Dippser StattZeitung

Zentralo(h)rgan für Dippoldiswalde und die Region – Informationen von unten
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Heißer Wahlkampf im Eiskanal

August 14, 2014 Von: Holger Becker Kategorie: Allgemein

Zwei Wochen vor der sächsischen Landtagswahl nimmt der Wahlkampf langsam Fahrt auf.

Andrea Dombois, 1. Vizepräsidentin des Landtags hatte, um ihre Wahlthemen vorzustellen, einen besonderen Ort ausgesucht und dazu Gäste aus Sport und Politik geladen.
Gut zur sommerlichen Hitze passend traf man sich im Eiskanal der Altenberger Rennschlitten-und Bobbahn.
Gern war Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziere gekommen ihren Wahlkampf  anzuschieben.
Weitere Gäste waren Landrat Michael Geisler und der Generalsekretär vom Landessportbund Sachsen Dr. Ulf Tippelt.

Begonnen wurde mit einer Führung durch die Bahn, bei der Geschäftsführer Matthias Benesch Interessantes zu Bahndaten, erreichbaren Geschwindigkeiten und Zukunftsplänen des Trainingszentrums erzählte.

Thomas de Maiziere erinnerte sich begeistert an seine Fahrt mit dem ehemaligen Bobpiloten Harald Czudaj.

In einer anschließenden Gesprächsrunde in der Panoramabaude am Rande der Strecke diskutierten Sportler, Trainer und Funktionäre vom Bundesstützpunkt Altenberg mit Dr. Thomas de Maiziere Fragen zur aktuellen und kommenden Sportpolitik.

Die Gedanken von Andrea Dombois gingen in ihrer Einführungsrede auf den schwierigen Weg des Altenberger Stützpunkts zurück, der nicht gleich zu Beginn auf Akzeptanz gestoßen war.
Nach vielen Jahren, die Bahn wurde 1986 eröffnet, sind internationale Wettkämpfe, zu denen Welt und Europameisterschaften zählen, eine feste Größe im Terminkalender der Elite der Bob,Rodel und Skelletonsportler.

Zu den anspruchsvollsten Kunsteisbahnen  der Welt gehörend hat sich der Altenberger Standort bestens entwickelt und der Region deutlichen Aufschwung verliehen.

Dieser Aufwärtstrend, betonten  Landrat Michael Geisler und der Bundesinnenminister solle natürlich fortgeführt und durch Förderung unterstützt werden.
Dabei dürfe aber die rasante Kostenentwicklung, nicht vergessen werden. Zu halten ist so ein Objekt nur durch staatliche Hilfe meinte der Landrat, der im Gespräch den Eigentümer, den Landkreis vertrat.
Bricht ein fest eingeplanter Baustein aus der Förderung steht sofort das Gesamtwerk infrage.Neben der Bahn leistet man sich weitere Bauten, zu denen auch das Sportgymnasium zählt.

15, 3 Mio Euro seien in alle Objekte, davon allein in die Bahn 5 Mio Euro geflossen.
Viel Geld meinte der Minister, das aber auch »Zinsen« abwerfen müsse. Spitzensport ist ein Marktwert, der am Nutzen gemessen wird. Förderung könne auf Dauer nur der Erfolgreiche bekommen. Keiner kann es sich leisten Geld in teure Sportbauten, die wenigen nützen zu stecken, die dann mit guten Ergebnissen auf sich warten lassen.
Sport müsse auch attraktiv für den Zuschauer sein. Biathlon hat sich völlig neu aufgestellt und ist ein gutes Beispiel für den positiven Wandel einer Sportart.

Politik kann helfen und unterstützen.  Innovationen müssen vom Sport selbst kommen. Ein Zusammengehen verschiedener Standorte und auch Sportarten, die  gemeinsam genutzt werden könnten müsse umgesetzt werden. Egoismus ist da kein guter Berater.
Kleine Sportarten haben vorgemacht was möglich ist.
Dr. Ulf Tippelt, der für den Landessportbund Sachsen am Tisch saß, setzte sich für den Kinder-und Jugendsport ein. Als wichtig und unumgänglich für die Sichtung neuer Talente dürfe er nicht vergessen werden. Aus dem Breitensport entsteht Spitzensport fasste er seine Worte zusammen.

Unternehmen, die als Sponsor in diesem Bereich tätig sind und nicht im Fernsehen zu sehen sind sollten ebenfalls in der Werbung erwähnt werden sagte Frau Dombois.
Angesprochen wurde auch Mountain Bike, eine relativ neue Sportart, die aber bereits viele Freunde gewonnen hat. Auch für diesen Trainingsbetrieb wurde nach Lösungen gesucht. Vorschläge, Sportanlagen gemeinsam zu nutzen sind dazu bereits angedacht.
Zusammenfassend kann gesagt werden, das der Standort Altenberg auf einem guten Weg ist. Veränderungen, Mitdenken der Sportfunktionäre und alte Pfade verlassen seien unumgänglich.  Die Politik von Bund und Landkreis steht hinter den Sportlern.
Andrea Dombois, die dieses Gespräch auf den Weg gebracht hat, wird auch weiter zwischen Politik und Sport moderieren und helfen den erfolgreichen Weg fortzusetzen.
In seinen Schlussworten lobte der Minister ihre zielorientierte Arbeit an der Basis. Ihr sei viel zu verdanken, was auch auf ihre bürgernahe Gesprächsbereitschaft zurückzuführen sei.

