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Artikel der Kategorie Mai, 2013

Restitutionsansprüche an Erlebnisbad in Paulsdorf

Mai 02, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Allgemein, Aus dem Rathaus, Freizeit und Erholung, Paulsdorf, Personalien, Tourismus 2 Kommentare →

Vor wenigen Tagen überreichte der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Sächsischen Verdienstorden in New York an Henry H. Arnhold.

Die Familie Arnhold gehörte in Dresden zu einer der größten Mäzene und Förderer der jetzigen Landeshauptstadt. Großvater Georg stieg 17 Jahre nach Gründung in die Privatbank seines Bruders mit ein. Das Bankhaus Gebrüder Arnhold finanzierte insbesondere noch jetzt bekannte Brauereien (Feldschlösschen, Radeberger) und unterstützte Betriebe aus der Keramik- bzw. Porzellanindustrie (z.B. Hutschenreuther oder Triptis). Aufgrund einer guten Firmenpolitik zählte man in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts zu den fünf größten Privatbanken Deutschlands. Durch die Nationalsozialisten wurde das Bankhaus 1935 „arisiert“ – die Familie wurde um ihren Besitz beraubt.

Während die Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg eine Entschädigung für eingezogenes Eigentum und Vermögen zahlte, blieben Wiedergutmachungsforderungen in der DDR eher unberücksichtigt.

Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 bemühen sich nun die Mitglieder und Erben der Familie Arnhold um weitere Entschädigungen.

In Dippoldiswalde ist davon fast der gesamte Ortsteil Berreuth betroffen. Auf Nachfrage der StattZeitung bestätigte Oberbürgermeister Ralf Kerndt, dass zudem auch noch diverse Waldflächen (z.B. das Bötchen), aber auch Grundstücke an der Talsperre zum ehemaligen Besitz der Familie Arnhold gehörten. Vereinzelt wurden bereits Grundstücke getauscht, um auf diesem Weg die Ansprüche der Familie zu befriedigen.

Etwas diffiziler sieht es jedoch beim Erlebnisbad aus. Auf Anraten der Kämmerei des Rathauses wurden hier vorerst dringende Investitionen gestoppt, die ursprünglich zur Senkung der Energiekosten geplant waren.
Wie es weiter geht? Hier wäre eine bessere Informationsarbeit der Verwaltung durchaus wünschenswert.

Trübes Wetter, trübe Ansicht - trübe Zukunft? Blick auf das Erlebnisbad in diesen Tagen vom Bahndamm in Malter

 

Mit und gegen die Tradition…

Mai 02, 2013 Von: Harald Weber Kategorie: Berreuth, Kultur, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

…haben in diesem Jahr die Berreuther das alljährliche Maibaumsetzen begangen. Die Ursprünge dieser Tradition sind wohl in sehr weiter Vergangenheit zu suchen und nicht genau zu erklären. Am wahrscheinlichsten ist wohl die Vermutung, dieses Brauchtum in der germanischen Verehrung von Waldgöttern oder den Frühlingsritualen der slawischen Urbevölkerung unseres Landes zu suchen. Aber unabhängig davon waren wie immer die Einwohner unseres liebenswerten Dörfchens reichlich vertreten, um dieses Ereignis zu feiern. Vom Ortschaftsrat war der Dorfplatz schon vorbereitet und nun konnte die Maifeier beginnen.

Berreuther Maibaumstellen 2013

Nach alter Gepflogenheit wird der Maibaum mit der Hand, Stangen und Seilen aufgerichtet und mit ihm der von den Berreuther Sportfrauen hergestellte und geschmückte Maienkranz.

Berreuther Maibaumstellen 2013

Das Aufstellen übernahmen wie in allen Jahren vorher wieder die Kameraden der Feuerwehr und die Zimmerleute eröffneten mit trefflichen Worten und dem ersten Krug Bier die diesjährige Maifeier.

Berreuther Maibaumstellen 2013

Berreuther Maibaumstellen 2013

Auch schon lange Tradition, ist in Berreuth der Wagen von Herrn Streubel, der für das leibliche Wohl der Festbesucher sorgt. Die musikalische Umrahmung war durch Ronny’s Disco gesichert, aber etwas war doch in diesem Jahr gegen die Tradition. Denn seit vielen, vielen Jahren hatte immer die Sonne diesen Tag begleitet. Dies war an diesem 1. Mai anders. Keine Sonne, nur Wolken und kühle Temperaturen. Es war dennoch ein schöner Tag, aber alle Besucher waren sich einig: Das nächste Jahr wieder in der alten Tradition.

