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Artikel der Kategorie ‘Energieversorgung’

Bitte mehr Mut

November 15, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Bürgerinitiativen, Energieversorgung, Umwelt 10 Kommentare →

Sehr geehrter Herr Herz,

an vergangenen Sonnabend veröffentlichten Sie in der Sächsischen Zeitung einen Artikel zum Beteiligungsbericht von Schmiedeberg:
Energieanteile bringen Schmiedeberg Geld

Der letzte Absatz  lautete:

Mit Strom und Gas wird gutes Geld verdient
Zwei Beteiligungen machten den Schmiedeberger Gemeinderäten Freude. Falko Uyma (Freie Wähler sagte: „Das ist ja richtig gewinnbringend.“ Die Gemeinde hält Anteile an der Energieversorgung Sachsen Ost (Enso). Dafür gibt es einmal einen Zweckverband. Der überwies an die Gemeinde jedes Jahr knapp 76.000 Euro. Ein anderer Teil läuft über die kommunale Beteiligungsgesellschaft. Auch diese hat die Gemeinde gut bedacht. 2007 kamen 103.000 Euro und im Jahr 2008 runde 55.000 Euro.

Ob sich der Gemeinderat Falko Uyma schon einmal Gedanken gemacht hat, woher die ENSO dieses Geld nimmt? Vielleicht sollte Herr Uyma auf der Homepage des Energieversorgers nachschauen, wie viel Umsatz und wie viel Gewinn  die ENSO 2009 gemacht hat! Und dann sollte er sich nochmals die Frage stellen, woher das Geld kommt!

Sächsische Zeitung, Ausgabe Dippoldiswalde vom Freitag, 21. September 2007:

Schmiedeberg erneuert Strom- und Gasverträge
Schmiedeberg. Der Gemeinderat beschäftigt sich auf seiner Sitzung am Montag mit dem Neuabschluss der Konzessionsverträge für Strom- und Gaslieferungen, wie aus der Tagesordnung hervorgeht. Die Enso bezahlt der Gemeinde eine sogenannte Konzessionsabgabe, dafür dass sie die öffentlichen Wege für ihre Leitungen nutzen darf. Die bisherigen Verträge stammen vom Beginn der 1990er Jahre und laufen bis 2010 aus. Deswegen müssen sie erneuert werden. (SZ/fh)

Ich gehe davon aus, dass Schmiedeberg, wie Dippoldiswalde ein paar Wochen vorher (siehe Sächsische Zeitung, Ausgabe Dippoldiswalde vom Dienstag, 12. Juni 2007), die Konzessionsverträge ebenfalls um 20 Jahre !!! verlängert hat.

“Deswegen müssen sie erneuert werden.” Sehr geehrter Herr Herz (SZ/fh), warum fragen Sie als Journalist hier nicht nach, warum recherchieren Sie nicht investigativ? Schmiedeberg dürfte von der Einwohnerzahl mit der Stadt Schönau im Schwarzwald vergleichbar sein:
4.630 Einwohner in Schmiedeberg (im Gemeindeverwaltungsverband Schönau im Schwarzwald = 5.590 Einwohner)

Allerdings übergab man im Schwarzwald das Stromnetz nicht in die Hände eines Monopolisten, sondern gründete hier 1998 (mit der Liberalisierung des Strommarktes) ein eigenes Stadtwerk und man nahm das Elektroverteilnetz in eigene Hände.

Mittlerweile versorgen die  EWS Schönau bundesweit Kunden mit “sauberen” Strom, investieren Millionen in eigene Energieprojekte, haben knapp 40 Mitarbeiter, übernahmen erst vor wenigen Monaten auch das Gasnetz in ihrer Gemeinde und machen einen Umsatz von knapp 40 Mio Euro!

Mit etwas mehr Weitblick von Gemeinderat Falko Uyma und seinen Kollegen hätte in Schmiedeberg (oder auch in Dippoldiswalde oder Höckendorf, oder …) ein Unternehmen gegründet werden können, was Umsatz- und Gewerbesteuer vor Ort entrichtet und dessen Mitarbeiter auch ihre Einkommenssteuer vor Ort bezahlen. Statt der Taube in der Hand freut man sich hier lieber über den Spatz auf dem Dach. Und die SZ schreibt immer freudig mit!

