Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Tourismus’

Fachexkursion „Raue Rampe, Fischpass…!“

April 18, 2013 Von: Harald Weber Kategorie: Kultur, Landkreis, Nebenan, Pressemitteilung, Tourismus, Umwelt Kommentare deaktiviert

Strukturelle Verbesserung von Fließgewässern im Rahmen der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie Saubere Flüsse und Bäche mit natürlichen Ufern, eine große Artenvielfalt in Flora und Fauna und ein durchgängiger, naturnah strukturierter Verlauf. Dies sind einige der Umweltziele, die mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden sollen. Ein guter ökologischer Zustand der Gewässer kann in vielen Fällen nur mit zusätzlichen Maßnahmen, insbesondere zur Verbesserung der gewässerstrukturellen Beschaffenheit, hergestellt werden.

Fachexkursion an Flüsse und Bäche im Landkreis

Der Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. lädt Kommunen, Landeigentümer, Flächennutzer und weitere interessierte Akteure am Donnerstag, dem 23. Mai 2013, von 8:00 bis 16:30 Uhr zu einer Fachexkursion an die Rote Weißeritz und den Oelsabach im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und an den Koitschgraben Dresden ein.

Anhand umgesetzter Maßnahmen am Gewässer werden beispielhaft Möglichkeiten zur Verbesserung der Gewässerstruktur und der Durchgängigkeit von Fließgewässern unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes vorgestellt. Ein weiterer Aspekt ist die Schaffung attraktiver Spiel- und Erholungsangebote für die Bevölkerung am Koitschgraben Dresden-Prohlis im Rahmen des Programmes „Soziale Stadt“. Programm und Anmeldeformular unter: www.baeche-lebensadern.de

Ines Thume
Projektkoordinatorin Öffentlichkeitsarbeit für kleine Fließgewässer

Abstellgleis für Dippser Bahnhof?

April 15, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Aus dem Rathaus, Historisches, Kernstadt Dippoldiswalde, Kultur, Tourismus, Umwelt 2 Kommentare →

Über viele Jahre jammerte die Stadtverwaltung, dass der Dippser Bahnhof in einem spekulativen Immobilienunternehmen gebunden ist und man hier nichts gestalten könne. Die Stadt beauftragte ein Wertgutachten, was zu einem Schluss kam, dass für Gebäude und Minigrundstück ca. 24.000 Euro ein reeller Kaufpreis wäre. Der Verkäufer wollte jedoch immer das Doppelte dieses Preises, man fand nicht zueinander.

Hier ein Foto aus dem Jahr 2010

Heute wird der Dippser Bahnhof durch das Auktionshaus Karhausen in Berlin versteigert. Das Mindestgebot liegt bei 5.500 Euro. Die Stadt Dippoldiswalde will sich nach Information aus dem Rathaus nicht an der Auktion beteiligen, da der Gebäudezustand sehr desolat ist und die späteren Sanierungskosten auf mehrere 100.000 Euro geschätzt werden.

Leider vergibt man sich damit im Rathaus auf absehbare Zeit wieder die Möglichkeit, aktiv die Stadt zu gestalten und Verantwortung für die Region zu übernehmen. Das Bahnhofsgebäude ist zentraler Bestandteil der Weißeritztalbahn, die bekanntlich mit der Talsperre Malter und dem Dippser Museum zu den touristischen Hauptattraktionen unserer Region zählen.

Historische Eisenbahngeschichte und Tourismuskonzept gehen im Müglitztal verloren

April 13, 2013 Von: Harald Weber Kategorie: Historisches, Nebenan, Tourismus, Vereine berichten, Verkehr 1 Kommentar →

von Mirko Mitschke

Durch die faszinierende Berg- und Tallandschaft des Müglitztales, welches schon König Johann von Sachsen als das schönste Tal Sachsens bezeichnete, schlängelt sich die Müglitztalbahn. Von Heidenau bis nach Altenberg bezwingt sie bei fast ständiger Steigung einen Höhenunterschied von 634 Metern und verbindet dabei das Elbtal mit dem Osterzgebirge. Unter wirtschaftlichen Einflüssen 1890 als Schmalspurbahn eröffnet, war sie etwa um 1930 dem stark angestiegenen Güter- und Personenverkehr nicht mehr gewachsen, welches sich besonders während der Wintersportsaison schmerzhaft auswirkte.

