Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Schmiedeberg’

Neue Bauprojekte in Dippoldiswalde

Oktober 16, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Aus dem Rathaus, Der Stadtrat (berichtet), Kernstadt Dippoldiswalde, Reichstädt, Schmiedeberg, Seifersdorf/ Seifen 3 Kommentare →

Der Baustart ist damit sozusagen erfolgt. So begann Oberbürgermeister Jens Peter die Diskussion über die Vergabe von Planungsleistungen für die Schulturnhallen in Reichstädt und Seifersdorf in der letzten Stadtratssitzung.

Die Sanierung der Reichstädter Turnhalle wird mit 36% staatlicherseits gefördert. Die Gesamtkosten werden mit etwa 1,013 Mio Euro beziffert. Die Beauftragung für die Architekten und Haustechnikplaner erfolgte mit der Stimmenthaltung von Sportlehrer Mario Kühne.

Die Schulturnhalle in Seifersdorf wird mit 50% durch die Sächsische Aufbaubank gefördert. Dies liegt daran, weil hier der Vereinssport längere Nutzungszeiten erhalten wird. Auch hier wurden die Architekten und Planer beauftragt. Die Baukosten wurden mit 1,62 Mio Euro veranschlagt. Gegenstimme hier: Klaus Walter, Schulleiter der Dippser Oberschule

Schmiedeberg muss warten:
Da die Sanierungs- und Neubaukosten für die Oberschule in Schmiedeberg von 5,9 auf 8,1 Mio Euro explodiert sind, so wurde es in der Stadtratssitzung tatsächlich auch bezeichnet, wird dieses Projekt erst einmal auf Eis gelegt. Oberbürgermeister Jens Peter hofft hier auf eine höhere Förderquote als die jetzt im Raume stehenden 36%.

Gebietskonzept „Südlicher Stadtkern“
Thomas Menzel von der STEG Stadtentwicklungs GmbH aus Dresden erläuterte ausführlich die Chancen, die Dippoldiswalde in den nächsten Jahren noch hat, um Fördergelder zur Stadtsanierung der Kernstadt zu erhalten. Eigentlich ist Dipps bereits von der Liste gestrichen worden, aber mit etwas Glück könnte man verschiedene Programme mit einem geringeren Fördersatz und kürzeren Bearbeitungszeiten vielleicht doch noch nutzen. Als Endziel für die Baumaßnahmen wurde das Jahr 2018 genannt, indem Dippoldiswalde ja sein 800-jähriges Bestehen feiern wird.

Um hier tatsächlich noch in den Genuss von finanzieller Unterstützung zu kommen, muss man sich jetzt einig sein und kurzfristig handeln. Dies klang wie eine Mahnung, als Thomas Menzel die verschiedenen denkmalgeschützten Schwerpunkte aufzählte:
* Neugestaltung Obertorplatz
* Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Dippser Oberschule
* verschiedene private denkmalgeschützte Häuser im Stadtkern

Auf Anregung der StattZeitung ist dieses Konzept mitsamt allen Anlagen im Internet unter „Beschlussvorlagen“ abrufbar. Dort finden Sie auch die räumliche Abgrenzung des „Südlichen Stadtkerns“ und weitere interessante Informationen.
Die Beauftragung zur Fortschreibung des Konzeptes erfolgte mit der Gegenstimme von Falk Kühn-Meisegeier (Geschäftsführer der Dippser Wohnungsgenossenschaft).

Leider hat keiner der im Artikel genannten „Abweichler“ einen Grund für seine Gegenstimme bzw. Enthaltung laut geäußert.

Über den Altbergbau im Pöbeltal

Oktober 05, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Historisches, Pressemitteilung, Schmiedeberg, Veranstaltungen, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

„Die Bedeutung der hochmittelalterlichen Bergwerke von Niederpöbel bei Schmiedeberg in der europäischen Montanarchäologie“

Unter diesem Thema wird am Donnerstag, dem 09.10.2014 um 19:00 Uhr Frau Dr. Christiane Hemker, Leiterin des ArchaeoMontan – Projektes vom Landesamt für Archäologie Sachsen, im Martin-Luther-King Haus, Lutherplatz 24 in Schmiedeberg einen Vortrag über den hochmittel-alterlichen Bergbau und seine Bergwerke in der Niederpöbel halten.