Darf man Sie (bzw. die Sächsische Zeitung) um eine kritischere Berichterstattung bitten, insbesondere dann, wenn Kommunen das Geld ihrer Bürger ausgeben?

Vielen Dank für Ihr Verständnis für dieses Anliegen.
Heiko Frey

Informationen zu Erneuerbaren Energien (insbesondere Solar)

November 12, 2010 Von: Ulf Geißer Kategorie: Allgemein, Bundespolitik, Energieversorgung, Sonstiges, Umwelt Kommentare deaktiviert

Das online-Portal http://www.solid.de/ hat wieder mal sehr interessante Informationen für Kommunen aber auch für Private/Gewerbetreibende zusammengestellt.

Beispiel: Photovoltaik auf dem Dach des Eigenheims

Beispiel: Photovoltaik auf dem Dach des Eigenheims

Im Zusammenhang mit dem Bericht zur vor Kurzem veranstalteten Lesung des Schellerhauer Dietrich Papsch http://dippolds.info/2010/10/29/nachdenkenswerte-lesung-von-und-mit-dietrich-papsch/ kann der geneigte Leser Folgendes zur Kenntnis nehmen und vielleicht für sich selbst abwägen was dazu im Verhältnis bei uns in und um Dipps vor Ort (noch nicht) geschehen ist….

Immer mehr Städte und Regionen haben mittlerweile ein Solarkataster. Solarkataster sind Datenbanken, auf die man per Internet zugreifen kann und dann für sein eigenes Gebäude oder auch jedes andere Gebäude das Potential zum Einsatz von Photovoltaik bzw. Solarthermie aufgezeigt wird. Damit kann jeder Bürger, aber auch Handwerker herausfinden, auf welchen Gebäuden die Installation einer Photovoltaik- oder einer Solarthermieanlage besonders lohnenswert ist. Auch für die immer häufigeren Gesellschaften zur Nutzung der Photovoltaik mit Bürgerbeteiligung (z.B. durch Bürger-Solarstromanlagen) können so recht einfach Objekte ausgewählt werden, die für eine nähere Begutachtung in Frage kommen. Für die Erstellung solcher Kataster werden z.B. bei einem Flug miteinem Flugzeug mittels Laser die Dächer erfasst und später mit einer Software ausgewertet. Oftmals werden aber auch gar keine neuen Messungen benötigt. Die Daten liegen den öffentlichen Ämtern bereits vor, wurden bisher aber nicht für die Nutzung der Solarenergie ausgewertet. In so einem Fall lässt sich der Aufbau eines Solarkatasters sehr kostengünstig durchführen. 

Ein Solarkataster trägt also dazu bei, die solaren Potentiale einer Stadt, einer Gemeinde, eines Landkreises o.ä. zu erfassen und verstärkt zu nutzen. So wird nicht nur etwas Gutes für das Klima und die Bürger getan, sondern auch die lokalen Handwerksbetriebe gestärkt.

Eine Liste der Städte mit einem Solarkataster finden Sie z.B. hier <http://www.enbausa.de/solar-geothermie/fotovoltaik/staedte-mit-solarkataster.html>.

Wer mehr zu Solarkatastern lesen möchte, kann dies beispielsweise hier

http://www.photovoltaik.eu/heftarchiv/artikel/kategorie/04-2010/beitrag/wer-will–wer-will–wer-hat-noch-nicht-_100002716/86/?tx_ttnews=120&cHash=6b5a3e5afa tun.

Die Phönix Solar AG hat eine Studie veröffentlicht, die von A.T.Kearney durchgeführt wurde. Darin wird z.B. festgestellt, dass die aktuelle Ermittlung der EEG-Umlage für die Photovoltaik nicht sinnvoll ist. Es sollten vielmehr die Erzeugungskosten des Stroms aus Photovoltaikanlagen mit den Erzeugungskosten der fossilen Kraftwerke verglichen werden, die die Photovoltaik tatsächlich ersetzt. Und dies sind nicht die Braunkohle- und Atomkraftwerke, sondern Gas- und Steinkohlekraftwerke. Würde man diese Differenzkosten ansetzen, würde die EEG-Umlage für die Photovoltaik von 1,67 Cent/kWh *um ca. 0,3 Cent/kWh gesenkt* werden können. Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass 2010 mittlerweile die volkswirtschaftliche Gewinnschwelle für die Photovoltaik erreicht wurde. Dabei werden den EEG-Tarifzahlungen für den Strom aus Photovoltaikanlagen die Nutzeneffekte der Photovoltaik gegenübergestellt. Dazu zählen z.B. die Erlöse aus dem Stromverkauf des Solarstroms sowie vermiedene CO2-Schadenskosten. *Rechnet man alle Effekte gegeneinander auf, bleibt für die in 2010 gebauten Photovoltaikanlagen ein volkswirtschaftlicher Gewinn zwischen 66 und 205 Mio. € übrig.* Dieser Effekt wird in den kommenden Jahren übrigens noch weiter steigen. Es bleibt unterm Strich nicht nur ein volkswirtschaftlicher Gewinn für Deutschland übrig, sondern mit dem Ausbau der Photovoltaik kommen wir auch unserem Ziel der CO2-freien Energieversorgung immer näher (anders als bei der Laufzeit-Verlängerung der Atomkraftwerke).

