienstag, dem 08.03.2011, 15.00 Uhr: Kinderfasching

Kartenverkauf: Gaststätte Parksäle, Telefon 03504/612221

Informationen zu Erneuerbaren Energien (insbesondere Solar)

November 12, 2010 Von: Ulf Geißer Kategorie: Allgemein, Bundespolitik, Energieversorgung, Sonstiges, Umwelt Kommentare deaktiviert

Das online-Portal http://www.solid.de/ hat wieder mal sehr interessante Informationen für Kommunen aber auch für Private/Gewerbetreibende zusammengestellt.

Beispiel: Photovoltaik auf dem Dach des Eigenheims

Beispiel: Photovoltaik auf dem Dach des Eigenheims

Im Zusammenhang mit dem Bericht zur vor Kurzem veranstalteten Lesung des Schellerhauer Dietrich Papsch http://dippolds.info/2010/10/29/nachdenkenswerte-lesung-von-und-mit-dietrich-papsch/ kann der geneigte Leser Folgendes zur Kenntnis nehmen und vielleicht für sich selbst abwägen was dazu im Verhältnis bei uns in und um Dipps vor Ort (noch nicht) geschehen ist….

Immer mehr Städte und Regionen haben mittlerweile ein Solarkataster. Solarkataster sind Datenbanken, auf die man per Internet zugreifen kann und dann für sein eigenes Gebäude oder auch jedes andere Gebäude das Potential zum Einsatz von Photovoltaik bzw. Solarthermie aufgezeigt wird. Damit kann jeder Bürger, aber auch Handwerker herausfinden, auf welchen Gebäuden die Installation einer Photovoltaik- oder einer Solarthermieanlage besonders lohnenswert ist. Auch für die immer häufigeren Gesellschaften zur Nutzung der Photovoltaik mit Bürgerbeteiligung (z.B. durch Bürger-Solarstromanlagen) können so recht einfach Objekte ausgewählt werden, die für eine nähere Begutachtung in Frage kommen. Für die Erstellung solcher Kataster werden z.B. bei einem Flug miteinem Flugzeug mittels Laser die Dächer erfasst und später mit einer Software ausgewertet. Oftmals werden aber auch gar keine neuen Messungen benötigt. Die Daten liegen den öffentlichen Ämtern bereits vor, wurden bisher aber nicht für die Nutzung der Solarenergie ausgewertet. In so einem Fall lässt sich der Aufbau eines Solarkatasters sehr kostengünstig durchführen. 

Ein Solarkataster trägt also dazu bei, die solaren Potentiale einer Stadt, einer Gemeinde, eines Landkreises o.ä. zu erfassen und verstärkt zu nutzen. So wird nicht nur etwas Gutes für das Klima und die Bürger getan, sondern auch die lokalen Handwerksbetriebe gestärkt.

Eine Liste der Städte mit einem Solarkataster finden Sie z.B. hier <http://www.enbausa.de/solar-geothermie/fotovoltaik/staedte-mit-solarkataster.html>.

Wer mehr zu Solarkatastern lesen möchte, kann dies beispielsweise hier

http://www.photovoltaik.eu/heftarchiv/artikel/kategorie/04-2010/beitrag/wer-will–wer-will–wer-hat-noch-nicht-_100002716/86/?tx_ttnews=120&cHash=6b5a3e5afa tun.

