Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Energieversorgung’

Der Energie-Tisch Altenberg informiert:

April 18, 2011 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Energieversorgung, Service, Veranstaltungen, Vereine berichten 1 Kommentar →

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Energie-Tisch Altenberg e. V.,

als Solarinitiative wollen wir die nächsten Wochen nutzen und aus Anlass des 25. Jahrestages von Tschernobyl, des Tages der Erneuerbaren Energien und der diesjährigen “Woche der Sonne” an die Öffentlichkeit gehen und unseren Standpunkt zur künftigen Energiegewinnung und -versorgung vertreten. Natürlich werden die aktuellen Ereignisse im AKW Fukushima und ihre verheerenden Folgen sowie die daraus resultierende Notwendigkeit einer raschen und konsequenten Energiewende im Mittelpunkt dieser Veranstaltungen stehen.

Wir möchten Sie deshalb heute schon auf 3 Veranstaltungen aufmerksam machen, bei denen wir Sie gerne begrüßen würden.

26. April – Tschernobyltag, Dippoldiswalde, 18:30 Uhr, Große Wassergasse
Zum 25. Jahrestag der Katastrophe laden wir in Kooperation mit dem Grünen Kreisverband und dem Umweltverein Grüne Liga Osterzgebirge e. V. zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion zum Thema Atomausstieg in den Räumen der Grünen Liga ein.

30. April – Tag der Erneuerbaren Energien, Heidenau Marktplatz, 10:00 bis 18:00 Uhr
Im Rahmen des von der Sächsische Energieagentur und der Stadt Heidenau veranstalteten TdEE wird sich unsere Solarinitiative auf dem Markt in Heidenau mit einem eigenen Informationsstand präsentieren. Sie können sich ausführlich zum Thema Erneuerbare Energien beraten lassen. Auch Fukushima und der Atomausstieg werden 25 Jahre nach Tschernobyl ein wichtiges Thema des Tages sein, über das wir mit Ihnen gerne diskutieren möchten.

9. Mai – Woche der Sonne, Dippoldiswalde, 18:30 Uhr, Rathaus Markt
Im Rahmen der “Woche der Sonne” laden wir mit Unterstützung der Stadt Dippoldiswalde zu einer Veranstaltung zum Thema “Wie weiter nach Fukushima in Deutschland? Muss Strom zwangsläufig teurer werden und wo soll unser Strom in Zukunft her kommen?” ein.
Wir wollen mit den Besuchern auf Grund der aktuellen Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima und der kontrovers geführten Ausstiegsdebatte in Deutschland über die Folgen, über Stromkosten und Alternativen diskutieren. In einer etwa 2stündigen Veranstaltung wollen wir uns als Altenberger Solarinitiative klar positionieren, Hintergründe für Kostensteigerungen aufzeigen, Alternativen vorstellen sowie aktuelle Kostenvergleiche einzelner Stromanbieter vornehmen.

Alle Veranstaltungen sind für Besucher kostenfrei.
Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.

Mit solaren Grüßen aus Altenberg
Dietrich Papsch
Vorsitzender Energie-Tisch Altenberg e. V.

Fördermittel abgreifen noch bis 31.3.11 für die Stadt möglich

Februar 04, 2011 Von: Samuel Hochauf Kategorie: Energieversorgung, StattVerwaltung/ StattRat, Umwelt 6 Kommentare →

An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen, dass es für Kommunen möglich ist beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen Antrag einzureichen zur Bereitstellung von Fördermitteln für Klimaschutzprojekte.

Gefördert werden können:

  • die Erstellung von Klimaschutzkonzepten
  • die beratende Begleitung bei der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten
  • die Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung
  • die Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung
  • sogenannte Masterpläne für den Klimaschutz (80% Förderung!)

Selbst für finanzschwache Kommunen gibt es Möglichkeiten, so heißt es:

Nach der Richtlinie ist es möglich, die Förderquote zu erhöhen, wenn der Antragsteller keine ausreichenden Eigenmittel bereitstellen kann und eine Kreditfinanzierung nicht zugelassen ist. Aus diesem Grund kann die Förderquote für Haushaltssicherungskommunen um bis zu 20% und für Nothaushaltskommunen bis auf 95% erhöht werden,…

Ich hoffe, dass unsere Stadt im Sinne ihrer Bürger handelt und entsprechende Anträge einreicht bzw. schon eingereicht hat um bestmöglich in unserer Stadt Investitionen zu tätigen, die Infrastruktur zu stärken und darüber hinaus nachhaltig Klimaschutz zu betreiben.