Wer ein kurzes Video zu der Studie oder z.B. eine Zusammenfassung der Studienergebnisse anschauen möchte kann dies hier http://www.phoenixsolar.de/Presse/Studien/ tun.

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS http://www.dgs.de ) hat unter http://www.energymap.info  eine Seite geschaffen, auf der die Erzeugung mittels Erneuerbarer Energien in ganz Deutschland dargestellt wird. Hier kann sich nun jeder Interessierte anschauen, wie sein Bundesland, sein Landkreis oder seine Stadt im Bundesvergleich, aber auch im Vergleich mit den Nachbarstädten und Gemeinden abschneidet. Man kann auf der Seite sehr schön die Verteilung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen sehen. (Windkraft ist eher in Norddeutschland angesiedelt, Photovoltaik eher in den südlicheren Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg). Auf der Seite kann z.B. auch jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage nachschauen, ob seine eigene Anlage schon verzeichnet ist, oder ob Ihr Netzbetreiber seinen Verpflichtungen zur Veröffentlichung doch eher zaghaft nachkommt.

 

Informationsveranstaltung zur Elektromobilität im Straßenverkehr

November 09, 2010 Von: Ulf Geißer Kategorie: Allgemein, Energieversorgung, Landkreis, Nebenan, Umwelt, Veranstaltungen, Vereine berichten, Verkehr 6 Kommentare →

Die Veranstaltung des Energietisch Altenberg e.V. (ETA) stand ganz im Zeichen der zukünftigen elektrisch angetriebenen automobilen Fahrzeugeneration auch wenn zu diesem Termin letzten Freitag nur wenige Gäste den Weg ins Altenberger Rathaus fanden. Sicher hängt das auch mit der Tageszeit am Vormittag zusammen. Auf Nachfrage versprach Herr Papsch dass für folgende Veranstaltungen der Zeitpunkt in den späten Nachmittag oder in die Abendstunden gelegt werden sollte. Anderseits ist davon auszugehen dass das ganze Thema „Elektromobilität“ auf unseren Straßen, gerade auch im Mittelgebirge, sicher auch mit individuellen Vorbehalten entgegnet wird. Dazu diente letztlich auch diese Veranstaltung um zumindest technische und realitätsnahe Lösungen, welche schon am Markt existieren, aufzuzeigen. Wie so oft bei der Etablierung neuer, zukunftsweisender Ideen und Technologien „hängt“ vieles immer von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen ab und die erste Frage steht dabei immer im Raum: „Lohnt/rechnet sich das Ganze überhaupt finanziell?“.

der Vereinsvorsitzende Herr Dietrich Papsch begrüßt die Gäste und den Referenten Herrn Dipl.-Ing. Reiner von der SAENA im Rathaus Altenberg

der Vereinsvorsitzende Herr Dietrich Papsch begrüßt die Gäste und den Referenten Herrn Dipl.-Ing. Reiner von der SAENA im Rathaus Altenberg

Um diese und andere wichtige Fakten, Zusammenhänge und auch um ein überregionales und deutschlandweites Bild zu zeichnen, konnte der  Vertreter der Sächsischen Energieagentur GmbH (SAENA) im Bereich zukunftsfähige Energieversorgung, Herrn Martin Reiner als fachkundigen Referenten gewonnen werden. Kontakt für diesbezügliche weitere Nachfragen: martin.reiner@saena.de

Die SAENA www.saena.de als Gesellschaft des Freistaates Sachsen und der Sächsischen Aufbaubank beschäftigt sich mit der gesamten Problematik „Steigerung der Energieeffizienz und zukünftige Energieversorgung“ im privaten wie auch im gewerblichen und öffentlichen Bereich in Sachsen. Es werden verschiedene Projekte vorangetrieben wie beispielsweise das Solarportal Sachsen, Modellregion Elektromobilität Sachsen oder auch Energieautarke Modellregionen in Sachsen sowie European Energy Award® – kommunale Energiearbeit .