Andrea Dombois dankte dem Minister für sein Kommen und verabschiedete ihn mit einem kleinem Erinnerungsgeschenk das an den Bergbau der Region erinnern sollte.

Umfragewerten zufolge liegt die CDU des Landes deutlich in Front. Kein Grund jedoch für Kandidatin Andrea Dombois in ihren Bemühungen um ein gutes Ergebnis nachzulassen.

Ihre Vorstellung mit der Gesprächsrunde zu Tourismus- und Sportfragen  hatte auf jeden Fall den Nerv der Gäste an diesem Tag getroffen.

Jerusalem, Ardnamurchan (Schottland), London, Dipps

August 14, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Dippolds Info, Historisches, Kernstadt Dippoldiswalde, Kunst/Kultur, Tourismus, Veranstaltungen

Kein Flachs, in dieser Reihenfolge präsentierte sich Dippoldiswalde bis Ende letzter Woche. Im Dresdner Palais im Großen Garten wurde unlängst, die StattZeitung berichtete darüber, der Architekturpreis 2014 verliehen. Und hier wurde das Projekt von Tobias Maisch „Der erinnernde Ort – Bergbauzentrum und Bergbaumuseum in Dippoldiswalde“ (*.pdf, über 6 MB) mit einem von zwei ersten Plätzen bedacht.

Die Jury bestand aus erstklassischen Fachleuten aus der Dresdner Technischen Universität sowie aus Architekten und Landschaftsplanern. Aus über 100 Einreichungen setzte sich die Idee zur Neugestaltung unseres Museums gemeinsam mit dem Vorschlag eines neuen ufernahen Weges an der Londoner Themse durch.

Auch die Stadtväter erkannten die Bedeutung dieser Auszeichnung. Gemeinsam überreichten Altbürgermeister Ralf Kerndt und Amtsnachfolger Jens Peter persönlich einen Blumenstrauß und übergaben dem Preisträger für Dippoldiswalde einen Bildband von unserer Stadt.

Kinder und Jugendliche suchen Ideen für Bürgerpark

August 12, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Jugend, Kernstadt Dippoldiswalde, Kunst/Kultur, Veranstaltungen

Pressemitteilung der projekt ǀ schmiede Dresden

SIEDLER entdecken Polypack-Gelände neu

Am 18. und 19. August sind Kinder und Jugendliche eingeladen, ihre Ideen zur Neugestaltung des neuen Bürgerparks an der Kleinbahn zu entwickeln

Diesen Sommer kommen die SIEDLER nach Dippoldiswalde. Eine große, freie Fläche, ein Zelt, ein Koffer voll mit Werkzeug, Zeichen- und Modellbaumaterial – und dann braucht es nur noch die zündende Idee… Denn das ehemalige Polypackgelände soll für alle Bürger von Dippoldiswalde ein angenehmer Aufenthalts- und Freizeitort werden. Interessant ist das Gelände vor allem durch die Nähe zum Zentrum, das Wasser des Mühlgrabens und die Kleinbahnstation.

Alle Kinder und Jugendlichen sind deshalb eingeladen, am Montag und Dienstag, dem 18. und 19. August von 10 – 16 Uhr auf die Fläche zu kommen und mit den SIEDLERN gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, dass wir am Mittwoch, dem 20. August um 17 Uhr mit den (erwachsenen) Anliegern diskutieren wollen.

Das Projekt SIEDLER ist eine moderierte Beteiligungsmethode und wurde sachsen- und bundesweit bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen an Gestaltungsprozessen öffentlicher Räume zu beteiligen, wo Demokratie erlebbar und echtes Mitwirken erfahrbar gemacht werden können.

SIEDLER ist ein Projekt der Projektschmiede gemeinnützige GmbH. Entwickelt wurde die Methode zur Kinder- und Jugendbeteiligung vom Kulturbüro Dresden mit Unterstützung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Abschlussfeier im Rolli-Lager

August 04, 2014 Von: Holger Becker Kategorie: Allgemein

 

Erlebnisreiche Tage waren für die  Teilnehmer des 27. Rolli-Lagers wie im Flug vergangen. Zu Hause werden sie viel zu erzählen haben.

Ein wenig Wehmut lag über diesem letzten Abend, war der Abschied doch nun nicht mehr fern. Viele bleiben in Verbindung und werden sich bestimmt zum 28. Treffen im Waldstadion wiedersehen.

Bevor alle auseinander gingen wurde aber erst einmal gefeiert.