Bereits im Jahre 2009 wurden dort im Vorfeld der Errichtung des Hochwasserrückhaltebeckens Niederpöbel erste Spuren von Altbergbau entdeckt, die zwischen September 2010 und Dezember 2013 vom Landesamt für Archäologie dank der Unterstützung zahlreicher Partner untersucht und dokumentiert werden konnten. Diese montanarchäologischen Untersuchungen gehören zu den umfangreichsten, die jemals in Deutschland und Europa durchgeführt wurden. Innerhalb dieses Projekts konnte eine überaus gut erhaltene mittelalterliche Bergbaulandschaft unter und über Tage, deren erste Spuren bis in das 12. Jahrhundert reichen, erforscht werden.

Der Vortrag wird die Ergebnisse dieser Ausgrabungen, die eine der wichtigsten Untersuchungen des grenzüberschreitenden Ziel-3 Projektes ArchaeoMontan darstellen sowie auch in einen weiten europäischen Rahmen der montanarchäologischen Forschung stehen, vorstellen.
Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu recht herzlich in das Martin-Luther-King Haus in Schmiedeberg ein.

Andrea Kretschmann
„Förderverein mittelalterlicher Bergbau Dippoldiswalde e.V.“

Fundtiere aus dem Territorium der ehemaligen Gemeinde Schmiedeberg

Juni 27, 2014 Von: Ute Weißbach Kategorie: Ammelsdorf, Dönschten, Hennersdorf, Naundorf, Niederpöbel, Obercarsdorf, Oberpöbel, Ortsteile, Sadisdorf, Schmiedeberg, Schönfeld, Tiere, Vereine berichten Kommentare deaktiviert

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass alle Fundtiere aus dem Territorium der ehemaligen Gemeinde Schmiedeberg (einschl. deren Ortsteile) bis Ende 2014 laut gültiger Vereinbarung, im Tierheim Reichstädt aufgenommen und betreut werden. Im Dippser Amtsblatt “Dippolds Bote” vom 24.01.2014 fehlte der entsprechende Hinweis.

In der Veröffentlichung der Stadt Dippoldiswalde vom 19.05.2014 “Änderung der Zuständigkeiten zur Aufnahme von Fundtieren” auf deren Internetseite wurde – wahrscheinlich irrtümlich – informiert, dass ab dem 1. Juli 2014 das Tierheim Reichstädt für die Aufnahme der Schmiedeberger Fundtiere zuständig sei. Dies ist falsch, denn gemäß gültiger Vereinbarung zwischen Schmiedeberg und dem Tierschutzverein Dippoldiswalde aus 2012 hat es keine Unterbrechung gegeben, so dass die Fundtiere aus dem Schmiedeberger Bereich auch mit Inkrafttreten der Fusion am 1. Januar 2014 weiter in Reichstädt aufgenommen und betreut werden.

Der vereinbarte Pauschalbetrag für das 1. Halbjahr 2014 wurde gezahlt; lediglich mit der Information der Bürger von Seiten der Stadtverwaltung klappte es nicht, obwohl die Schaukästen monatlich ca. 2x angefahren und bestückt werden und wir die entsprechenden Informationsblätter zu Verfügung gestellt haben.

Die Stadtverwaltung wurde von uns über diese fehlerhafte Mitteilung informiert und um Richtigstellung gebeten.

10 Jahre Grundschule Schmiedeberg im Ortsteil Obercarsdorf

Juni 21, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Landkreis, Obercarsdorf, Schmiedeberg, Schulen Kommentare deaktiviert

Information des Landratsamtes vom 20.06.2014

Landrat: ein besonderes Novum war und ist, dass Grund- und Förderschüler seit einem Jahrzehnt unter einem Schuldach lernen
Schule Obercarsdorf

Foto: Landratsamt

Die ehemalige Grundschule erlitt beim Hochwasser 2002 schwere Schäden. Einen neuen Standort fand die Gemeinde mit dem Regionalschulamt Dresden in Obercarsdorf nahe der B 170.

Dann, im Februar 2004 konnten Schüler und Lehrer ihre neue Schule in Besitz nehmen. Dieser Geburtstag war heute ein guter Grund zum Feiern. Eingeladen von Schulleitung, Elternrat und Förderverein, kam Landrat Michael Geisler gern nach Obercarsdorf.