Der Öffentliche Personennahverkehr ÖPNV nimmt in der Arbeit der SAENA genauso eine herausragende Rolle ein wie die Information von Städten und Gemeinden hinsichtlich Optimierung der öffentlichen Infrastruktur beispielsweise der Stromnetze, der kommunalen Gebäude aber auch des Fuhrparkes (Stichwort wäre der schrittweise Umbau des vorhandenen Fuhrparkes hin zu elektromobilen Lösungen). Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Fakt dass Sachsen eine der acht ausgewählten Modellregionen in Deutschland ist und deshalb auch auf besondere Förderungen seitens der Politik setzen kann!

diese Grafik zeigt ganz klar worüber der Weg gehen muß: die Stromversorgung der zukünftigen Elektromobilität nur mit 100% Erneuerbare Energien! Bitte aufs Bild zur Vergrößerung klicken!

diese Grafik zeigt ganz klar worüber der Weg gehen muß: die Stromversorgung der zukünftigen Elektromobilität nur mit 100% Erneuerbare Energien! Bitte aufs Bild zur Vergrößerung klicken!

Herr Reiner konnte anhand seiner anschaulichen Folien (siehe oberes Bild) den Gästen klarmachen dass zukünftig im Bereich Individualverkehr die Elektromobilität einen immer größer werdenden Stellenwert einnehmen wird auch wenn davon auf unseren Straßen natürlich noch sehr wenig zu erkennen ist. Eine selbsterklärende Zahl hierzu: Den über 41 Mio. in Deutschland zugelassenen fossil betriebenen Fahrzeugen aller Kategorien stehen aktuell gerade mal 1.600 rein elektrisch betriebene E-Mobile gegenüber. Vor diesem Hintergrund sind selbst die von der in solchen Fragen konservativ handelnden Bundesregierung genannten prognostizierten Zulassungszahlen von immerhin einer Million Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 eigentlich gar nicht glaubhaft. Jedoch wurde in der Veranstaltung auch klar, dass in den nächsten überschaubaren 5 bis 10 Jahren kein Weg dran vorbeigehen wird. Auch wenn derzeit die Spritpreise an den Zapfsäulen trügerisch konstant vor sich hin dümpeln, die weltweiten Verteilungskämpfe haben längst begonnen, nicht nur beim Erdöl… Auch andere fossile Rohstoffe werden gerade vor dem Hintergrund einer tatsächlich wieder anziehenden Konjunkturbelebung mehr nachgefragt werden. Es ist wie immer alles nur eine Frage der Zeit. Und wenn der Tag X kommen wird und der Liter Benzin 2,50 € und mehr kostet dann sieht die eingangs erwähnte „Rechnung“ des kleinen Mannes womöglich schon ganz anders aus…  Das in der Zwischenzeit weiter am alternativen Elektroantrieb, hoffentlich auch in Deutschland geforscht wird, auch in Bezug auf das Herzstück des Fahrzeuges, der Batterie, ist allen klar. Der Autor dieses Beitrages ist überzeugt davon dass bei den namhaften deutschen Autoherstellern schon längst entsprechende Problemlösungen wie z.B. verbessertes Batteriemanagment für höhere Reichweiten in den Schubladen liegen. Allein, es fehlt die massenhafte Nachfrage. Und diese wird erst kommen wenn bei entscheidend höheren Spritkosten und günstigeren Fahrzeugpreisen von alltagstauglichen Elektromobilen die Rahmenbedingungen entsprechend vorhanden sind. Eine schon heute realistische und im Alltag voll nutzbare Zwischenlösung sind die sogenannten Hybridautos, also mit Benzin-/Diesel- und Elektroantrieb, beispielsweise vom japanischen Marktführer Toyota.