Zur Eröffnung hatte jeder Sponsor ein Geschenk mitgebracht. Meist war es ein Geldbetrag, der die einzelnen Unternehmungen möglich machte.

Andrea Dombois, die 1. Vizepräsidentin des sächsischen Landtages, wie jedes Jahr dabei, hatte sich etwas besonderes ausgedacht und die Finanzierung des Abschiedsessens übernommen.

Nun war der Tag gekommen, die Zusage zu erfüllen.

Sie hatte einen Partyservice beauftragt, der warmes Essen, Schnitzel, gebratene Hähnchen aber auch Pilz-geschnetzeltes oder Fleischbällchen lieferte.

Die Bedienung übernahm sie an diesem Abend selbst. Unterstützt von Frau Müller, ihrer Mitarbeiterin, brachte sie allen, die nicht selbst in der Reihe stehen konnten, das Essen an den Tisch, schenkte Getränke nach und führte zwischendurch Gespräche mit den Jugendlichen.

An diesem Tag waren auch die Vertreter von Oelsa gekommen, zu sehen ob ihre Gäste sich auch am letzten Abend wohlfühlten.

Zwischenzeitlich, nicht jeder Betreuer konnte die gesamte Zeit bleiben, hatten sich neuen Gesichter unter die Betreuer gemischt. Die 1:1 Betreuung konnte dadurch über den gesamten Zeitraum aufrecht erhalten werden. Viele hatten, um zu helfen, Urlaub genommen. Die dankbaren Gesichter der Jugendlichen entschädigte sie ausreichend.

Als alle satt waren  begann die Veranstaltung. Außer dem musikalischen Rahmen wurde das gesamte Programm von den  Jugendlichen und Betreuern übernommen. Nach den ersten Auftritten rief Lagerleiterin Carmen Gelbricht Frau Dombois auf die Bühne um im Namen aller für das Essen zu danken.

Der Abend wollte lange kein Ende nehmen, hatten doch viele für einen kleinen Beitrag gesorgt. Besonders gefallen hat allen aber wohl die DSDS Parodie einer Betreuerin, die viele Zugaben geben musste.

An dieses Sponsorengeschenk, war es doch mit Herz ausgewählt, werden alle gern zurückdenken. Aufs nächste Jahr, wenn zum 28. Rolli-Lager geladen wird, freuen sich alle schon heute.

Weiteres Hochwasserrückhaltebecken im Osterzgebirge

August 03, 2014 Von: Holger Becker Kategorie: Allgemein

 

 

Die Jahrhundertflut, überraschend über das Land hereingebrochen, wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Heute,zwölf Jahre danach, konnten noch nicht alle Schäden beseitigt werden, denken wir nur an die noch nicht wiederhergestellte Kleinbahnlinie von Dippoldiswalde nach Kipsdorf.

Mit der Angst vor dem Wasser leben die Menschen der Region seit der Bergbau das Erzgebirge wirtschaftlich erschlossen hat.

Viel wurde bereits getan dem Wasser die Kraft zu nehmen, obwohl es hundertprozentigen Schutz wohl nie geben wird.

Sachsen besitzt nach Nordrhein-Westfalen die meisten Talsperren in Deutschland. Multifunktional, zur Energieerzeugung oder für den Tourismus genutzt  prägen sie das Landschaftsbild.

Nach Rückgang von Industrie und Bergbau wird das neue Rückhaltebecken neben dem Hochwasserschutz dem Tourismus des Osterzgebirges neuen Aufschwung geben.

Eckehard Bielitz (Geschäftsführer LTV -Oberes Elbtal) zog als Abschlussredner Bilanz über die vergangenen neuneinhalb Jahre bis zum Baubeginn. Er berichtete von den schwierigen Vorarbeiten, den  Bodenerkundungen und den Arbeiten für den  Naturschutz. Die Sicherung des Baugrundes, befindet man sich doch auf dem Gebiet des Altbergbaus, war eines der umfassendsten Aufgaben.

Die Leistungen des Teams um Frau Dr. Hemker bei der Sicherung von archäologischen Funden hob er dabei besonders hervor.

Wiederaufforstung war zu betreiben, aber auch die Herstellung von aufwändigen Fledermausquartieren war ein nicht unwesentlicher Punkt in der Bauvorbereitung.

Wohnhäuser, sogar ein Ferienheim, fielen dem Bau zum Opfer und Ersatz musste geschaffen werden. Spreng- und Einbauversuche sicherten im Vorfeld ein, später  reibungsloses Bauen, ab.

Die Straße, das war ihm wichtig zu erwähnen, bleibt während der Bauphase geöffnet. Notwendig sei aber, betonte er zur Sicherheit für Arbeiter und Kraftfahrer, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Km/St. unbedingt eingehalten würde.

Wenn das 50 Millionen teure Bauvorhaben 2019 abgeschlossen sein wird, prägt es die Landschaft um Schmiedeberg und verbessert den  Hochwasserschutz, auch für Obercarsdorf und Dippoldiswalde erheblich.