Kraftwerke für Jedermann

November 15, 2010 Von: Samuel Hochauf Kategorie: Bürgerinitiativen, Energieversorgung, Umwelt 1 Kommentar →

Kraftwerke für JedermannUnter diesem Titel hat die “Agentur für erneuerbare Energien e.V.” einen Sammelband zur dezentralen Energieversorgung herausgegeben. In diesem kommen mehrere Experten zu Wort, die das ganze Thema der dezentralen Energieversorgung versuchen mit Fakten zu unterlegen und eine bisher recht diffus verlaufende Diskussion zu kanalisieren und ganz konkret auf die Vorteile aller möglichen Arten der dezentralen Energieversorgung einzugehen.

Gerade weil in Dippoldiswalde das ganze Thema Energiewende, erneuerbare Energien, kommunale Verantwortung der Energieversorgung, privates Engagement zur Energieversorgung meines Erachtens noch viel zu kurz kommt könnte ja dieser Sammelband ein Anstoß sein wieder einmal neu über dieses Thema nachzudenken. Ich erinnere mich noch, dass ich im Dezember 2009 zu einem Informationsabend zu kommunalen Energiethemen anwesend war. Ein angedachter Energiestammtisch wurde leider bis jetzt nicht eingerichtet und Informationen zu weiteren Veranstaltungen dieses Thema betreffend sind zumindest nicht bis zu mir hindurch gedrungen.

Wenn also jemand die Themen Bürgerkraftwerke, Energiewende von Unten, Rekommunalisierung der Energieversorgung, Kleiner ist Flexibler u.a. interessieren der sollte sich die kostenlose Broschüre durchlesen.

Ich für meinen Teil würde mich freuen, wenn unsere Kommune in Zukunft verstärkt das Thema auf die Tagesordnung setzen würde. Natürlich ist das immer erst mal mit Arbeit verbunden und kostet eine Menge Kraftanstrengung doch gerade wenn etwas mit den Bürgern zusammen versucht wird umzusetzen kann ich mir gut vorstellen, dass gerade solch ein Thema die Menschen auch wieder näher an die Politik bringen kann. Leider kann man davon nicht direkt Verbindlichkeiten abzahlen oder laufende Kosten begleichen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken einen Wert für “Zufriedenheit” oder “Akzeptanz” einzuführen.

Bitte mehr Mut

November 15, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Energieversorgung, Umwelt 10 Kommentare →

Sehr geehrter Herr Herz,

an vergangenen Sonnabend veröffentlichten Sie in der Sächsischen Zeitung einen Artikel zum Beteiligungsbericht von Schmiedeberg:
Energieanteile bringen Schmiedeberg Geld

Der letzte Absatz  lautete:

Mit Strom und Gas wird gutes Geld verdient
Zwei Beteiligungen machten den Schmiedeberger Gemeinderäten Freude. Falko Uyma (Freie Wähler sagte: „Das ist ja richtig gewinnbringend.“ Die Gemeinde hält Anteile an der Energieversorgung Sachsen Ost (Enso). Dafür gibt es einmal einen Zweckverband. Der überwies an die Gemeinde jedes Jahr knapp 76.000 Euro. Ein anderer Teil läuft über die kommunale Beteiligungsgesellschaft. Auch diese hat die Gemeinde gut bedacht. 2007 kamen 103.000 Euro und im Jahr 2008 runde 55.000 Euro.

Ob sich der Gemeinderat Falko Uyma schon einmal Gedanken gemacht hat, woher die ENSO dieses Geld nimmt? Vielleicht sollte Herr Uyma auf der Homepage des Energieversorgers nachschauen, wie viel Umsatz und wie viel Gewinn  die ENSO 2009 gemacht hat! Und dann sollte er sich nochmals die Frage stellen, woher das Geld kommt!