Werner Irmscher (Text und Fotos)

Der FSV schießt 4 Tore, der Gegner nur 3 und Altenberg verläßt trotzdem den Sportplatz als Sieger!

Mai 01, 2013 Von: Uwe Glöß Kategorie: Allgemein, Freizeit und Erholung, Fußball, Kernstadt Dippoldiswalde, Ortsteile, Service, Sonstiges, Sport Kommentare deaktiviert

Spielbericht von Thomas und Frank  Schönland , FSV Dippoldiswalde zum Spiel Altenberg – Dippoldiswalde vom letzten Wochenende. Tabelle seht ihr hier!
In diesem Abstiegsderby war die Brisanz von Anfang an zu spüren. Bei dichtem Nebel und kühlen Temperaturen entwickelte sich eine zwar spannende, aber auf fußballerisch sehr niedrigem Niveau stattfindende Begegnung.
Der Gastgeber nutzte bereits in der 8. Minute eine Anreihung von Fehlern in der FSV-Defensive zur Führung durch Mirko Klaus. Dippoldiswalde war diesmal moralisch besser unterwegs und nach einem Foul an Toni Oelschläger im 16er gab es Elfer. Routinier Marco Fleischer zeigte sich als souveräner Vollstrecker. Damit wieder Gleichstand. Die Gäste blieben aktiv und nach einem schönen Spielzug netzte Eric Stillich zur Führung, aber denkste, Abseits oder Nebel, das ist hier die Frage?
Nun zeigte der nicht gegebene Treffer Wirkung. Die Bergstätter jetzt viel agiler und klar spielbestimmend. Folgerichtig kam das 2:1, nachdem wiederum die Gästeabwehr den Ball zu leicht herschenkte und Raik Bellmann das 2:1 erzielen konnte. Dies war dann auch der Pausenstand.

Foto: Rico Oschatz/ FSV Dippoldiswalde

Im 2. Abschnitt versuchten die Gäste Druck aufzubauen, doch wirklich Gefahr drohte nur bei Standards. In dieser Druckphase der Gäste zappelte im Anschluß an einen Eckstoß der Ball erneut im Altenberger Netz. Doch auch dieser Treffer des FSV fande durch Schiedsrichter Silvio Fürtig keine Anerkennung. Der Referee will im Vorfeld ein Foul eines Dippoldiswalder Spielers gesehen haben.
Ob der Spielleiter bei dieser Regelauslegung vom Nebel geblendet war, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Nicht desdotrotz kamen die Gäste in der 77. Minute zum Ausgleich. Erneut war es Marcus Kloth, der den Ball über die Altenberger Linie beförderte, diesmal fand der Treffer Anerkennung und es stand 2:2. In der Schlußphase waren beide Vertretungen bemüht, das Siegtor zu erzielen.
Bezeichnend für den FSV war es, daß erneut ein individueller Fehler diesmal des Torwarts den Altenbergern das Siegtor ermöglichte. Den spielentscheidenden Treffer erzielte Andreas Wolf in der 83. Minute.
Damit endete dieses faire Abstiegsderby mit einem Sieg für Altenberg.

Dippoldiswalde spielte mit Stefan Friedrich-Florian Gamaleja, Dominic Kohl, Marco Niebylski, Marco Fleischer-Toni Oelschläger (ab 73.” Jonas Walther), Rene Lachmann (ab 60.” Jacques Geißler), Marcus Kloth, Eugen Moritz (ab 46″ Michael Ullrich).-Max Menzer, Erik Stillich

Tore: 1:0  8.” Mirko Klaus
1:1 15.” Marco Fleischer (Strafstoß)
2:1 28.” Raik Bellmann
2:2 77.” Marcus Kloth
3:2 83.” Andreas Wolf
Schiedsrichter: Silvio Fürtig mit Assistenten
Karten: gelb 1/2 (Lachmann, Gamaleja)
Zuschauer: 70