Informationsveranstaltung zur Elektromobilität im Straßenverkehr
Die Veranstaltung des Energietisch Altenberg e.V. (ETA) stand ganz im Zeichen der zukünftigen elektrisch angetriebenen automobilen Fahrzeugeneration auch wenn zu diesem Termin letzten Freitag nur wenige Gäste den Weg ins Altenberger Rathaus fanden. Sicher hängt das auch mit der Tageszeit am Vormittag zusammen. Auf Nachfrage versprach Herr Papsch dass für folgende Veranstaltungen der Zeitpunkt in den späten Nachmittag oder in die Abendstunden gelegt werden sollte. Anderseits ist davon auszugehen dass das ganze Thema „Elektromobilität“ auf unseren Straßen, gerade auch im Mittelgebirge, sicher auch mit individuellen Vorbehalten entgegnet wird. Dazu diente letztlich auch diese Veranstaltung um zumindest technische und realitätsnahe Lösungen, welche schon am Markt existieren, aufzuzeigen. Wie so oft bei der Etablierung neuer, zukunftsweisender Ideen und Technologien „hängt“ vieles immer von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen ab und die erste Frage steht dabei immer im Raum: „Lohnt/rechnet sich das Ganze überhaupt finanziell?“.

der Vereinsvorsitzende Herr Dietrich Papsch begrüßt die Gäste und den Referenten Herrn Dipl.-Ing. Reiner von der SAENA im Rathaus Altenberg
Um diese und andere wichtige Fakten, Zusammenhänge und auch um ein überregionales und deutschlandweites Bild zu zeichnen, konnte der  Vertreter der Sächsischen Energieagentur GmbH (SAENA) im Bereich zukunftsfähige Energieversorgung, Herrn Martin Reiner als fachkundigen Referenten gewonnen werden. Kontakt für diesbezügliche weitere Nachfragen: martin.reiner@saena.de
Die SAENA www.saena.de als Gesellschaft des Freistaates Sachsen und der Sächsischen Aufbaubank beschäftigt sich mit der gesamten Problematik „Steigerung der Energieeffizienz und zukünftige Energieversorgung“ im privaten wie auch im gewerblichen und öffentlichen Bereich in Sachsen. Es werden verschiedene Projekte vorangetrieben wie beispielsweise das Solarportal Sachsen, Modellregion Elektromobilität Sachsen oder auch Energieautarke Modellregionen in Sachsen sowie European Energy Award® – kommunale Energiearbeit .
Der Öffentliche Personennahverkehr ÖPNV nimmt in der Arbeit der SAENA genauso eine herausragende Rolle ein wie die Information von Städten und Gemeinden hinsichtlich Optimierung der öffentlichen Infrastruktur beispielsweise der Stromnetze, der kommunalen Gebäude aber auch des Fuhrparkes (Stichwort wäre der schrittweise Umbau des vorhandenen Fuhrparkes hin zu elektromobilen Lösungen). Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Fakt dass Sachsen eine der acht ausgewählten Modellregionen in Deutschland ist und deshalb auch auf besondere Förderungen seitens der Politik setzen kann!

diese Grafik zeigt ganz klar worüber der Weg gehen muß: die Stromversorgung der zukünftigen Elektromobilität nur mit 100% Erneuerbare Energien! Bitte aufs Bild zur Vergrößerung klicken!
Herr Reiner konnte anhand seiner anschaulichen Folien (siehe oberes Bild) den Gästen klarmachen dass zukünftig im Bereich Individualverkehr die Elektromobilität einen immer größer werdenden Stellenwert einnehmen wird auch wenn davon auf unseren Straßen natürlich noch sehr wenig zu erkennen ist. Eine selbsterklärende Zahl hierzu: Den über 41 Mio. in Deutschland zugelassenen fossil betriebenen Fahrzeugen aller Kategorien stehen aktuell gerade mal 1.600 rein elektrisch betriebene E-Mobile gegenüber. Vor diesem Hintergrund sind selbst die von der in solchen Fragen konservativ handelnden Bundesregierung genannten prognostizierten Zulassungszahlen von immerhin einer Million Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 eigentlich gar nicht glaubhaft. Jedoch wurde in der Veranstaltung auch klar, dass in den nächsten überschaubaren 5 bis 10 Jahren kein Weg dran vorbeigehen wird. Auch wenn derzeit die Spritpreise an den Zapfsäulen trügerisch konstant vor sich hin dümpeln, die weltweiten Verteilungskämpfe haben längst begonnen, nicht nur beim Erdöl… Auch andere fossile Rohstoffe werden gerade vor dem Hintergrund einer tatsächlich wieder anziehenden Konjunkturbelebung mehr nachgefragt werden. Es ist wie immer alles nur eine Frage der Zeit. Und wenn der Tag X kommen wird und der Liter Benzin 2,50 € und mehr kostet dann sieht die eingangs erwähnte „Rechnung“ des kleinen Mannes womöglich schon ganz anders aus… Das in der Zwischenzeit weiter am alternativen Elektroantrieb, hoffentlich auch in Deutschland geforscht wird, auch in Bezug auf das Herzstück des Fahrzeuges, der Batterie, ist allen klar. Der Autor dieses Beitrages ist überzeugt davon dass bei den namhaften deutschen Autoherstellern schon längst entsprechende Problemlösungen wie z.B. verbessertes Batteriemanagment für höhere Reichweiten in den Schubladen liegen. Allein, es fehlt die massenhafte Nachfrage. Und diese wird erst kommen wenn bei entscheidend höheren Spritkosten und günstigeren Fahrzeugpreisen von alltagstauglichen Elektromobilen die Rahmenbedingungen entsprechend vorhanden sind. Eine schon heute realistische und im Alltag voll nutzbare Zwischenlösung sind die sogenannten Hybridautos, also mit Benzin-/Diesel- und Elektroantrieb, beispielsweise vom japanischen Marktführer Toyota.

das ist der zweisitzige Stromer "Tazzari Zero" des Herstellers Smiles-World: http://www.smiles-world.de/tazzari-zero-konzept

vollelektrischer, viertüriger Kleinwagen mit modernem Sicherheitskonzept: der CitySax aus Dresden, www.citysax.de
In der Zwischenzeit versuchen SAENA, Energietisch Altenberg e.V. & Co. die interessierten Mitmenschen dahingehend aufzuklären, lokale Netzwerke zu schaffen, das Marketing zu optimieren und den Blick für die heutigen und auch zukünftig nicht geringer werdenden Probleme im Bereich Umweltschutz und Energieversorgung zu schärfen…
Und deshalb war diese Veranstaltung letzten Freitag trotz des geringen Zulaufes zumindest für die anwesenden Gäste sehr informativ!