das ist der zweisitzige Stromer "Tazzari Zero" des Herstellers Smiles-World: http://www.smiles-world.de/tazzari-zero-konzept

das ist der zweisitzige Stromer "Tazzari Zero" des Herstellers Smiles-World: http://www.smiles-world.de/tazzari-zero-konzept

vollelektrischer, viertüriger Kleinwagen mit modernem Sicherheitskonzept: der CitySax aus Dresden, www.citysax.de

vollelektrischer, viertüriger Kleinwagen mit modernem Sicherheitskonzept: der CitySax aus Dresden, www.citysax.de

In der Zwischenzeit versuchen SAENA, Energietisch Altenberg e.V. & Co. die interessierten Mitmenschen dahingehend aufzuklären, lokale Netzwerke zu schaffen, das Marketing zu optimieren und den Blick für die heutigen und auch zukünftig nicht geringer werdenden Probleme im Bereich Umweltschutz und Energieversorgung zu schärfen…

Und deshalb war diese Veranstaltung letzten Freitag trotz des geringen Zulaufes zumindest für die anwesenden Gäste sehr informativ!

Vergangenes Wochenende im Wendland

November 08, 2010 Von: Heiko Frey Kategorie: Bundespolitik, Bürgerinitiativen, Energieversorgung, Umwelt Kommentare deaktiviert

Atomkraft: Nein Danke!Der Castor-Transport ist noch nicht in Gorleben eingetroffen, da erreichen uns schon Berichte und Fotos von Teilnehmern aus dem alten Weißeritzkreis :

Bei der großen Demo am 06.11. in Dannenberg waren unter den über 50 000 Menschen auch Teilnehmer aus unserem Landkreis vertreten. So traf ich Atomkraftgegner aus Freital und Pirna, die wie wir auch mit 4 Bussen von Dresden, der Bahn oder mit dem Auto im Wendland angereist werden. Gemeinsam mit den Zehntausenden aus ganz Deutschland setzten sie dem ignoranten Durchsetzen von politisch-wirtschaftlichen Großprojekten ähnlich wie bei Stuttgart 21 eine hoffnungsvolle Selbstermächtigung entgegen.

Es waren nicht die über 17 000 Polizisten, gegen die wir demonstrierten, denn das wird ja in den Medien gerne so dargestellt. Nein, wir demonstrierten gewaltfrei gegen eine Regierung, die mittels krimineller Energie weiter “strahlende” Tatsachen schafft und dass zum Nutzen der 4 großen Energiekonzerne und ohne Rücksicht auf die Sicherheit heutiger und zukünftiger Generationen.

Politischer Widerstand gegen die inakzeptable Atompolitik der Bundesregierung ist nicht nur Bürgerpflicht sondern zutiefst demokratisches Grundrecht, zumal die Mehrheit der Menschen in unserem Lande Atomenergie ablehnt. Dieser Widerstand muss in der Breite wachsen und auch stören. Beides gelingt in diesen Tagen immer besser und das ist auch gut so. Dafür sorgen übrigens auch diejenigen aus unsrem Landkreis, die noch im Wendland geblieben sind.

Dieter P.

Tipp für alle, die keine Zeit am Wochenende hatten: Atomausstieg selber machen

Beheizte Fahrgastunterstände

November 04, 2010 Von: Dippoldine Kategorie: Energieversorgung, Service, Umwelt, Verkehr Kommentare deaktiviert

Da wird mir doch gleich warm ums Herz, wenn ich sehe, wie sehr sich der VVO bemüht, den Fahrgästen für die erhöhten Fahrpreise auch gleich einen besseren Service zu bieten.

Heizpilz am Wartestand

Und jetzt zu Beginn der kalten Jahreszeit werden halt Heizpilze an den Haltestellen aufgestellt. Und im Sommer gibt’s dann Sonnenschirme. Und damit dieses Equipment nicht verschwindet oder versehentlich mitgenommen wird, wird es halt (unauffällig?) bewacht. Oder so.

Oder ganz anders?
Ob mein Geschreibse denn überhaupt stimmt oder alles ganz, ganz anders ist und was es denn wirklich mit diesen Heizpilzen an der Haltestelle Nikolai-Ostrowski-Straße auf sich hat, das und noch viel mehr, das sehen Sie in der kommenden Woche (vom 8. bis 14. November) bei FRM aus dessen Filmmaterial ich mir auch obiges Foto “besorgt habe” …

?War das jetzt Schleichwerbung?