Mueglitztalbahn, Sonderfahrt, Ausfaht aus Geisinger Tunnel

Von 1934 bis 1938 erfolgte daher, auch unter dem Aspekt der Hochwassersicherheit und zahlreicher Unfälle an den 266 schienengleichen und ungesicherten Wegübergängen, der Umbau auf Normalspur. Damit verbunden war eine teilweise neue Trassierung sowie die Errichtung von 92 Brücken und Durchlässen mit einer Gesamtlänge von ca.1500 m sowie 5 Tunnel (zusammen 1507 m). Eigens für die 38 km lange normalspurige Müglitztalbahn wurden spezielle Lokomotiven und Reisezugwagen gebaut, da einerseits der DR bis zum Jahr 1935 Loks für Gebirgsbahnen mit langen Steigungen und scharfen Krümmungen fehlten und um andererseits den Anforderungen des Reiseverkehrs (Ausflug- und Wintersportverkehr) gerecht zu werden. So entstanden die fünffachgekuppelten Tenderlokomotiven der BR 84 und die Mitteleinstiegswagen der Bauart Altenberg in Leichtbauweise. Nach dem zweiten Weltkrieg verschwanden die 84er aus dem Müglitztal. Schwere Uranerzzüge auf der Strecke Aue – Schwarzenberg – Johanngeorgenstadt, Dienst als Heizloks und Dampfspender sowie schließlich der Schrottplatz waren ihre letzten Stationen. 1968 wurde die letzte Lok der BR 84 verschrottet. Die BR 86 und später auch die BR 50 kamen auf die Strecke. (weiterlesen…)

Grünes Zwischendurch-E-Blätt’l April 2013

April 12, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Tourismus, Umwelt, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Liebe Freunde der Osterzgebirgsnatur,
endlich taut der Schnee, und vor den Frühjahrsblühern scheinen jetzt auch die Naturschützer aus dem Winterschlaf zu erwachen. Seit der Osterausgabe des Grünen Blätt’ls sind wieder paar Infos zusammengekommen die ich hiermit gern weiterleiten möchte.

Apropos Oster-Blätt’l-Ausgabe: diese ist offenbar bei den meisten Lesern der Echt-Papier-Version erst deutlich nach den Feiertagen angekommen. Tut mir wirklich leid, aber wir haben seit Anfang des Jahres ein logistisches Problemchen. Die Deutsche Post hat ihren “Infobrief”-Dienst sang- und klanglos eingestellt. Per Infobrief konnten wir so ein Grünes Blätt’l immer für 35 cent verschicken. Stattdessen müssten wir jetzt am Blätt’l-Versand-Donnerstag über hundert 58-cent-Briefmarken aufkleben. Preiswerter und unkomplizierter geht es da bei der Dumping-Konkurrenz zu. Die letzte Ausgabe haben wir mit postmodern verschickt – und das hat dann aber wohl eine Woche gedauert, bis die Blätt’l in den Briefkästen lagen. Ich möchte deshalb hiermit in die Runde derjenigen fragen, die das Grüne Blätt’l immer als Papierversion beziehen: sollen wir die teurere, aber schnellere Versandversion wählen (wofür die Grüne Liga Osterzgebirge aber wiederum mehr Leserspenden benötigt), oder ist es euch/Ihnen mehr oder weniger egal, wann das Blätt’l ankommt? Es gibt aber auch noch die Variante zum Selberausdrucken oder Am-Bildschirm-Lesen. Andreas Warschau stellt sehr zuverlässig und zeitnah das aktuelle Grüne Blätt’l auch immer ins Internet (www.grueneliga-osterzgebirge.de) – und teilt dies dann immer unmittelbar danach per email allen Leuten mit, die sich so einen Blätt’l-Online-Erinnerungsservice gewünscht haben. Wer das Grüne Blätt’l tatsächlich unmittelbar vor dem Monatsanfang bekommen möchte, kann sich gerne in Andreas’ Liste aufnehmen lassen (andreas.warschau/ät/googlemail.de).

