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Artikel der Kategorie ‘Dippolds Info’

Dippser Bauamt außer Kontrolle?

Dezember 02, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Aus dem Rathaus, Dippolds Info, Kernstadt Dippoldiswalde, StattVerwaltung/ StattRat 3 Kommentare →

Vor über 10 Jahren wurde schon einmal ein Bauamtschef in Dipps „vom Hofe gejagt“. Die Position übernahm der damalige Bürgermeister Horst Bellmann, der zugegebenermaßen sogar noch ganz gut Baggerfahren konnte.

Vor einigen Monaten wurde in Dipps wieder ein Bauamtsleiter seines Amtes enthoben. Nachdem hier ebenfalls der Bürgermeister den Posten übernahm (OB Ralf Kerndt war wohl kein guter Baggerfahrer), darf jetzt Ex-Bauamtsleiter Mathias Kröhnert zumindest als Sachgebietsleiter Bauverwaltung seine Arbeit fortführen. Das Amt selber wurde dem Fachbereich Finanz- und Bauverwaltung zugeordnet, wo die Kämmerin Astrid Hamann das Sagen hat.

Bei einem Vorstellungsgespräch in Vorbereitung der Eingemeindung mit Schmiedeberg im dortigen Gemeinderat muss nun Oberbürgermeister Ralf Kerndt grob gepatzt haben. Eine Zeitung zitierte den bockigen Ausspruch eines Gemeinderates: „Wir sind der Rat. Wir sagen, was gemacht wird.“
Ein großer Kritikpunkt soll dabei die Verwaltungsorganisation, insbesondere das unselbstständige Bauamt gewesen sein.

Dass hier kaum noch was problemlos läuft, zeigt die Einladung zur nächsten Stadtratssitzung. Im Tagesordnungspunkt 8 muss ein Beschluss korrigiert werden. Man hatte der Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde (Geschäftsführer ist hier Stadtrat Falk Kühn-Meisegeier) verschiedene Grundstücke verkauft. Allerdings war eines der ansonsten sehr kleinen Flächen nicht 48m² groß, sondern 1.032m². Man hätte aber, so steht dies in der Vorlage, im Kaufvertrag die richtige Grundstücksgröße vereinbart und auch die Kaufpreissumme wäre richtig gewesen.

Der sehr günstige Kaufpreis von 32 Cent pro Quadratmeter machte neugierig. In der Vorlage wurde auf eine Sitzung des Haupt-und Verwaltungsausschuss am 24.10.2013 verwiesen. Allerdings tagte der Ausschuss an diesem Tag gar nicht. Und auch an den umliegenden Terminen fand sich kein entsprechender Hinweis auf den entsprechenden Beschluss des Dippser Stadtrates.

Erst nach einigen detektivischen Versuchen kann man herausfinden, dass auch in der aktuellen Vorlage geschlampt wurde. Die Beratung, wo weitere drei Grundstücke an die Wohnungsgenossenschaft verkauft wurden, fand bereits im Jahr 2012 statt.

Misstrauisch macht nun aber immer noch der vereinbarte Kaufpreis. Während für Verkehrsflächen 4,20 Euro vereinbart wurden, brauchte der zukünftige Käufer für Grünland lediglich 32 Cent/ m² überweisen. Bei einem Handtuch-Grundstück wohl kein Problem, aber 1.032m² Grundstück wären in Dipps mindestens zwei gute Bauparzellen.

Um welche Grundstücke es sich handelt, lässt die Verwaltung leider offen. Mit diversen Flurstücksnummern kann niemand etwas anfangen. Vertiefende Details zu Beschlussvorlagen werden im Gegensatz zu anderen Kommunen oder dem Landkreis in unserer Stadt bewusst verschwiegen. Man kann aber davon ausgehen, dass es sich hier um vorbereitende Geschäfte für ein Bauvorhaben im Bereich M.-Gorki-Straße 21-25 handelt. Die Wohnungsgenossenschaft plant hier den Neubau barrierefreier Wohnungen.

Übrigens gab es auch in der Beschlussvorlage im Vorjahr Hinweise auf Schlamperei im Rathaus. So gab es keine vertragliche Regelung mit dem Nutzer eines städtischen Grundstückes, der hingegen seinerseits noch Geld verdient haben soll. Und auch verschiedene andere Vorgänge „ließen sich nun nicht mehr nachvollziehen“.

Bleibt zu hoffen, dass der aktuelle Investor und auch zukünftige Bauwillige in Dipps diese Arbeitsweise im Bauamt großzügig übersehen und sich nicht von ihren Vorhaben abbringen lassen.

Ob eine Antwort aus dem Rathaus kommt?

November 27, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Aus dem Rathaus, Bürgerinitiativen, Dippolds Info, Kernstadt Dippoldiswalde, StattVerwaltung/ StattRat 2 Kommentare →

Einen bitterbösen, aber aus der Sicht viele Dippser Bürger völlig korrekten Artikel zur Arbeitsauffassung von Stadtverwaltung und Stadtrat konnte man im letzten Dippolds Boten lesen.

Gerhard Keller, der sich in der Vergangenheit immer wieder gegen das Vergessenwerden der Dippser Müllerschule stark gemacht hatte, betrauerte die absehbare Schließung der Dippser Berufsschule.
In diesem Zusammenhang beklagte er anhand vieler Beispiele die sinkende Attraktivität unserer Stadt und stellte die Frage, „ob sich die für die „Kernstadt Dippoldiswalde“ zuständigen und von den Dippsern gewählten Stadträte bisher so für dieses Territorium eingesetzt haben, wie es die Bewohner bei der Wahl dieses Personenkreises erwarteten.“

Den Leserbrief können Sie hier gern nachlesen.

