Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Historisches’

800 Jahre Dippoldiswalde – Einladung

September 07, 2016 Von: Harald Weber Kategorie: Bürgerinitiativen, Dippolds Info, Historisches, Pressemitteilung, Service, Tourismus, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Vereinsvorsitzende und Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren aus Wirtschaft und Verwaltung,
und alle, denen eine 800 Jahrfeier Dippoldiswalde 2018 am Herzen liegt,

Wir suchen Macher

Viel Zeit ist schon vergangen, da unsere Heimatstadt Dippoldiswalde von unseren Vorfahren geschaffen und zur Blüte gebracht worden ist.

Und einige Jahre schon ringen engagierte Bürger darum, das 800 jährige Jubiläum der Ersterwähnung unserer Stadt würdig zu begehen.

Mehrere Anläufe dazu hat es seit 2012 schon gegeben, aber diese zarten Pflänzchen darben, weil ja noch soooo lange Zeit ist, weil Verantwortlichkeiten im Rathaus wechselten und weil wie sich jetzt herausstellt, eigentlich im Moment gar kein Geld dafür da ist.

Nun aber soll es einen neuen Start zu dieser anspruchsvollen Aufgabe geben. Wiederum haben sich Enthusiasten zusammengefunden, die ihre Stadt im Jahre 2018 feiern sehen wollen.

Doch das schaffen ein paar wenige nicht allein. Darum wenden wir uns heute gerade an Sie !

Wir möchten nicht „einladen“ sondern Sie herzlich bitten, zu uns zu kommen und gemeinsam mit anderen, die unser Dipps irgendwie lieben, ein würdiges Fest für unsere Heimatstadt vorzubereiten.

Die 800-Jahr-Feier ist für uns keine Frage der Fakten, der Logik oder der Zahlen, sondern eine Frage des Herzens.

Wir möchten uns als Koordinatorenteam „800 Jahre Dippoldiswalde“ vorstellen und Ihnen Einblick und Ausblick über zu lösende Aufgaben, Ideen und Möglichkeiten geben, aber auch Vorschlägen und Bereitschaftserklärungen von Ihnen für eine Umsetzung notwendiger Teilaufgaben erhalten und folgen.

Wir können mit großer Freude schon berichten, dass der Oberbürgermeister, Herr Jens Peter, die Schirmherrschaft für dieses Jubiläum übernehmen wird.

  • Wir treffen uns dazu am:
    Donnerstag, dem 15. September 2016, um 18.30 Uhr
    im Вahnhotel Dippoldiswalde

Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.

Bernd Wehner, Dirk Massi, Werner Irmscher

Der Tennisclub Reichstädt e.V. wurde 20 Jahre alt

September 06, 2016 Von: Harald Weber Kategorie: Bürgerinitiativen, Historisches, Jugend, Pressemitteilung, Reichstädt, Sport, Tennis, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

von Michael Hurlbeck, Reichstädt

Am 06.08.2016 konnte der Tennisclub Reichstädt e.V. sein 20. Jahresjubiläum feiern. Selbst einige Reichstädter wussten nicht, dass sich an der Straße nach Obercarsdorf am Ortsausgang in herrlicher landschaftlicher Lage zwei Tennisplätze befinden.

Geplant und gebaut wurden diese Plätze vom so genannten „Ringel“, einer Gemeinschaft von 13 Familien, die für ihre Kinder 1995 die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung schaffen wollten. Da die Initiative zum Bau dieser Plätze keinerlei finanzielle Unterstützung erhielt und die Kosten zum Bau doch recht erheblich veranschlagt wurden, waren wir glücklich, dass viele Reichstädter und auch Dippoldiswalder Tennisfreunde sich an den Baukosten beteiligen wollten.

So konnten die Initiatoren des Tennisplatzbaus nach großzügiger Unterstützung durch den Bürgermeister und Gemeinderat der damals noch sebstständigen Gemeinde Reichstädt einen Platz für 99 Jahre mieten, der nicht mehr vom vorherigen Nutzer benötigt wurde. Jetzt waren Ideen gefragt. Alle Arbeiten des Platzbaus außer der endgültigen Bodengestaltung und des Aufstellens der Begrenzung wurden durch die Tennisinteressierten selbst ausgeführt. Mit einer Planierraupe schufen die Mitglieder selbst trotz Hanglage die Fläche für 2 Plätze mit 1% Gefälle. Auch sind wir mit Pkw und Hänger oder Lieferwagen auf die Felder gefahren und haben Steine gelesen, die in den vorbereiteten Drainagen die Platzentwässerung sicherten. Außerdem wurden auch Steine für Packlager unter den Pflasterwegen und Plätzen gesammelt: Neben den Pflastersteinen für die Wege wurde auch ein Bauwagen für das „Vereinshaus“ gespendet. Selbst die schöne Holzverkleidung des Vereinshauses oder die vielen Grünpflanzen für die tolle Anlage kostete den Verein nichts. Erhebliche Kosten bereitete die Platzgestaltung durch eine Tennisplatz –Fachfirma aus Bayern. Aber durch die Vielzahl der Vereinsmitglieder verteilten sich die Kosten, und wir konnten im Sommer 1996 den Platz mit dem damaligen Bürgermeister, der „Sächsischen Zeitung“ und Vertretern der anderen Reichstädter Vereine einweihen. Inzwischen ist auch eine moderne Beregnungsanlage mit einem 10000-Liter Wassertank und einem erneuerten Vereinshaus entstanden. Das wird alles durch Eigeninitiative der Vereinsmitglieder geschaffen, lediglich die jährliche Platzerneuerung im Frühjahr lassen wir von einer Tennisplatzbaufirma ausführen und bezahlen wir von den moderaten, jährlichen Mitgliedsbeiträgen.