Die Phönix Solar AG hat eine Studie veröffentlicht, die von A.T.Kearney durchgeführt wurde. Darin wird z.B. festgestellt, dass die aktuelle Ermittlung der EEG-Umlage für die Photovoltaik nicht sinnvoll ist. Es sollten vielmehr die Erzeugungskosten des Stroms aus Photovoltaikanlagen mit den Erzeugungskosten der fossilen Kraftwerke verglichen werden, die die Photovoltaik tatsächlich ersetzt. Und dies sind nicht die Braunkohle- und Atomkraftwerke, sondern Gas- und Steinkohlekraftwerke. Würde man diese Differenzkosten ansetzen, würde die EEG-Umlage für die Photovoltaik von 1,67 Cent/kWh *um ca. 0,3 Cent/kWh gesenkt* werden können. Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass 2010 mittlerweile die volkswirtschaftliche Gewinnschwelle für die Photovoltaik erreicht wurde. Dabei werden den EEG-Tarifzahlungen für den Strom aus Photovoltaikanlagen die Nutzeneffekte der Photovoltaik gegenübergestellt. Dazu zählen z.B. die Erlöse aus dem Stromverkauf des Solarstroms sowie vermiedene CO2-Schadenskosten. *Rechnet man alle Effekte gegeneinander auf, bleibt für die in 2010 gebauten Photovoltaikanlagen ein volkswirtschaftlicher Gewinn zwischen 66 und 205 Mio. € übrig.* Dieser Effekt wird in den kommenden Jahren übrigens noch weiter steigen. Es bleibt unterm Strich nicht nur ein volkswirtschaftlicher Gewinn für Deutschland übrig, sondern mit dem Ausbau der Photovoltaik kommen wir auch unserem Ziel der CO2-freien Energieversorgung immer näher (anders als bei der Laufzeit-Verlängerung der Atomkraftwerke).

Wer ein kurzes Video zu der Studie oder z.B. eine Zusammenfassung der Studienergebnisse anschauen möchte kann dies hier http://www.phoenixsolar.de/Presse/Studien/ tun.

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS http://www.dgs.de ) hat unter http://www.energymap.info  eine Seite geschaffen, auf der die Erzeugung mittels Erneuerbarer Energien in ganz Deutschland dargestellt wird. Hier kann sich nun jeder Interessierte anschauen, wie sein Bundesland, sein Landkreis oder seine Stadt im Bundesvergleich, aber auch im Vergleich mit den Nachbarstädten und Gemeinden abschneidet. Man kann auf der Seite sehr schön die Verteilung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen sehen. (Windkraft ist eher in Norddeutschland angesiedelt, Photovoltaik eher in den südlicheren Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg). Auf der Seite kann z.B. auch jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage nachschauen, ob seine eigene Anlage schon verzeichnet ist, oder ob Ihr Netzbetreiber seinen Verpflichtungen zur Veröffentlichung doch eher zaghaft nachkommt.

 

Einmal und immer wieder

November 12, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Kunst/Kultur, Veranstaltungen, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Ein Streifenhörnchen wuselt durch die ockerfarbenen Wolken am Boden in den nächsten Schatten.
Sengende Hitze brütet über dem Land.
Die Autoreifen wühlen sich durch den Dreck auf dem Weg in ein sauberes Hotel.
Diese Nacht ist zu heiß, um im Auto zu schlafen.
Abenteuer surrt in der Luft, ein wunderbares, nicht ganz ungefährliches, Durchstreifen fremden Landes. Mannigfache Impressionen, Beobachtungen, Berührungen füllen die Skizzen und erwecken die Malerei zum Leben.

Seit Sommer ist das Künstlerehepaar Zepnick wieder unterwegs auf Studienreise in Indien. Dabei können sie bereits nach so kurzer Zeit mit Stolz behaupten, bisher die einzigen Europäer zu sein, die es tatsächlich geschafft haben mit Erlaubnis in den heiligen Tempeln zu malen. Das Paar freut sich schon die bereichernden Farben des Ostens mit sich nach Deutschland zu bringen.

In der Heimat arbeitet der, von Zepnicks ins Leben gerufene, Verein Künstlerhaus Reichstädt e.V. derweil weiter.
Man lädt zur weihnachtlichen Einstimmung am 18.12. um 19 Uhr in die Galerie Lilith zu Reichstädt ein, wo Charlotte Loßnitzer (hier auf einem Foto im Sächsischen Boten aus dem Jahr 2009) und Geralf Grems den Abend in Wort und Musik fassen werden.
Der Verein heißt alle Interessierten herzlich Willkommen!

Und wer sich jetzt schon nach wärmeren Temperaturen sehnt, freue sich auf die Sommerakademie des Künstlerhauses vom 14.- 17. Juli 2011!

Künstlerhaus Reichstädt e.V.

Kleiner Nachtrag der StattZeitung: Auf der aktualisierten Homepage finden Sie die geplanten Veranstaltungen, eine Vorschau auf das Jahr 2011 sowie die weiteren Angebote des Vereins.