Eigentlich wäre spätestens jetzt ein Wachwerden der oftmals selbstverliebt agierenden Stadträte zu erwarten. Ob es eine selbstkritische Antwort gibt?

Und plötzlich ist man tot…

November 24, 2013 Von: Harald Weber Kategorie: Allgemein, Dippolds Info, Sonstiges Kommentare deaktiviert

Gedanken zum Totensonntag

Eigentlich sterben ja immer nur die anderen. Im Fernsehen, in Altenheimen, in Krankenhäusern, bei Unfällen und Naturkatastrophen. Einen selbst oder nahe Angehörige und Freunde, uns betrifft das doch ganz sicher nicht, jedenfalls noch lange nicht – bis dann eines Tages die traurige Nachricht über den immer wieder beiseite geschobenen, verdrängten Tod eintrifft. Schock, Fassungslosigkeit, Trauer. Und die Frage: „Was nun?“.

Viele Dinge sind gerade in kurzer Zeit nach dem Tode eines geliebten Menschen zu erledigen, müssen dringend getan werden. Wenn auch durch die Bestattungsinstitute eine Vielzahl von Organisation und Behördenwegen, von Bestellungen und Besorgungen – auf Wunsch der Angehörigen – erledigt werden, bleibt doch das Entscheidende, das Wesentliche in den Händen der Hinterbliebenen. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, Entscheidungen, die – ebenso wie der Tod – endgültig sind, die nie mehr geändert oder rückgängig gemacht werden können.

Dies beginnt mit der Festlegung der Art der Bestattung (Erd- oder Feuerbestattung in verschiedenen Formen), soll die Abschiednahme am offenen oder geschlossenen Sarg oder an der Urne erfolgen. Der Friedhof und die Grabstelle müssen ausgewählt werden, die Entscheidung für ein Wahloder Einzelgrab, für ein Gemeinschaftsgrab oder eine ganz anonyme Bestattung. Der Umfang und die Form der Trauerfeier ist festzulegen, als kirchliche Feier nach der Konfession des Verstorbenen, als weltliche Trauerfeier mit Redner oder Rednerin, als stilles Gedenken oder gar in aller Stille – ohne Musik und ohne letzte Worte… Eine Traueranzeige ist zu verfassen – oder aber auch nicht, Angehörige, Freunde, Nachbarn und Kollegen sind zu informieren. Über Art und Umfang des Blumenschmuckes ist zu entschei den, Schleifentexte zu formulieren…

Aber auch ganz profane Dinge sind zu bedenken, Versicherungen zu informieren, Verträge zu kündigen oder zu ändern, der Nachlass zu regeln, eventuell die Wohnung aufzulösen, und, und, und.

Und dieses alles in einer Situation, in der man kaum klar denken kann, in der die Trauer am größten und am schmerzhaftesten ist. Sollten nicht diese Tage im November, in denen das Thema Tod und Sterben in den Medien wieder sehr präsent ist, in denen die Gräber für den Winter abgedeckt werden, die Grabstellen und auch die Gottesdienste (am Ewigkeitssonntag/Totensonntag, 24. November mit Verlesung der Namen verstorbener Gemeindeglieder um 9.00 Uhr in Reichstädt, 10.00 Uhr in Schmiedeberg, 10.15 Uhr in Dippoldiswalde) oder 15.00 Uhr das Totengedenken in der Nikolaikirche Dippoldiswalde besucht werden, sollten nicht diese Tage auch dazu genutzt werden, über den eigenen Tod nachzudenken, sich mit seinen Angehörigen und Freunden über dieses Thema auszutauschen und auch seine Wünsche, seine Vorstellungen über die eigene Bestattung zu äußern. Es ist ja bis dahin hoffentlich noch viel, sehr viel Zeit – aber vielleicht aber hat man sein letztes Weihnachtfest schon lange hinter sich…

Preisverleihung zum Fotowettbewerb

Oktober 28, 2013 Von: Elke Gebert Kategorie: Dippolds Info, Kultur, Personalien, Sonstiges, Tourismus Kommentare deaktiviert

Vor Kurzem fand die Preisverleihung für die Sieger unseres Fotowettbewerbes Juni bis September mit dem Thema „Die Denkmale unserer Heimat in Bildern” statt.

Die Siegerehrung erfolgte vor dem Denkmal unserer Stadt, welches auch auf dem Siegerfoto zu sehen war, das „kleine liebe Haus“ auf dem Schulgässchen.

Preisverleihung Fotowettbewerb Denkmale; v.l.: Kerstin Körner (Jury), Uwe Glöß (2. Platz), Steffi Kuhn (1. Platz) und Elke Gebert (3. Platz))
Preisverleihung Fotowettbewerb Denkmale; v.l.: Kerstin Körner (Jury), Uwe Glöß (2. Platz), Steffi Kuhn (1. Platz) und Elke Gebert (3. Platz))

Der neue Wettbewerb ist schon gestartet. Diesmal unter dem Thema „Goldene Herbstzeit“. Es sind schon viele schöne Bilder zu diesem Thema eingetroffen und wir rufen alle Hobbyfotografen auf, noch bis zum 30. Dezember ihre Beiträge einzusenden.

9. Poetenpalaver, morgen 18 Uhr in Glashütte

Oktober 18, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Allgemein, Dippolds Info, Kunst/Kultur, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Am morgigen Sonnabend findet 18 Uhr im Glashütter Uhrenmuseum das 9. Poetenpalaver statt. Wer mehr wissen möchte, kann sich gern auf der Homepage www.poetenpalaver.de hierüber informieren.