Am 06.08.2016 konnte der Verein nun im Beisein des Dippoldiswalder Oberbürgermeisters, Herrn Jens Peter ,des Vorsitzenden des Kreissportbundes, Herrn Roland Matthes und aller Reichstädter Vereine sein 20-jähriges Bestehen feiern. Dabei wurden 4 Vertreter des Tennisclubs für ihr besonderes Engagement im Tennisclub Reichstädt mit der Ehrennadel des Kreissportbundes ausgezeichnet. Es wurde auch betont, dass wir uns freuten, wenn noch mehr Kinder und Jugendliche Interesse am Tennissport zeigen würden, zumal wir auch einen Trainer für Anfänger zur Verfügung haben. Interessenten können sich bei unserer Platzwartin, Frau Annelies Goldammer, unter der Telefonnummer 03504/617825 melden. Aber auch schon geübte Tennisspieler sind herzlich willkommen. So können sie ihr Können auch auf den jährlich stattfindenden drei Turnieren zum Saisonauftakt im Mai, zum Sommerturnier im Juli oder zum Turnier um den Wanderpokal im August/September zeigen.

Lecker,bekömmlich,schmackhaft und besonders: Aus Dipp’s !

April 23, 2016 Von: Werner Irmscher Kategorie: Allgemein, Gewerbe, Historisches, Kultur Kommentare deaktiviert

Seit 1995 findet jährlich am 23. April ein sogenannter „Tag des deutschen Bieres“ statt, mit dem die deutsche Brauwirtschaft an das Reinheitsgebot erinnern möchte. An diesem Tag, vor 500 Jahren, also 1516, erließen die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt eine Verordnung, demnach nur Gerste, Hopfen und Wasser zum Brauen von Bier verwendet werden solle. Die Existenz und Wirkung von Hefe waren derzeit noch nicht bekannt weswegen sie erst später ein fester Bestandteil des Gebotes wurde. Uns eher bekannt wurde diese Anordnung als „Reinheitsgebot“ der deutschen Biere.


Also hatte man auch in Dippoldiswalde, in Würdigung dieses Tages, die Braukessel in Betrieb gesetzt. Wo? Natürlich im Beruflichen Schulzentrum, kurz I-Schule oder früher Müllerschule genannt. Die „Schöler dieser altehrwürdigen Lehranstalt“ hatten unter Anleitung des dortigen Lehrers und Braumeisters sowohl Jubiläums-Bier, Mai-Bock als auch Pilsner gebraut, und diese Dipp’ser Biere zum probieren angeboten. Neben vielen Informationen rund um das Braugewerbe, standen auch die verschiedensten Zutaten zum verkosten bereit wie z. B. Caramalz, Rauchmalz oder Pilsner Malz. Zehn Gäste, die teils sogar selbst früher diese Schule absolviert hatten, waren als ich dazu kam im Gespräch rund um dieses schöne Getränk. Da gab es viel interessantes zu erfahren, so zum Beispiel dass in Nürnberg schon 1303 aufgrund einer Hungersnot erlassen wurde, nur Gerste und kein anderes Getreide zum Bierbrauen verwendet werden durfte, weil Weizen und Roggen dringend für das alltägliche Brotbacken zur Verfügung bleiben sollte. Im Wirtshausgesetz der thüringischen Stadt Weißensee, sind schon 1434 „mannigfaltige Gesetze“ über das „Benehmen in Wirtshäusern“ und das Brauen von Bier enthalten. So auch die Bestandteile für das Bierbrauen, nämlich Wasser, Malz und Hopfen. Und so auch wurde in unserer Stadt früher schon Bier gebraut und heute immer noch. Wenn auch nur gelegentlich. Also mir hat das kräftig würzige Dippold-Bräu recht gut gemundet. Und wenn sie jetzt denken, oh verflixt, da hab ich doch was verpasst, dann kann ich sie vertrösten auf den September. Denn vor 750 Jahren hat ja Markgraf Friedrich der Erlauchten zu Meißen, urkundlich entschieden, dass alles Bier und anderer Bedarf für die Bergwerke nirgend anders als zu Freiberg geholt werden soll., und nicht mehr aus Dippoldiswalde. Doch dies ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden. Jedenfalls wird wieder im beruflichen Schulzentrum Dippser Bier gebraut. Also ich bin schon sehr neugierig, auf dieses Jubiläumsbier.