Sächsische Zeitung, Ausgabe Dippoldiswalde vom Freitag, 21. September 2007:

Schmiedeberg erneuert Strom- und Gasverträge
Schmiedeberg. Der Gemeinderat beschäftigt sich auf seiner Sitzung am Montag mit dem Neuabschluss der Konzessionsverträge für Strom- und Gaslieferungen, wie aus der Tagesordnung hervorgeht. Die Enso bezahlt der Gemeinde eine sogenannte Konzessionsabgabe, dafür dass sie die öffentlichen Wege für ihre Leitungen nutzen darf. Die bisherigen Verträge stammen vom Beginn der 1990er Jahre und laufen bis 2010 aus. Deswegen müssen sie erneuert werden. (SZ/fh)

Ich gehe davon aus, dass Schmiedeberg, wie Dippoldiswalde ein paar Wochen vorher (siehe Sächsische Zeitung, Ausgabe Dippoldiswalde vom Dienstag, 12. Juni 2007), die Konzessionsverträge ebenfalls um 20 Jahre !!! verlängert hat.

“Deswegen müssen sie erneuert werden.” Sehr geehrter Herr Herz (SZ/fh), warum fragen Sie als Journalist hier nicht nach, warum recherchieren Sie nicht investigativ? Schmiedeberg dürfte von der Einwohnerzahl mit der Stadt Schönau im Schwarzwald vergleichbar sein:
4.630 Einwohner in Schmiedeberg (im Gemeindeverwaltungsverband Schönau im Schwarzwald = 5.590 Einwohner)

Allerdings übergab man im Schwarzwald das Stromnetz nicht in die Hände eines Monopolisten, sondern gründete hier 1998 (mit der Liberalisierung des Strommarktes) ein eigenes Stadtwerk und man nahm das Elektroverteilnetz in eigene Hände.

Mittlerweile versorgen die  EWS Schönau bundesweit Kunden mit “sauberen” Strom, investieren Millionen in eigene Energieprojekte, haben knapp 40 Mitarbeiter, übernahmen erst vor wenigen Monaten auch das Gasnetz in ihrer Gemeinde und machen einen Umsatz von knapp 40 Mio Euro!

Mit etwas mehr Weitblick von Gemeinderat Falko Uyma und seinen Kollegen hätte in Schmiedeberg (oder auch in Dippoldiswalde oder Höckendorf, oder …) ein Unternehmen gegründet werden können, was Umsatz- und Gewerbesteuer vor Ort entrichtet und dessen Mitarbeiter auch ihre Einkommenssteuer vor Ort bezahlen. Statt der Taube in der Hand freut man sich hier lieber über den Spatz auf dem Dach. Und die SZ schreibt immer freudig mit!

Darf man Sie (bzw. die Sächsische Zeitung) um eine kritischere Berichterstattung bitten, insbesondere dann, wenn Kommunen das Geld ihrer Bürger ausgeben?

Vielen Dank für Ihr Verständnis für dieses Anliegen.
Heiko Frey

Informationen zu Erneuerbaren Energien (insbesondere Solar)

November 12, 2010 Von: Ulf Geißer Kategorie: Allgemein, Bundespolitik, Energieversorgung, Sonstiges, Umwelt Noch keine Kommentare →

Das online-Portal http://www.solid.de/ hat wieder mal sehr interessante Informationen für Kommunen aber auch für Private/Gewerbetreibende zusammengestellt.

Beispiel: Photovoltaik auf dem Dach des Eigenheims

Beispiel: Photovoltaik auf dem Dach des Eigenheims

Im Zusammenhang mit dem Bericht zur vor Kurzem veranstalteten Lesung des Schellerhauer Dietrich Papsch http://dippolds.info/2010/10/29/nachdenkenswerte-lesung-von-und-mit-dietrich-papsch/ kann der geneigte Leser Folgendes zur Kenntnis nehmen und vielleicht für sich selbst abwägen was dazu im Verhältnis bei uns in und um Dipps vor Ort (noch nicht) geschehen ist….

Immer mehr Städte und Regionen haben mittlerweile ein Solarkataster. Solarkataster sind Datenbanken, auf die man per Internet zugreifen kann und dann für sein eigenes Gebäude oder auch jedes andere Gebäude das Potential zum Einsatz von Photovoltaik bzw. Solarthermie aufgezeigt wird. Damit kann jeder Bürger, aber auch Handwerker herausfinden, auf welchen Gebäuden die Installation einer Photovoltaik- oder einer Solarthermieanlage besonders lohnenswert ist. Auch für die immer häufigeren Gesellschaften zur Nutzung der Photovoltaik mit Bürgerbeteiligung (z.B. durch Bürger-Solarstromanlagen) können so recht einfach Objekte ausgewählt werden, die für eine nähere Begutachtung in Frage kommen. Für die Erstellung solcher Kataster werden z.B. bei einem Flug miteinem Flugzeug mittels Laser die Dächer erfasst und später mit einer Software ausgewertet. Oftmals werden aber auch gar keine neuen Messungen benötigt. Die Daten liegen den öffentlichen Ämtern bereits vor, wurden bisher aber nicht für die Nutzung der Solarenergie ausgewertet. In so einem Fall lässt sich der Aufbau eines Solarkatasters sehr kostengünstig durchführen. 