So, und nun zu den Zwischendurch-Infos. Einen schönen Frühling wünscht Jens Weber.

1.) Bäumchenpflanz-Wochenende 12.-14.4.
2.) Donnerstag, 11.4.: Bienenvorlesung an der Bergakademie
3.) neuer Termin Haldenpflege bei Brand-E.: 20.4.
4.) Kreatives mit der Madagaskar-AG im Bärensteiner Bielatal am 19./20.4.
5.) Was sie schon immer über GPS wissen wollten- aber nie zu fragen wagten – 20.4.
6.) neue Wiesen-Flächennatursenkmale sind jetzt amtlich festgesetzt!
7.) Südumfahrung Pirna: Morlok feiert Verwaltungsakt als Projektfortschritt
8.) Ferienakademien “Ökologische Nachhaltigkeit”
9.) Schellerhauer Naturschutzpraktikum
10.) Vorbereitungstreffen Heulager 2013 (weiterlesen…)

Landesgartenschau 2019 – eine Chance für Dipps?

April 04, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Historisches, Landespolitik, Tourismus, Umwelt 9 Kommentare →

Nach Information der Sächsischen Landesregierung wird nach 2015 (Oelsnitz/Erzgebirge) auch im Jahr 2019 eine Landesgartenschau ausgerichtet.

Kommunen, die
a) ein schlüssiges Konzept haben,
b) Überlegungen zur Finanzierung – auch nach der Gartenschau – angestellt haben,
und c) natürlich über das zusammenhängende Gelände (mindestens 10-15 ha) verfügen,
können sich bis März 2014 zur Ausrichtung dieser Veranstaltung bewerben.

Durch das Land Sachsen werden hierfür 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In den letzten Jahren fanden Landesgartenschauen in Lichtenstein (1996), Zittau (1999), Großenhain (2002), Oschatz (2006), Reichenbach (2009) und Löbau (2012) statt. Seitens der Landesregierung werden die bisherigen Veranstaltungen als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnet, da hiermit oftmals in kurzer Zeit nachhaltig in brach liegende oder vernachlässigte Flächen investiert wurde. Dadurch wurden touristisch attraktive Naherholungsgebiete geschaffen, aber auch das ehrenamtliche Engagement in den Ausrichterstätten wurde erheblich gesteigert – ist sich Staatssekretär Dr. Fritz Jaeckel im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft sicher. Zusätzlich zu den Fördermillionen für die investiven Maßnahmen gibt es aber auch noch Unterstützung bei der eigentlichen Schau sowie für die Beteiligung der Fach- und Interessenverbände.

Dippoldiswalde wird im Jahr 2018 seine 800-jährige urkundliche Erwähnung feiern. Hier wird es mit Sicherheit viele Brauchtumsgruppen geben, die die Vergangenheit darstellen und an wichtige historische Ereignisse erinnern. Vielleicht kann ja eine „Arbeitsgruppe zukünftige historische Ereignisse“ die Landesgartenschau vorbereiten und unserer Generation auf diese Weise ein Denkmal setzen?

Landesgartenschau in Dippoldiswalde?Als Areal für eine Landesgartenschau bietet sich das Gebiet an der Weißeritzaue – Polypack, Gerberplatz, alte GHG, Ratsmühle, Brache der Jahnturnhalle, Müllerschule, Rölligteich, Behälterbau, Vorsperre Talsperre Malter – förmlich an. Wenn man kreativ dazu noch den Grüngürtel zwischen Technikumallee und Lutherpark in dieses Projekt einbezieht, …