Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Nebenan’

Deutsch-Tschechische Beziehungen zwischen Altenberg und Dubí

März 14, 2015 Von: Heiko Frey Kategorie: Bundespolitik, Landkreis, Nebenan, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

10 Jahre nach dem EU-Beitritt Tschechiens stellt sich die Frage, wie lebt es sich an der deutsch-tschechischen Grenze? Was hat sich geändert? Welche Herausforderungen gibt es, und welche Visionen?

Am 18. März, 17.30 Uhr findet hierzu eine öffentliche Diskussion im städtischen Informationszentrum Dubí, Straße Tovarni 620/15A statt. Dazu sind alle Bewohner der Grenzregion herzlich eingeladen. Auf dem Podium sprechen Peter Pípal, Bürgermeister der Stadt Dubí, Reiner Fischer, Stadt Altenberg sowie stellvertretend für die Bevölkerung zwei aktive „Grenzgänger“ Nicole Börner und Martin Rak. Die Diskussion wird moderiert durch den Journalisten Steffen Neumann, für Übersetzung ist gesorgt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Offene Grenze – 10 Jahre später“, einem gemeinsamen Projekt der Brücke/Most-Stiftung (Dresden) und Antikomplex (Prag) statt. Studierende aus Tschechien und Deutschland haben sich intensiv mit der Grenzregion beschäftigt. Dabei haben sie viel Positives aber auch Defizite festgestellt. Unter anderem, dass noch immer wenige persönliche Kontakte zwischen den Bewohnern diesseits und jenseits der Grenze bestehen. Was Zivilgesellschaft und Politik hier ändern können steht im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Einladung ins Erbgericht Reinhardtsgrimma

Januar 09, 2015 Von: Harald Weber Kategorie: Freizeit und Erholung, Kunst/Kultur, Nebenan, Veranstaltungen, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Dubi im Aufwind

Oktober 26, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Nebenan, Tourismus, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Wie in der StattZeitung bereits berichtet, bot das vielfältige Programm der diesjährigen Tschechisch-Deutschen Kulturtage u.a. auch eine Tagesexkursion: „Dubí – zwischen Kurwesen, Porzellan und Nachtclub-Image“.

Dass dies kein kleiner Spaziergang wird, war allen Teilnehmern schon bei der Programmvorstellung klar. Angenehm: Bei dieser Exkursion waren auch Teilnehmer aus Tschechien anwesend, alle Informationen wurden jeweils auch in die andere Sprache übersetzt.

Vor der Kurklinik Theresienbad

Der wirtschaftliche Aufstieg von Dubi Mitte/ Ende des vorletzten Jahrhunderts begann mit einem Unternehmer, der gleichzeitig eine Kureinrichtung sowie in eine Porzellanfabrik investieren wollte. Beides gibt es noch heute. In der Kurklinik Theresienbad werden heute verschiedene Anwendungen für etwa 100 zumeist schwerstbehinderte bzw. demente Patienten angeboten. Den Gästen der gestrigen Exkursion wurde ein umfassender Einblick in die Klinik, in einfache und luxuriöse Gästezimmer, in den herbstlichen Kurpark, in Speisesaal und Aufenthaltsräume sowie in nahezu alle Behandlungsmöglichkeiten geboten.

 

Kirche der Unbefleckten Empfängnis (Quelle: Wikipedia)

Die Kirche der Unbefleckten Empfängnis, der Nachbau einer italienischen Kirche im venezianischen Stil, wird sicherlich jedem bekannt sein, der schon einmal mit dem Auto durch Dubi gefahren ist. Wer errichtete aber diese Kirche und welche Pläne gab es noch? Diese Informationen, sowie auch eine Führung durch die Gruft der Kirche war der nächste Programmpunkt.

Nagelneu hingegen ist die Tourismusinformation, “Das Haus des Porzellans mit blauem Blut“. Der dort zu sehende Imagefilm von Dubi vermittelte Aufbruchstimmung und Zuversicht, die ansteckend sein könnte. Allein die Stadt Dubi mitsamt ihrer nahen Umgebung ist eigentlich schon ein Grund für einen erholsamen Kurzurlaub. Und: Sowohl in diesem Film als auch auf der Homepage der Tourismusinformation bewirbt man auch Ausflugsziele aus der angrenzenden deutschen Region!
Im Obergeschoss der Tourismusinformation findet man eine Ausstellung aller Betriebe, die sich an der unlängst eingerichteten böhmischen Porzellanstraße befinden. Alle Produkte kann man in einem nahen Geschäft auch kaufen. Eine Besichtigung der Firma Český porcelán a.s. Dubí (während der offiziellen Arbeitszeiten) kann man hier ebenso vereinbaren.
Übrigens erfahren Sie hier auch, warum das Porzellan aus Dubi mit dem Zwiebelmuster dem kobaltblauen Vorbild aus Meißen ähnelt und doch keine billige Kopie ist.