Ein Solarkataster trägt also dazu bei, die solaren Potentiale einer Stadt, einer Gemeinde, eines Landkreises o.ä. zu erfassen und verstärkt zu nutzen. So wird nicht nur etwas Gutes für das Klima und die Bürger getan, sondern auch die lokalen Handwerksbetriebe gestärkt.

Eine Liste der Städte mit einem Solarkataster finden Sie z.B. hier <http://www.enbausa.de/solar-geothermie/fotovoltaik/staedte-mit-solarkataster.html>.

Wer mehr zu Solarkatastern lesen möchte, kann dies beispielsweise hier

http://www.photovoltaik.eu/heftarchiv/artikel/kategorie/04-2010/beitrag/wer-will–wer-will–wer-hat-noch-nicht-_100002716/86/?tx_ttnews=120&cHash=6b5a3e5afa tun.

Die Phönix Solar AG hat eine Studie veröffentlicht, die von A.T.Kearney durchgeführt wurde. Darin wird z.B. festgestellt, dass die aktuelle Ermittlung der EEG-Umlage für die Photovoltaik nicht sinnvoll ist. Es sollten vielmehr die Erzeugungskosten des Stroms aus Photovoltaikanlagen mit den Erzeugungskosten der fossilen Kraftwerke verglichen werden, die die Photovoltaik tatsächlich ersetzt. Und dies sind nicht die Braunkohle- und Atomkraftwerke, sondern Gas- und Steinkohlekraftwerke. Würde man diese Differenzkosten ansetzen, würde die EEG-Umlage für die Photovoltaik von 1,67 Cent/kWh *um ca. 0,3 Cent/kWh gesenkt* werden können. Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass 2010 mittlerweile die volkswirtschaftliche Gewinnschwelle für die Photovoltaik erreicht wurde. Dabei werden den EEG-Tarifzahlungen für den Strom aus Photovoltaikanlagen die Nutzeneffekte der Photovoltaik gegenübergestellt. Dazu zählen z.B. die Erlöse aus dem Stromverkauf des Solarstroms sowie vermiedene CO2-Schadenskosten. *Rechnet man alle Effekte gegeneinander auf, bleibt für die in 2010 gebauten Photovoltaikanlagen ein volkswirtschaftlicher Gewinn zwischen 66 und 205 Mio. € übrig.* Dieser Effekt wird in den kommenden Jahren übrigens noch weiter steigen. Es bleibt unterm Strich nicht nur ein volkswirtschaftlicher Gewinn für Deutschland übrig, sondern mit dem Ausbau der Photovoltaik kommen wir auch unserem Ziel der CO2-freien Energieversorgung immer näher (anders als bei der Laufzeit-Verlängerung der Atomkraftwerke).

Wer ein kurzes Video zu der Studie oder z.B. eine Zusammenfassung der Studienergebnisse anschauen möchte kann dies hier http://www.phoenixsolar.de/Presse/Studien/ tun.

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS http://www.dgs.de ) hat unter http://www.energymap.info  eine Seite geschaffen, auf der die Erzeugung mittels Erneuerbarer Energien in ganz Deutschland dargestellt wird. Hier kann sich nun jeder Interessierte anschauen, wie sein Bundesland, sein Landkreis oder seine Stadt im Bundesvergleich, aber auch im Vergleich mit den Nachbarstädten und Gemeinden abschneidet. Man kann auf der Seite sehr schön die Verteilung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen sehen. (Windkraft ist eher in Norddeutschland angesiedelt, Photovoltaik eher in den südlicheren Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg). Auf der Seite kann z.B. auch jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage nachschauen, ob seine eigene Anlage schon verzeichnet ist, oder ob Ihr Netzbetreiber seinen Verpflichtungen zur Veröffentlichung doch eher zaghaft nachkommt.

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