Dippser StattZeitung

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Artikel der Kategorie ‘Tourismus’

Neues zur „Hafermühlenbrücke“

Oktober 01, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Aus dem Rathaus, Kernstadt Dippoldiswalde, Service, Tourismus, Umwelt Kommentare deaktiviert

Nachdem die StattZeitung über die Weißeritzbrücke an der Hafermühle berichten wollte, erhielten wir jetzt vom Oberbürgermeister auf unsere erneute Nachfrage folgende Antwort:

Der Neubau der Geh- und Radwegbrücke im Bereich des ehemaligen Steinbruches/ Hafermühle ist eine Baumaßnahme des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr im Rahmen des Ausbaus der B170 südlich Dippoldiswalde.

In Abstimmung mit der Stadt Dippoldiswalde und der Landestalsperrenverwaltung (LTV) wurden der Abriss der alten Steinbruchbrücke und der Brückenneubau auf der Grundlage des damaligen Planungsstandes „Gewässerausbau Rote Weißeritz“ in das Planfeststellungsverfahren „Ausbau B170 südlich Dippoldiswalde“ aufgenommen und 2008 planfestgestellt.

Es war vorgesehen den Brückenbau zeitlich parallel zum Ausbau der B170 durchzuführen.

Das neue Bauwerk sollte unterhalb der Hafermühle die Rote Weißeritz und die dahinter liegende vorgesehene Absenkfläche der LTV als 4-Feldbrücke die Eichleite überspannen.
Diese Flächenabsenkung wurde jedoch nicht genehmigt.
Zudem hatte sich zwischenzeitlich an diesem Standort ein Kolk ausgebildet, indem sich eine Brutstädte des Eisvogels befindet.

Aus den genannten Gründen muss das Bauwerk ca. 22 m nach Unterstrom verschoben werden und wird somit hinter der Mündung des Schwarzbaches in die Rote Weißeritz angeordnet. Damit verbunden war eine neue Planung des Brückenbauwerkes durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr.
Diese Planung liegt jetzt zur Genehmigung vor.
Die Brücke soll als 1-Feld-Bauwerk in einer Breite 2.50m zuzüglich je 0,25m Sicherheitsabstand als Stahlbeton-Rahmenbauwerk mit einer Stützweite von 18,10 m die Rote Weißeritz überspannen und an den vorhanden Weg in der Eichleite angebunden werden.

Die Bauausführung ist für 2014 geplant.

Einen konkreten Termin für den Beginn der Arbeiten, so ließ uns Ralf Kerndt auch noch wissen, gibt es derzeit noch nicht.

Gute Chancen für Dipps

September 29, 2013 Von: Heiko Frey Kategorie: Allgemein, Aus dem Rathaus, Gesundheit, Paulsdorf, Tourismus 1 Kommentar →

Wie Ralf Kerndt unlängst informierte stehen die Chancen für Dippoldiswalde recht gut, die Rückübertragungsansprüche der Familie Arnhold für das Grundstück am Erlebnisbad in Paulsdorf “abzuwehren”. Diese Erkenntnis zog der Oberbürgermeister aus verschiedenen Gesprächen mit Verantwortlichen in den Dresdner Ministerien. Die StattZeitung berichtete hierzu bereits im Mai. Allerdings benötigen die Anwälte der in der Nazi-Zeit enteigneten Familie noch etwas Zeit, die Unterlagen einzusehen und zu bewerten.
Damit könnte in Kürze mit den Arbeiten zur energetischen Sanierung des Objektes begonnen werden.

Vor hundert Jahren wars

September 28, 2013 Von: Holger Becker Kategorie: Historisches, Kultur, Malter, Paulsdorf, Personalien, Seifersdorf/ Seifen, Tourismus, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Vor hundert Jahren wars, als Sachsens damaliger König August III., am 27. September, dem Tag der Weihe der Talsperre eine Erinnerungstafel an der Staumauer enthüllte. Damit hatte die Geschichte der Talsperre Malter begonnen. Schon 1913 wurde in der Festschrift an die herausragenden Bauleistungen erinnert und der Nutzen für Menschen und Umwelt herausgestellt. Nach nur wenigen Jahren Bauzeit entstand der Hochwasserschutz, der noch heute seine Aufgabe erfüllt. Im Jahr darauf tobte bereits der I.Weltkrieg, der den Bau bestimmt entscheident gestört oder unterbrochen hätte. Und ob nach dem verlorenen Krieg Geld und Baumaterial für den Talsperrenbau übrig gewesen wären, mag bezeifelt werden.

Nachdem der Dippoldiswalder Oberbürgermeister Ralf Kerndt mit der 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages Andrea Dombois die Tafel enthüllt hatte, erinnerte er in seiner Rede noch einmal an die tollen Tage zum 100 jährigen Bestehen der Talsperre und erzählte wie der Gedanke, hier eine Gedenktafel anzubringen, entstand. Im Zug der Vorbereitung der Feier hatte sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die anregte, eine Gedenktafel ähnlich dem historischen Vorbild, anbringen zu lassen. Der nächste Redner, Herr Seifert, der die Arbeitsgruppe vertrat, zeichnete entscheident für Text und Umsetzug des Projektes verantwortlich. Auch sein Dank richtete sich an die vielen Arbeiter und Wegbereiter der Talsperre. In der aktivsten Bauphase (1912/13) waren auf allen Baustellen ca 1000 Arbeiter verschiedener Nationen beschäftigt. Er erinnerte aber auch an Menschen, denen mit der Entstehung der Talsperre die Heimat genonmmen wurde, als auch auf ihrem Grund und Boden, das “neue Kulturwerk”, wie es die Festschrift von 1913 nannte, entstand.

