Dippser StattZeitung

Zentralo(h)rgan für Dippoldiswalde und die Region – Informationen von unten
Subscribe

Artikel der Kategorie März, 2015

Für Bergwerkfreunde

März 05, 2015 Von: Uwe Glöß Kategorie: Allgemein 2 Kommentare →

Eine Wundervolle Homepage für die Freunde des Bergwergs habe ich im Internet gefunden. Es gibt eine Seite von Dippoldiswalde, mit  einer Fotodokumentation, über die Entdeckungen  der alten Stollen.

Aber nicht nur das, auch viel Wissenswertes über Mineralien und andere Bodenschätze in Sachsen.   Über Bücher  und natürlich  interessante Termine.  Prädikat: Lesenswert. http://www.unbekannter-bergbau.de/ Viel Spass beim Stöbern!

 

“Der Tod im Grenzwald”

März 04, 2015 Von: Heiko Frey Kategorie: Allgemein, Historisches, Kunst/Kultur Kommentare deaktiviert

Nun hat auch das Osterzgebirge “seinen” Roman:

Der Autor Peter Püschel wurde 1949 in Naundorf im Osterzgebirge geboren. 1956 flüchtete sein Vater nach Westdeutschland. Von nun an zog seine Mutter die drei Kinder alleine groß. Im Laufe der Jahre stieg sein Unmut über das Leben in einem sozialistischen Gefüge. 1988, nach Jahren des Wartens und Bangens, wurde seine Ausreise in die BRD genehmigt. Er nahm seine Schreibmaschine mit und hielt seine Erinnerungen immer wieder in kurzen Texten fest, bis schließlich die Idee entstand, ein Buch zu schreiben.

Der Verlag beschreibt:
“Anfang der 90 Jahre zeichnet sich kurz nach der Wende ab, dass Deutschland in relativ kurzer Zeit seine Position als weltweit angesehene Wirtschaftsmacht stärken wird. Eine Prognose, die das für Zuwanderer bereits seit Jahren attraktive Land noch interessanter macht. Viele Emigranten versuchen in Deutschland Fuß zu fassen. Die meisten legal, indem sie Anträge stellen und auf eine positive Entscheidung hoffen. Doch es gibt auch einige, die die Einreise illegal über die Grenze zu Tschechien versuchen. Dieses Gebiet zu bewachen, stellt den Bundesgrenzschutz vor eine schwierige Aufgabe, denn die dichten Kammwälder entpuppen sich als ein hervorragendes Versteck. Püschel schildert in seinem spannenden Roman den prekären Berufsalltag der Grenzschützer. Täglich nehmen sie den Kampf gegen die Schlepperbanden auf, werden mit den oft tragischen Schicksalen der Menschen konfrontiert, die auf eine bessere, sicherere Zukunft im Westen hoffen.
Wie schwer es ist, diese Grenze oben in den dichten Kammwäldern zu sichern und Schleppern auf die Spur zu kommen, schildert dieses Buch, in dessen Mittelpunkt der anstrengende Dienst, menschliche Schicksale, aber auch die Schönheit des Osterzgebirges stehen.”

Eine Leseprobe gibt es hier.

Wer Interesse hat, der kann das Buch hier im Wagner Verlag online für 7,90 Euro (zzgl. Versand) bestellen.
Romanautor: Peter Püschel
“Der Tod im Grenzwald” (65 Seiten, Format: 13×20 cm)
Preis: 7,90 EUR (ISBN: 978-3-95630-019-6)
PDF E-Book: 5,99 EUR

Im übrigen gibt es hier auch den ersten Roman von Peter Püschel, der ebenfalls im Wagner Verlag erschienen ist: “Der lange Weg zum Seelenfrieden”.

Kann sich Dipps zwei Bauhöfe leisten?

März 03, 2015 Von: Heiko Frey Kategorie: Aus dem Rathaus, Der Stadtrat (berichtet), Dippolds Info 2 Kommentare →

Am Mittwoch diskutiert der Haupt-und Verwaltungsausschuss des Stadtrates über den Kauf von zwei Grundstücken im Bereich des jetzigen Schmiedeberger Bauhofes.

Hier gibt es ein eingezäuntes Gelände, welches anscheinend von der Stadt sowie von privaten Eigentümern gemeinsam genutzt wird. Die angegebenen Grundstücksnummern findet man jedoch nicht auf den Servern des Geo-Portals Sachsen. Und seitens der Stadt gibt es wie üblich auch keine detaillierteren Informationen.
Zumindest ist bekannt, dass die jetzigen Besitzer der Grundstücke (139 und 1.170qm) diese der Stadt zum Kauf angeboten haben. Auf dem kleineren Grundstück befindet sich eine unbeheizte Halle mit ca. 118qm Grundfläche, 3 Sektionaltoren und einem begehbaren Boden.