Klaus Brähmig (MdB) lädt zu einer Podiumsdiskussion

März 11, 2016 Von: Harald Weber Kategorie: Bundespolitik, Historisches, Nebenan, Personalien, Pressemitteilung, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Pressemitteilung von Gregor Strabel

Podiumsdiskussion zur Außenpolitik:
Diplomatie, Entwicklungshilfe, Militäreinsätze – Handlungsoptionen deutscher Politik im 21. Jahrhundert?

„Internationale Krisenherde und die Flüchtlingskrise haben zu einer sehr kontroversen und dynamischen Debatte über Außenpolitik geführt. Das belegen viele E-Mails, Briefe und Gespräche aus und im Wahlkreis“,

erklärte am Mittwoch (9.3.2016) der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Brähmig MdB.

Aus diesem Grund lädt Brähmig zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Diplomatie, Entwicklungshilfe, Militäreinsätze – Handlungsoptionen deutscher Politik im 21. Jahrhundert?“ ein. Für die Diskussionsveranstaltung konnte Klaus Brähmig den außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herrn Jürgen Hardt MdB als Diskussionspartner gewinnen.

  • Die Veranstaltung findet am Freitag, dem 18. März 2016, um 17:00 Uhr, im Bootshaus „Zur Dolle“ (An der Elbe 11, 01796 Pirna) statt.

„Fakt ist, dass der internationale Terrorismus, Krisenherde und Bürgerkriege in mehreren tausend Kilometern plötzlich auch Auswirkungen auf unser Leben haben. Die Welt verändert sich und wir müssen darauf reagieren“,

erklärte Brähmig weiterhin. Vor diesem Hintergrund will er offen mit Bürgern beispielsweise über die Frage diskutieren, ob Deutschland nur mit diplomatischen Mitteln und einer breiter finanzierten Entwicklungspolitik handeln soll oder auch militärische Optionen bei der Durchsetzung deutscher Interessen vorstellbar sind?

  • Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich. Diese richten Sie bitte bis spätestens 15. März 2016 an das Wahlkreisbüro von Klaus Brähmig telefonisch unter 03501/446475 oder per E-Mail klaus.braehmig.wk<at>bundestag.de.

Aus meinem langen Leben geplaudert

März 08, 2016 Von: Werner Irmscher Kategorie: Allgemein, Dippolds Info, Historisches, Jugend, Kernstadt Dippoldiswalde, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Also mein Vater war der Friedrich Simon Ackermann. Ich wurde 1888 fertiggestellt, und hieß „Deutsche Müllerschule Dippoldiswalde“. Meine älteren Geschwister sind die „Handelsschule für Müller“ (1881) aus Halle, und die „Fachschule für Müller “ (1882) in Roswein. In erstgenannter lernten damals zwei Leute das Müllerhandwerk. Als ich 1888 durch den Baumeister Ernst Otto Schmidt mein neues Outfit erhielt, beherbergte ich immerhin schon 45 Studenten dieses schönen Handwerks.

Müllerschule um 1900

In den folgenden Jahren habe ich noch andere Namen gehabt: „Fachschule für Müllerei“, „Ingenierschule für Lebensmittelindustrie“ und heut’ bin ich schlicht das „Berufsschulzentrum“ Freital, Außenstelle Dippoldiswalde. In schönsten Zeiten waren über 1200 Studierende in meinen Räumen, aber das ist lange her und nun sind es nur noch wenige, die bei mir in diesem spannenden Berufsgebiet ausgebildet werden. Deshalb hatte ich am 5. März dieses Jahres einen „Tag der offenen Tür“ um allen zu zeigen, wie toll ich mittlerweile ausgestattet bin, und was man trotz meines Alters bei mir lernen kann. So konnte ich den interessierten Besuchern hochmoderne chemische Labore und Analysetechnik zeigen; mikrobiologische Untersuchungen kann ich, genauso wie zum Beispiel verschiedenste Lebensmittel herstellen und Bestandteile untersuchen. Für den heutigen Tag hat mein supermoderner Backautomat leckeren Bienenstich (nach Rezept meiner Lehrkräfte) zur Verkostung hergestellt.

Backautomat

Und in meinem Lieblingslabor hatten Lehrer und Studierende schon Wochen vorher viele Liter herrlich goldgelbes schäumendes Gebräu hergestellt, welches man lange vor meiner Kinderzeit bereits getrunken hat. Dippser Bier. Natürlich nach dem Deutschen Reinheitsgebot, mit viel Gerste, Hopfen und ganz ohne Glyphosat.

Braukessel

Und vielleicht ist der eine oder andere Besucher doch auf den Geschmack gekommen, also nicht nur den des Bieres, sondern auf ein Studium der interessanten und vielfältigen Welt der Lebensmittelindustrie. Das wäre eine Freude und Anerkennung für mich.
Und übrigens, am 23. April 2016 kann man wieder bei mir reinschauen. Also ich freue mich schon auf Euren Besuch.
So nebenbei, das Thema Dippser Bier ist ja in diesem Jahr besonders interessant, aber davon erzähle ich ein anderes Mal.