Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Landkreis’

Landschaftsschutz 2010

August 26, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Freizeit und Erholung, Landkreis, Tourismus, Umwelt 1 Kommentar →

Es ist kaum zu glauben, aber beim Naturschutz sind noch Gesetze aus DDR-Zeiten, also dem letzten Jahrhundert, gültig.

Noch innerhalb des Stadtgebietes von Dippoldiswalde beginnt das Schwarzbachtal. Seine Quelle hat der Schwarzbach in der Nähe der Straße zwischen Obercarsdorf und Sadisdorf. In guten Zeiten blubbert aus dieser Quelle ständig so viel Wasser, als wenn man eine Badewanne ausschütten würde. In machen trockenen Sommermonaten liegt der Bach aber auch schon mal trostlos ohne fließendes Wasser brach.

Malerisch über grüne Wiesen, durch Weidengründe, manchmal leider auch vorbei an einer wilden Mülldeponie renitenter Dorfbewohner, fließt der Bach auch durch das Schwarzbachtal, an dessen Ende neuerdings alte Fischteiche wiederbelebt werden. Die Wiesen des Schwarzbachtales wurden im Jahr 1977 durch den Rat des Bezirkes Dresden auf einer Fläche von knapp 14 ha unter Naturschutz (NSG) gestellt. Insbesondere seltene oder vorm Aussterben stehende Pflanzen auf den Wiesen sollten geschützt werden. Um dies erfolgreicher praktizieren zu können und um Schadstoffeinträge der nahen Landwirtschaft abzumildern, wurden auch einseitig die Wälder am nordwestlichen Hang in das Naturschutzareal einbezogen. Leider ist das NSG aufgrund schlechter Öffentlichkeit der Betreiber einer unmittelbar angrenzenden Naturschutzstation selbst in Dipps nur wenig bekannt.

Vor etwa fünf Jahren verkaufte der Landkreis Weißeritzkreis unter Leitung des damaligen Landrates Bernd Greif den Waldbesitz im Naturschutzgebiet. Der neue Eigentümer nutzte die Gunst der Stunde und entnahm sofort die ältesten und wertvollsten Bäume. Er wüsste nichts von einem Naturschutzgebiet.

Die Wiesen „pflegt“ seit Jahren der LPV, der Landschaftspflegeverband (Sächsische Schweiz -) Osterzgebirge (und Vorland) e. V. Der LPV ist ein Zusammenschluss von Landwirten, Kommunen, Privatpersonen, Umweltverbänden und Vereinen. Der Geschäftsbetrieb wurde seit der Gründung des LPV in erster Linie durch staatliche Förderprogramme gesichert.
Mangels eigener personeller Ressourcen wurde die Pflege der Wiesen im Schwarzbachtal nach Kenntnis unserer Redaktion an die Osterzgebirgische Landschaftspflege GmbH (OLP) weitervergeben. (Entgegen den Pflichten des Telemediengesetzes findet man auf der Homepage der OLP kein Impressum. Zudem ist dieses Unternehmen in der Vergangenheit aufgefallen, als es (günstlings-)wirtschaftliche Beziehungen mit dem Landschaftspflegeverband unterhielt. Eine öffentliche Ausschreibung der Stadt Dippoldiswalde (ca. 30.000,- Euro), vorbereitetet durch den LPV, gewann … OLP. Der zuständige Bearbeiter wechselte unmittelbar nach Auftragsvergabe vom LPV zur OLP GmbH, und später wieder retour. Bis heute steht bei der Denic (das Unternehmen ist die zentrale Registrierungsstelle für deutsche Internetseiten) der LPV als Besitzer der Internet-Domain. Im aktuellen Handelsregisterauszug kann man aber sehen, dass sich 10% der Geschäftsanteile in Privatbesitz befinden. An oberster Stelle steht hier Bernd Hänel, der langjährige Chef des LPV. Die übrigen Anteile am Unternehmen OLP hält der Landschaftspflegeverband.)

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Die Arbeit bei der Wiesenpflege im Schwarzbachtal muss man aus Sicht des Umweltschutzes leider als katastrophal bezeichnen. Über die geschützten Wiesen fahren schwere Traktoren und hinterlassen jedes Jahr nach der Mahd und dem Abtransport des Schnittgutes tiefe Furchen. Die feuchten Wiesen werden fast bis zu einem halben Meter durch die schweren Geräte durchpflügt. Und dies jedes Jahr bis zu 2x.

Die naturnahen Bachläufe werden zerstört, da man ja die schwere Technik nicht über die einfachen Brücken transportieren kann.

Leider, und so kommen wir wieder an den Beginn dieses Textes, fehlen seit nunmehr 20 Jahren konkrete Handlungsanweisungen für dieses Naturschutzgebiet. Da es die zuständigen Ämter und Behörden bisher nicht schafften, das Naturschutzgebiet in bundesdeutsches Recht zu überführen, kann hier nahezu jeder machen, was er für richtig hält. Umweltaktivisten sowie engagierte Bürger kapitulierten resigniert.
Während Ämter und Behörden meist kurze Termine in ihren Bescheiden setzen, ist die originäre eigene Arbeit auch nach 20 Jahren eher Nebensache. Und so könne man auch jetzt noch nicht sagen, bis wann hier eine Änderung möglich ist. Kein Geld, kein Personal! Sollte man sich in vielen Jahren an die ursprünglich schützenswerten Pflanzen erinnern, dürften diese längst kaputt gefahren worden sein.