In der Beschlussvorlage liest man eigentümlicher Weise aber nur von Vorteilen, wenn sich die Stadt zum Kauf dieser Immobilien entschließen sollte:
* zentrale Lage
* Nähe zum jetzigen Bauhof
* mögliche Erweiterungen für Katastrophenschutzlager der freiwilligen Feuerwehr
* Vorteile für spätere Nutzung durch Bauhof

Braucht die Feuerwehr das Gelände?
Inwieweit die Freiwillige Feuerwehr unserer Stadt tatsächlich diese Objekte braucht, kann hier nicht eingeschätzt werden. Da ein zentrales Gebäude für die Feuerwehr in Schmiedeberg erst unlängst neu errichtet wurde, und da auch Dippoldiswalde ein neues modernes Feuerwehrgerätehaus erhielt, sollten hier ja bereits alle wichtigen Aufgaben, die seitens der freiwilligen Kameraden erbracht werden müssen, eingearbeitet sein.

Erst vor genau einem Jahr wurde im Dippser Stadtrat ein “Brandschutzbedarfsplan” beschlossen. Dieser erregte insofern manchen Bürger, weil die hier notwendigen Investitionen quasi Gesetz für die Stadt sind und weil diese Ausgaben heimlich und nichtöffentlich diskutiert wurden. Im Gegensatz dazu findet man die Brandschutzbedarfspläne für andere Städte und Gemeinden vielfach im Internet, so z.B. auch für Glashütte.

“Durch die Verwirklichung aller im Brandschutzbedarfsplan vorgeschriebenen Investitionen (…) entstehen enorme Mehrkosten, die durch Einsparungen nicht zu kompensieren sind. Die Maßnahmen müssten größtenteils, trotz der genannten Grundsatzentscheidung, aufgrund der fehlenden Leistungsfähigkeit der Stadt Dippoldiswalde, auf die dem Finanzplanungszeitraum folgenden Jahre verschoben werden.” *

Braucht der Bauhof zusätzliche Flächen?
In Dippoldiswalde wurde vor wenigen Jahren das Gelände für den jetzigen Bauhof an der Weißeritz gekauft. Laut Information der StattZeitung lagen allein die Kosten für Kauf und Anschluss an den damaligen Abwasserzweckverband bei über 100.000 Euro. Weitere Investitionen, z.B. für die Nutzung der Gebäude oder den Ausbau der Sozialbereiche dürften hier noch dazu gekommen sein.

In Schmiedeberg wurde ebenfalls das Gelände für den dortigen Bauhof durch die damals noch eigenständige Gemeinde erworben. Über den Kaufpreis bzw. etwaige Folgekosten liegen der StattZeitung leider keine Informationen vor.

“Im Rahmen der anstehenden Haushaltkonsolidierung ist dringend eine Bauhofkonzept zu erstellen, dass die Aufgaben des Bauhofes abschließend festlegt und sich an der Wirtschaftlichkeit der Leistungen (…) orientiert.” *

Die Frage, ob aus organisatorischen oder technischen Gründen tatsächlich ein neuer und größerer Bauhof benötigt wird, sollten sich die Stadträte dringend stellen.

Und die Kosten?
Die finanzielle Lage unserer Stadt ist anscheinend noch nicht allen Verantwortlichen bewusst. In der Beschlussvorlage ist von einer “möglichen Erweiterung, Zentralisierung oder Neuausrichtung des Bauhofes” die Rede.

Allein die aktuellen Lohnkosten für den Bauhof wurden auf ca. 940.000 Euro (für das Jahr 2014 *) kalkuliert. Rechnet man hier noch die verschiedenen Aufwendungen und Abschreibungen hinzu, kommt man schon auf 1,25 Mio Euro. In den nächsten 3 Jahren rechnet die Stadt mit einer Erhöhung der Kosten für den Bauhof auf fast 1,5 Mio Euro. Es ist aber durchaus auch vorstellbar, dass hier dank der Einpflege der Daten für die Doppik für Schmiedeberg noch einige Euro dazu kommen.
* Quelle der Daten und Zitate: Haushaltplan Dippoldiswalde/ Vorbericht zur Haushaltsatzung mit Haushaltplan (Juli 2014)

Sofern eine “Zukunftsorientierte Bauhofentwicklung” -das Adjektiv wurde in der Beschlussvorlage für den Stadtrat großgeschrieben- tatsächlich das Ziel der Verwaltung ist, wäre hier wohl erst einmal ein entsprechendes Entwicklungskonzept (ein Businessplan) wichtig, um die Investitionen zu beziffern, zu prüfen, zu wichten und erst danach tatsächlich das Geld auszugeben. Alles andere wäre bei der aktuellen Kassenlage unverantwortlich.