“Ein besonderes Novum war und ist, dass Grund- und Förderschüler seit einem Jahrzehnt unter einem Schuldach lernen. Ich freue mich, dass dies hier so gut funktioniert. Mein Dank geht deshalb an alle, die das ermöglichen.”, freut sich der Landrat.

Zum Austoben und Entspannen befinden sich auf dem Schulgelände ein Spielplatz und begrünte Außenflächen mit einer kleinen Teichanlage. Unterstützung beim Bau fand die Schule beim Förderverein und der Gemeinde.

2005 konnte eine neue Zweifeldsporthalle in Betrieb gehen, die mit Bundesfördermitteln errichtet wurde. Zur Einweihung des dazugehörigen Sportplatzes gab es im Mai 2006 eine “kleine Fußball WM”. Nicht zuletzt ermöglicht dies alles der sehr aktive Förderverein an der Schule, zu dem über 200 Mitglieder zählen.

Nachtrag der Redaktion der StattZeitung: Leider sind die Informationen zu diesem Höhepunkt sowohl auf der Homepage der Schule als auch auf der Seite des Schulträgers (Stadtverwaltung Dippoldiswalde) recht spärlich. Und so, betrachtet man dies positiv, gibt es noch viele Möglichkeiten, die Verbindung zwischen Kommune und Schule einerseits und die Öffentlichkeitsarbeit von Dipps andererseits zu intensivieren.

Dippser Stadtrat votiert gegen Löschversuche in alter GISAG

Juni 17, 2014 Von: Heiko Frey Kategorie: Rettungsdienste, Schmiedeberg, Umwelt 1 Kommentar →

Thorsten Prein aus Bergisch Gladbach ist Inhaber eines Ingenieurbüros für Brandschutz. Gleichzeitig ist er als Lehrbeauftragter der FH Köln für den Bereich baulicher Brandschutz tätig.
In dieser Funktion initiierte er bereits mehrfach Brandversuche in der alten Schmiedeberger GISAG, also im ehemaligen VEB Gießerei- und Maschinenbau Ferdinand Kunert.

Foto: Geri-oc (Wikimedia)

Zum Vornehmen weiterer Löschversuche musste nun ein Bauantrag gestellt werden, damit der Gebäudekomplex entsprechend umgenutzt werden kann. Laut Antragsteller ist vorgesehen, lediglich trockenes unbehandeltes Holz und Pappe für die Brandversuche zu verwenden. Nur in Ausnahmefällen müssten in einem geringen Umfang auch einmal Flüssigkeiten oder Kunststoffe in Brand gesetzt werden.

Die Stadtverwaltung hatte zu diesem Tagesordnungspunkt in der letzten Stadtratssitzung keine Bedenken. Und auch der Ortschaftsrat von Schmiedeberg hätte lediglich ein paar Anregungen, würde aber prinzipiell dem Vorhaben zustimmen. – so zumindest die Beschlussvorlage.

Es kam aber ganz anders:
In der Stadtratssitzung gab es nämlich große Diskussionen: Ist die Löschwasserversorgung tatsächlich gesichert oder müssen hier selbst für die Brandschutzversuche öffentliche Hydranten oder Wasserentnahmestellen in der Weißeritz genutzt werden? Stimmt die Frage der gesicherten Erschließung des Grundstückes und auch der Zufahrt zu den Gebäuden? Mit welchen möglichen Immissionen muss man rechnen wenn Brände simuliert werden – im Tal von Schmiedeberg steht zuweilen die (verunreinigte) Luft? Gibt es schädliche Wassermengen, die evtl. einfach in der Kanalisation vom städtischen Abwasserbetrieb entsorgt werden? Und wer ist für die Gebäude dann zuständig, wenn diese am Ende der Brandschutzversuche ggf. verkohlt und ruinös in der Schmiedeberger Ortsmitte stehen?

Hilfesuchend wandte sich der Oberbürgermeister an den Sachgebietsleiter für Bauleitplanung und Bauanträge Mathias Kröhnert. Dieser machte den Vorschlag, insbesondere die Nachnutzung der Gebäude nach den Brandversuchen noch einmal zu hinterfragen. Und somit wurde die eigentlich klare Beschlussvorlage letztendlich doch abgelehnt.