Nach einem typisch tschechischen Mittagessen wurden die Exkursionsteilnehmer über den Wandel von Dubi in diesen Tagen informiert. Wie kam es zum Schmuddelimage und warum sind in den letzten Jahren kaum noch Rotlichtbetriebe an der Hauptstraße wahrnehmbar.
Dazu gehörte ein kleiner Stadtrundgang, der aber auch den für den Ort wichtigen Produktionsstandort einer weltweit agierenden Glasproduktion tangierte.

Der abschließende Höhepunkt war der Besuch einer kleinen Lebkuchenmanufaktur. Auch hier gab es einen Einblick in fast alle “Produktionsbereiche”, wenn man die verwinkelten Arbeitsplätze, die Unmengen von Förmchen oder Nudelhölzern oder den einfachen Verpackungstisch in einer ehemaligen Küche überhaupt als solche bezeichnen kann.

Jitka Horčičková, Chefin der kleinen Lebkuchenmanufaktur, präsentiert stolz ihre Produkte und lädt auch die Gäste dazu ein, sich beim Verzieren der Lebkuchen zu versuchen

Hunderte von verschiedenen Figürchen werden hier noch aus hausgemachtem Teig per Hand ausgestochen, per Hand verziert und per Hand verpackt. Übrigens sind Lebkuchen nicht nur für Weihnachten gedacht: Früher wurde der Teig bei der Geburt eines Kindes angesetzt, zur Volljährigkeit (nach 18 Jahren!) gebacken und der Lebkuchen erst zur Hochzeit gegessen. Im Interesse des Umsatzes der Firma kann man aber von solchen sturen Traditionen auch einmal abweichen. Geschmacklich sind nämlich die Lebkuchen das ganze Jahr über eine schöne Abwechslung. Und: Allein der Besuch des Ladengeschäftes ist ein größeres Erlebnis, als nur in Tschechien billig zu tanken!
Öffnungszeiten: Montag – Freitag von 9.00 bis 18.30 Uhr (Quelle: Homepage) Unter “Mapa” finden Sie auch einen kleinen Plan, wie/ wo Sie die Firma in Dubi finden.

Neuwahlen in Bilina?

Oktober 25, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Dippolds Info, Nebenan, Wahlen Kommentare deaktiviert

Am 10./11. Oktober wurde u.a. auch in der Dippser Partnerstadt Bilina ein neuer Stadtrat gewählt. An diesen Tagen gab es aber auch Beobachtungen, wie Leute aus einem Auto heraus versucht haben, Stimmen für 300 tschechische Kronen, insbesondere bei Sinti- und Romafamilien sowie bei vietnamesischen Mitbürgern, zu kaufen. Ein paar dieser erfolgreichen Versuche wurden per Video dokumentiert.

Und so zogen verschiedene Politiker aus mehreren Parteien vor das Landgericht in Ústí nad Labem, um dort die Wahl annullieren zu lassen. Zu diesen Politikern zählen auch die Begünstigten der Wahlmanipulation, die trotz ihrer Erfolge nichts mit den Vorwürfen zu tu haben wollen. Auch der amtierende Bürgermeister Josef Horáček monierte die Wahlen.

Nun wird das Gericht entscheiden, wie es weitergeht.

Bilina ist allerdings nicht die einzige Stadt, wo derartige Manipulierungen festgestellt wurden. Auch in Chomutov, Litvinov, Lovosice, Ústí nad Labem und Decin wurden Unregelmäßigkeiten beobachtet. So soll ein Taxifahrer in Chomutov im Auftrag für einen lokalen Unternehmer Roma zu Hause abgeholt und zu den Wahllokalen chauffiert haben. Dafür gab es dann zwischen 600 und 750 Kronen.

250.000 Euro

September 26, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Allgemein, Aus dem Rathaus, Kernstadt Dippoldiswalde, Kunst/Kultur, Nebenan, Reichstädt, Schulen, Seifersdorf/ Seifen Kommentare deaktiviert

Dies ist die Summe, die der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung für die brandschutztechnische Sanierung des Kulturhauses “Parksäle” beschließen will.

Auch andere Themen der nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch haben Potential:
* So soll die Beteiligung an einer gemeinsamen Initiative für Wirtschaftsförderung mit Klingenberg, Altenberg und Glashütte beraten werden.
* Die STEG Stadtentwicklung GmbH stellt ein Gebietskonzept zur Entwicklung „Südlicher Stadtkern“ von Dippoldiswalde vor, was absolut lesenswert ist.
* Für den Neubau bzw. die Sanierung der städtischen Schulturnhallen in Seifersdorf und Reichstädt werden Planungsbüros beauftragt.

Öffentlichen Sitzung des Stadtrates,
Mittwoch, 1. Oktober 2014, 18:00 Uhr im Ratssaal im Dippser Rathaus