Oft wurden sie zwangsenteignet und an den 44 Gebäuden, die, in Untermalter, Paulsdorf und Seifen weichen mußten kann man Leid und Not der Menschen ermessen, derer hier auch gedacht werden soll. Seine Dankesworte gingen jedoch ebenfalls an das heutige Personal, das mit Sorge und Nachrüstung an der Werterhaltung der Hundertjährigen befasst ist.

Nach Vollendung der Badewanne von Dresden, wie das neuentstandene Areal oft genannt wird, eröffneten sich Freizeitmöglichkeiten wie Angeln, Wassersport und Badebetrieb. Nur wenige friedvolle Jahre waren Anwohnern und Gästen im vergangenen Jahrhundert bisher vergönnt und nach zwei Weltkriegen sorgte der Kalte Krieg für weitere Unruhe. Auch die derzeitige angespannte Lage mit der Gefahr von Terroranschlägen bereitet neue Sorge mahnte der Redner. Abschließend und nicht zuletzt soll hier auch der Dank an jene ausgesprochen werden, die entscheident an Planung, Umsetzung und Finanzierung der Erinnerungstafel mitgewirkt haben. Ohne durch die Reihenfolge werten zu wollen, möchte ich mit dem Vertreter der Ideengeber Albrecht Seifert beginnen, dem von Dieter Mende aus Dippoldiswalde viel historisches Material aus seiner privaten Sammlung zugearbeitet wurde. Unbedingt sind die Familie von Mike Glöß und die Firma Kupferecke aus Freital zu nennen, die sich finanziell entscheident einbrachten. Nicht vergessen soll ebenfalls die Weißeritz Elebnis GmbH sein, die sich finanziell und ideell ebenfalls am Projekt beteiligten. Zuspruch und tatkräftige Hilfe fand das Projekt beim Leiter des Dippoldiswalder Museums Herrn Klein, dem Leiter des Archivverbunds beim Landesamt Herrn Burkhardt und durch den ehemaligen Ortsvorsteher Dr. Quandt.

Möge die Tafel auch eine ständige Mahnung und Warnung vor der noch heutigen Gefahr der Zerstörung sein, aber auch daran erinnern was mit gemeinsamen Aktivitäten vieler umgesetzt werden kann.

Ein Viertel-Jahrhundert Talsperre Malter

September 26, 2013 Von: Harald Weber Kategorie: Historisches, Sonstiges, Tourismus, Umwelt 2 Kommentare →

So also schrieb man damals vor 75 Jahren im Dippoldiswalder Tageblatt

Titel des "Dippoldiswalder Tageblatt" (Nr. 225) vom 26.09.1938

zum 25jährigen Bestehen der Talsperre Malter:

Am 27. September d. J. sind 25 Jahre verstrichen, daß die vom Staat erbaute Talsperre Malter in einem festlichen Akt in Anwesenheit des Königs Friedrich August (den man auf dem Bilde ganz im Vordergrund sieht), des Kronprinzen und des Prinzen Friedrich Christian der Talsperrengenossenschaft übergeben worden war.

Eröffnung der Talsperre Malter (Foto aus "Dippoldiswalder Tageblatt" Nr. 225 vom 26.09.1938

Es ist eine verhältnismäßig kurze Zeitspanne und dennoch barg dieser Abschnitt wechselvolles Schicksal deutscher Geschichte. Die Talsperre Malter war die erste Talsperre, die in Sachsen erbaut worden ist. Bei der Eröffnungsfeier sagte Superintendent Hempel in seinem Weihegebet u. a., daß die Talsperre ein Schutz wider Gefahren, ein Born des Glücks und der Wohlfahrt bis auf Kinder und Kindeskinder sein möge und daß sich dieses Werkesauch kommende Geschlechter in Dankbarkeit vor Gott freuen mögen. (weiterlesen…)

Nu isser wech!

September 25, 2013 Von: Holger Becker Kategorie: Historisches, Kernstadt Dippoldiswalde, Ortsteile, Tourismus, Umwelt 1 Kommentar →

Schornstein im Fall

Wenige Zuschauer verfolgten heute die Sprengung des Schornsteines der ehemaligen Polypack. Nachdem erst noch die Bimmelbahn vorbeifuhr, fiel mit einem verhaltenen Knall der 35 Meter hohe Ziegelbau in sich zusammen.

Die Trümmer

Die planmäßige Sprengung zerstörte, was vier Arbeiter an fünf Wochenenden vor vielen Jahren errichteten. Während der Sprengung gab es keine Zwischenfälle und die Esse fiel in die dafür vorgesehene Lücke.  Bis auf ein Nebengebäude, dass weiter genutzt wird, schafft der Bagger nun bis Ende Oktober Baufreiheit auf dem Gelände des ehemaligen VEB. Neues wird entstehen – über das im November im Technischen Ausschuß beraten und entschieden werden soll.

Der Rest

Im Gespräch ist ein Mehrgenerationenpark. Auch ein Radweg, entlang der Bahnstrecke, steht auf der Wunschliste der Stadtväter. Konkretes ist aber noch nicht bekannt und wird vor allem auch von der derzeitigen Finanzlage diktiert.

Text und Fotos: Holger Becker