Hinweisschild zur „Nachhaltigkeit“ auf dem Naturlehrpfad im Schwarzbachtal! „Für den Erhalt der Naturlehrtafeln stehen leider keine finanziellen Mittel zu Verfügung. Diese werden dem natürlichen Verrottungsprozess überlassen bzw. sofern sich auch daraus Gefahrenmomente ergeben, werden die Tafeln abgebaut.“ – LRA Weißeritzkreis im August 2007

Leider verrottet tatsächlich auch dieses Schild derzeit unbeachtet im Wald.

Benefizkonzert für Hochwasseropfer in Sachsen

August 22, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Bürgerinitiativen, Kirchgemeinde, Landespolitik, Landkreis, Nebenan, Sonstiges, Umwelt, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Wieland Büttner: “Da die sächsische Landesregierung nur zögerlich und für die betroffenen Menschen sowie Firmen Hilfen, in vielen Fällen zu nicht akzeptablen Bedingungen offerierte, wollen wir helfen. Freital wurde im August 2002 hart getroffen und uns wurde großzügig geholfen. Nun haben wir die Pflicht, den anderen zu helfen!”

Am 27.08.2010 findet um 19:30 Uhr in der St.Jakobus Kirche in Freital-Pesterwitz ein Benefizkonzert statt.

Für dieses Konzert konnte die Vocalgruppe ” Zwischentöne” des Dresdner “Friedrich Wolf Chores e.V. gewonnen werden. Im Programm stehen Lieder von Klassik über Gospel bis zu Adaptionen von Beatlesklassikern. Darüber hinaus werden noch andere Künstler auftreten.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter bitten um Spenden. Die eingenommenen Gelder werden eins zu eins über ein Spendenkonto der Diakonie an Betroffene ausgezahlt.

Für die Organisation dieses Konzertes zeichnen die Kirchgemeinde Pesterwitz und der Freitaler Stadtrat Wieland Büttner verantwortlich.

Weiter bis Kipsdorf

August 15, 2010 Von: Harald Weber Kategorie: Bürgerinitiativen, Historisches, Landespolitik, Landkreis, Personalien, Tourismus, Umwelt, Verkehr 4 Kommentare →

Am gestrigen Sonnabend trafen sich etwa 200 Freunde der Weißeritztalbahn vor dem Bahnhof Kipsdorf, um erneut den vollständigen Wiederaufbau bis Kipsdorf zu fordern. Und in diesem Zusammenhang auch von den Politikern die Einhaltung der gegebenen Versprechen einzufordern. Während der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten die Gelegenheit nutzte zu den Versammelten zu sprechen, wurden offizielle Vertreter der Gemeinde Schmiedeberg und der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde nicht gesehen.

Unsere Videodokumentation zeigen alle drei Redebeiträge:

“Machen Sie Druck, sorgen Sie dafür, dass bei den Entscheidungsträgern die Weißeritztalbahn im Kopf bleibt, das sie nicht vergessen wird und das wir nicht … den 10. Jahrestag der Flut … begehen müssen und wir haben immer noch keine Dampfwolke hier in Kipsdorf.”
Wieland Büttner (Bahnfreund und Organisator der Mahnwachen, Stadtrat in Freital)

“Ich glaube, dass wenn der Wille da wäre, auch die Bahn fahren würde.”
Thomas Kirsten (Bürgermeister von Altenberg)

“Ich möchte nur an die über 30.000 Unterschriften erinnern… dass eine Abordnung wieder in das Verkehrsministerium fährt, aus den Schubladen die Unterschriften herausholt und die wieder … oben auflegt.”
Ralf Kempe (Vorsitzender der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn e.V.)

Tolle Idee

August 14, 2010 Von: Dippoldine Kategorie: Bundespolitik, Landkreis, Sonstiges, StattVerwaltung/ StattRat Kommentare deaktiviert

Nach dem wir den gestrigen Freitag, den 13., wohlbehalten überstanden haben, hier mal etwas zum Schmunzeln:

Gefunden habe ich den Link bei folgender Aussage:

Jetzt weiß ich auch weshalb die Politik sich so leicht tut unser Geld auszugeben :-)

Straßenbauarbeiten in Seifersdorf werden zeitlich verschoben

August 12, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Landkreis, Verkehr Kommentare deaktiviert

Aus dem Landratsamt: 10.08.2010
Verschiebung der Instandsetzung der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße K 9010 in Seifersdorf wegen Starkregenfällen am vergangenen Wochenende

Vollsperrung der K 9010 in der Ortsdurchfahrt Seifersdorf (vom Abzweig Ortseingang Seifersdorf in Richtung Borlas bis Ortsausgang Seifersdorf): auf Grund der Starkregenfälle am vergangenen Wochenende konnte der geplante Straßenbau nicht durchgeführt werden.

Die Straßenbauarbeiten sollen nun im Zeitraum vom 13.08.2010 bis zum 17.08.2010 ausgeführt werden. Eine Vollsperrung über den gesamten Bauzeitraum ist nicht vorgesehen.

Lediglich der Einbau der Asphaltdeckschicht erfolgt unter Vollsperrung in der Zeit vom 13.08.2010 (ab 20.00Uhr) bis zum 15.08.2010 (bis 20.00Uhr). Der Verkehr wird über Borlas, Höckendorf, Ruppendorf, Paulshain und Paulsdorf umgeleitet.